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Player: Jungkook

Es ist noch Dunkel als ich durch die unbekannten Stimmen in meiner Umgebung geweckt werde. Ich kneife die Augen zusammen und ziehe die Decke über mein Gesicht in der Hoffnung ich kann diese gackernden Weiber irgenwie ausblenden, aber ihre Stimmen sind zu hoch und zu nervig als das man es einfach ignorieren könnte, noch schlimmer ist nur ihr Gelächter. 

Ein wenig erinnert mich das an die Wochenenden, die einzige Möglichkeit auszuschlafen, weil ich keine Schule habe, aber Mom beschließt immer genau dann zu Staubsaugen wenn der Schlaf gerade am schönsten ist. Beim Staubsauger kann ich mir allerdings sicher sein, das er irgendwann ausgemacht wird, diese Mädchen reden allerdings schon seit einer gefühlten Ewigkeit und sie machen die Kopfschmerzen nicht erträglicher. 

Ich ziehe die Decke wieder runter, reiße die Augen auf und starre meine linke Bettnachbarin wütend an, die über mein plötzliches Erwachen ziemlich überrascht zu sein scheint. Sie wechselt einen Blick mit ihrer Freundin aus, die auf einem Stuhl neben ihrem Bett sitzt bevor beide mich wieder ansehen. Ich öffne den Mund um sie anzumachen und ihr zu sagen sie soll ihre verdammte Klappe halten, aber da fällt es mir auf. 

Wer sind diese Mädchen überhaupt? Warum sind sie hier?

Verwirrt sehe ich mich im Raum um, ignoriere die Mädchen, die anfangen über mich zu reden und sehe an mir hinunter. Ich trage nicht länger meine Jogginghose und das T-Shirt, was ich noch an hatte, als ich zu Hause meine Spiele gespielt habe, ich trage irgendein weißes, kurzärmliges Hemd mit blauen und grünen Quadraten drauf. Die Hose, die ich trage hat die gleichen Muster und in meiner Armbeuge steckt eine Infusion. 

"Wo bin ich?", frage ich, fasse mir an den Kopf und drehe mich zu dem Mädchen um. Der Druck stammt nicht nur von den Kopfschmerzen, er stammt auch von dem Verband, das man mir so fest um den Kopf gewickelt hat, dass ich das Gefühl habe er könnte jederzeit wie eine Wassermelone explodieren.

Ihre Freundin sieht mich verständnislos an und auch die andere Patientin schenkt mir einen Blick, der mir auch ohne Worte zeigt was sie von mir denkt. Sie zieht eine ihrer Augenbrauen hoch, die ohne Schminke praktisch nicht existent sind. "Du bist im Krankenhaus, schon vergessen? Du hast versucht dich selber umzubringen." Sie schnaubt verächtlich und ihr Blick wandert nach unten, zu der Stelle der Decke, unter der sich mein Bein befindet. 

Ich bin verwirrt, weiß nicht wie ich das ganze verstehen soll, also schlage ich die Decke beiseite und ziehe meine Hose herunter. Das Mädchen und ihre Freundin drehen sich angewidert weg, werfen mir Begriffe wie "Perversling" und "Widerlich" an den Kopf, aber ich ignoriere sie einfach weiter. Tatsächlich wurde die Wunde an meinem Bein behandelt, auch wenn das eigentlich nicht wirklich verwunderlich sein sollte. Trotzdem verstehe ich das ganze nicht. 

"Wer hat dir gesagt, dass ich versucht habe mir das Leben zu nehmen?", frage ich und sehe das Mädchen wieder an, obwohl selbst der Anblick von einem Haufen Kot gerade schöner wäre, aber sie ist nun mal die einzige, die mir all die Fragen gerade beantworten kann. 

"Dein Vater war hier während du bewusstlos vor dich hin gesabbert hast. Er erzählte der Ärztin wie du gedroht hast dich umzubringen und er dich angefleht hat es nicht zu tun. Du wolltest dir dein eigenes Gesicht aufschlitzen, deswegen auch die hässliche Wunde auf deiner Wange und dann hast du dir eine Glasscherbe ins Bein gerammt. Er konnte dich aufhalten indem er dir ins Gesicht geschlagen und dir eine Flasche übergezogen hat."

Ich wollte mich umbringen? Verächtlich schnaube ich und schüttle ungläubig den Kopf. Das ist das erste mal, dass das ganze so sehr eskaliert ist, das ich im Krankenhaus gelandet bin. Er hat die Ärzte und wahrscheinlich auch die Polizei angelogen, sich die Geschichte mit dem versuchten Selbstmord ausgedacht um zu vertuschen das er das war. 

"Dieser Mistkerl." Wenn ich könnte, würde ich ihn umbringen. Wenn ich eine andere Wahl getroffen hätte, wenn ich meinen Charakter dazu gebracht hätte ihn anzugreifen, was wäre passiert? War meine Entscheidung vielleicht falsch? Ich weiß es nicht, aber was ich weiß ist, dass es das ganze nur noch schlimmer gemacht hat. 

"Was für ein undankbares Arschloch. Dein Vater hat dir das Leben gerettet", sagt die Freundin mit verschränkten Armen und sieht mich missmutig an. 

Ich klammere mich an der Bettdecke fest und erwidere ihren Blick angewidert. "Vielleicht rettet er dir auch deines wenn ich dir dein Gesicht aufgeschlitzt habe."

Erschrocken über meine Drohung lässt sie die Arme sinken, aber bevor sie oder die andere Tusse irgendetwas sagen können komme ich ihnen zuvor. "Wo ist meine Mutter?", frage ich und sehe sie ernst an, fast bedrohlich. Das die beiden nicht ganz hell im Kopf sind mag einen kaum wundern, sie sehen aus als würden sie das Leben nach wie vor für einen See halten, in dem man sich nur über Wasser halten muss, dabei besteht das ganze Leben aus einem Kreislauf des Ertrinkens und wieder aufwachens nur um erneut zu ertrinken. 

Das Mädchen ohne Augenbrauen zuckt mit den Schulter und wendet beleidigt den Blick ab. "Keine Ahnung wo deine Mutter ist, sicher ist sie vor ihrem psychopathischen Sohn davon gelaufen." 

Mein ganzer Körper bebt vor Wut, ich balle meine Hände zu Fäusten und überlege wirklich einfach aufzustehen und auf sie einzuschlagen. Sie ist ein Mädchen und die soll man eigentlich nicht schlagen, aber warum? Frauen wollen Gleichberechtigung, aber sie akzeptieren solche ungeschriebenen Regeln wie diese und machen sich damit selbst zum schwächeren Geschlecht. 

Mir ist es egal, dass sie ein Mädchen ist und noch dazu offensichtlich erst im Alter zwischen 13 und 15, sie hätte einige Schläge verdient und am besten auch noch eine Umerziehung, aber ich halte mich zurück und bleibe liegen als die Tür zum Zimmer auf geht. 

"Mr. Jeon", sagt der Krankenpfleger, der eben hinein getreten ist mit einem breiten Lächeln. "Schön das Sie wach sind, wie geht es Ihnen?" Er ignoriert die gaffenden Mädchen neben mir, auf deren grimmigen Gesichtern sich jetzt ein breites Lächeln befindet und kontrolliert meine Werte am Gerät direkt neben mir.

"Beschissen", antworte ich mies gelaunt und lege mich wieder hin in der Hoffnung das dröhnen in meinem Kopf verschwindet wenn ich das tue. 

"So sehen Sie auch aus." Er lacht, sieht mir in die Augen und kontrolliert das die Infusion noch fest in meinem Arm sitzt. Ich erwidere das lachen nicht, gerade ist mir überhaupt nicht danach, stattdessen lasse ich ihn machen und hoffe das die Freundin von der gackernden Tusse gleich raus geschmissen wird, weil die Besucherzeit sich dem Ende neigt. Es ist fast zwanzig Uhr, wann darf man als Patient endlich seine Ruhe haben?

"Vielleicht muntert Sie etwas Besuch auf." Er stellt sich mit den Armen in die Hüfte gestemmt neben mein Bett, das Lächeln nach wie vor breit. Ich bezweifle, dass es überhaupt Momente gibt wo er nicht lächelt, es scheint ein Dauerzustand in seinem Gesicht zu sein. "Ihr Vater wartet seit gestern Abend vor der Tür. Er durfte kurz rein nachdem sie eingeliefert wurden um der Ärztin und den Beamten zu erzählen, was vorgefallen ist, danach musste er gehen weil die Patienten selber entscheiden, ob sie Besuch bekommen möchten oder nicht. Ich denke es schadet Ihnen nicht, er hat sich wirklich Sorgen gemacht. Soll ich ihn herein lassen oder wieder weg schicken? Er wird sicher verstehen, wenn Sie sich lieber ausruhen wollen."

Seit er meinen Vater erwähnt hat, hat mein Herz angefangen schneller zu schlagen. Ich weiß nicht, warum ihm das auf diesem Gerät nicht auffällt, aber eigentlich ist die Antwort ziemlich klar. Ich will ihn nicht sehen, nicht jetzt und auch in Zukunft nie wieder. Er hat sich keine Sorgen um mich gemacht, immerhin ist er der Grund warum ich erst hier bin. Der einzige Grund warum er hier ist, ist der, dass er Angst hat ich könnte irgendjemandem erzählen was tatsächlich vorgefallen ist. 

Wenn das hier ein Spiel wäre, wenn das hier dieses verdammte Spiel wäre in das ich geraten bin, was würde ich wählen?

Würde ich ihn wegschicken?

Oder würde ich ihn zu mir lassen?







× × × × ×

Es ist eure Entscheidung

WICHTIG:

Bitte schreibt nicht nur "Das hier" als Entscheidung, manchmal zeigt wattpad mir nicht an zu welchem Teil des Kapitels eure Kommentare gehören sondern zeigt sie nur als allgemeine Kommentare an. Am besten schreibt ihr "Ich wähle: und dann eure Wahl". Entschuldigt das ganze 💕

Wahl endet am: Donnerstag, 18. Januar um 19:15

ABSTIMMUNG BEENDET

1. ERGEBNIS:

Weg schicken (10 Stimmen)

Rein lassen (10 Stimmen)

Gleichstand, neue Wahl

NEUWAHLEN, 2. ERGEBNIS:

   Weg schicken (4 Stimmen)

Rein lassen (19 Stimmen)

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