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Jungkook Pov

Die Hand zu einer Faust geballt klopfe ich fest gegen die dicke Tür des Zimmers und öffne sie, als ich keine Antwort bekomme.

Mit jedem Schritt den ich mache, als ich den Raum betrete, wird die Luft stickiger und ähnelt mehr einem Feuer in meiner Lunge als dem Sauerstoff, dass der Mensch zum Überleben braucht.

Das Zimmer, in dem Taehyung untergebracht wurde ist eines der VIP Zimmer, das man für einen deftigen Aufpreis bekommt. Eigentlich nicht nötig, aber für die reichen Patienten dieses Krankenhauses ein Luxus den sie sich eben leisten können.

Ich weiß nicht warum mich Trauer überkommt, als ich ihn sehe und feststelle, dass er tatsächlich genauso aussieht, wie er auch im Fernsehen gezeigt wird. Selbst die Stichwunde scheint ihm überhaupt nichts ausgemacht zu haben, zumindest nicht äußerlich.

Er macht nicht den Anschein, als hätte er schmerzen, was mich wenigstens zum Teil erleichtert, aber die Tatsache, dass er selbst nach den ganzen Strapazen noch aussieht wie ein Gott, erinnert mich nur an das, was Jimin gesagt hat.

Taehyung geht es ohne mich viel besser.

"Wie geht es dir?", frage ich leise und klammere mich so fest an das Klemmbrett, dass ich fürchte ich könnte es kaputt machen.

Mir gehen gerade viel zu viele Gedanken durch den Kopf, gute und auch schlechte. Ich bin glücklich, weil ich ihn nach acht Monaten wieder sehe und die Chance bekomme ihm alles zu erklären und mich zu entschuldigen.

Aber ich habe noch viel mehr Angst, dass das ganze genau so ausgehen könnte wie damals.

"Den Umständen entsprechend", antwortet er mit kratziger Stimme, während er an dem Pulsmessgerät an seinem linken Zeigefinger herum spielt.

"Hast du Schmerzen?"

"Nein."

"Gut", sage ich und notiere seine Antworten, sowie seine Werte. "Ich würde dich ja fragen was passiert ist, aber du würdest es mir wahrscheinlich sowieso nicht verraten, habe ich Recht?"

Er schüttelt den Kopf und vermeidet es immer noch mich anzusehen. Obwohl es sich scheiße anfühlt, als würde er mir sagen wollen er erträgt meinen Anblick immer noch nicht, kann ich ihm das nicht übel nehmen.

Aber obwohl ich es früher für unglaublich Naiv und dumm gehalten habe, sich in einer solchen Situation an Hoffnung zu klammern, tue ich es jetzt auch. Denn ich kann nicht einfach aufgeben, nicht noch einmal.

"Du trägst sie immer noch", sage ich und zeige auf die Uhr um sein Handgelenk, als er mich verwirrt ansieht. "Das heißt doch, dass du noch an mich denkst, dass du uns nicht aufgegeben hast und das zumindest noch ein winzig kleiner Teil in dir an mir hängt."

Ich weiß nicht, was mich überkommt als ich das sage. Mein Plan war es eigentlich, das ganze ruhig anzugehen und langsam wieder auf das Thema zu sprechen zu kommen, aber ich denke diesen Plan kann ich jetzt über Bord werfen. Meine direkte Art hat mir wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Taehyung sieht zu mir hoch, seine Hand ruht auf seinem Handgelenk während er an dem Verschluss der Uhr herum fummelt.

"Nein, Jungkook. Das woran ich hänge bist nicht du, es sind die Erinnerungen, die ich all die Zeit nicht los lassen konnte." Er streift sich die Uhr ab und schmeißt sie an das Bettende. "Nimm sie, ich brauche sie nicht mehr. Ich brauche dich nicht mehr."









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Entschuldigt das kurze Kapitel, ich glaube First Touch hat mir alles abverlangt 😅

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