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Jimin Pov

Sobald Yoongi die Tür aufgeschlossen hat, betreten wir auch schon seine Wohnung. Das Frühstück war wirklich unglaublich schön. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt mit jemandem zusammen so ein friedliches Frühstück hatte. Es hat sich definitiv gelohnt, so früh aufgestanden zu sein und ich bin Yoongi unglaublich dankbar dafür. Eigentlich dachte ich, dass er mich danach wieder zu Hause absetzen würde, allerdings hat er darauf bestanden, mich mit zu sich zu nehmen. Und da ich nur allzu gerne mein eigenes Zuhause meide, hatte ich absolut nichts dagegen einzuwenden.

Nachdem er mir die, dank dem Regen, durchnässte Jacke abgenommen hat, führt er mich auch schon ins Wohnzimmer. Die Wohnung hat keinen Flur, stattdessen steht man direkt in dem riesigen Raum, welches Wohnzimmer und Schlafzimmer darstellt, sobald man durch die Tür rein kommt. Am Ende des Raumes ist ein kleiner Gang, wo sich wahrscheinlich das Badezimmer und die Küche befinden, wirklich was erkennen kann ich jedoch nicht. Ich kann nur sagen, dass ich mich hier direkt unglaublich wohl fühle.

„Also, ich habe mir gedacht, dass du heute hier schläfst", teilt er mir mit, weswegen ich meinen Blick wieder auf ihn richte. „Tu ich das?", bringe ich, ein wenig skeptisch, hervor. Von ihm kommt jedoch nur ein selbstbewusstes Nicken. „Wenn du hier schläfst, musst du deinen Vater auch morgen früh nicht ertragen und Montag hast du wieder Schule. Also ist das Wochenende doch irgendwie gerettet", erklärt er mir.

Er hat recht. Ich habe meinen Vater heute nicht einmal zu Gesicht bekommen. Kein einsames Frühstück, was von einem betrunkenen Vater und irgendeiner leicht bekleideten Frau unterbrochen wurde. Diese Realisation löst einen gewissen Frieden in mir aus und tatsächlich habe ich nichts dagegen, meine Nacht auch noch hier zu verbringen. „Das klingt gut", stimme ich also doch noch zu.

Der Rest des Tages vergeht unüblicher Weise wie im Flug und ehe ich mich versehe, ist es stockdunkel draußen. Wir haben nicht einmal viel getan und dennoch waren meine Tage schon lange nicht mehr so unterhaltsam. Nicht einmal unser Treffen zu viert hat mir so viel Spaß bereitet, wie hier alleine mit ihm zu sitzen und einfach nur zu reden.

„Kann ich hier vielleicht duschen?", frage ich ihn. Zwar habe ich das heute Morgen schon, allerdings fühle ich mich nicht mehr allzu sauber, was ich größtenteils dem Regen zu verdanken habe. „Natürlich. Ich gebe dir was anderes zum anziehen", stimmt er sofort ein und steht auf, um in seinem Kleiderschrank nach etwas zum anziehen zu suchen. Letztendlich drückt er mir Handtücher, eine Jogginghose, einen Hoodie und Boxershorts in die Hand.

Es kommt oft vor, dass Taehyung und Ich unsere Anziehsachen teilen und auch, wenn ich Yoongi noch nicht allzu lange kenne, sollte es auch kein großes Problem darstellen. Zwar werden wir seine Sachen vielleicht ein wenig zu groß kommen, aber das ist nicht wirklich schlimm. Ich mag es, Sachen zu tragen, die größer sind.

Nachdem mich Yoongi ins Badezimmer geführt hat, bedanke ich mich bei ihm und schließe die Tür. Auch das Badezimmer ist relativ groß, es hat eine Dusche, als auch eine Badewanne und es ist angenehm warm. Tatsächlich erwische ich mich dabei, wie ich mich frage, wie es wohl ist, gemeinsam mit Yoongi zu baden, schnell verbanne ich diesen Gedanken jedoch und beginne mich auszuziehen.

Nach einer kurzen, aber angenehm warmen Dusche, ziehe ich Yoongis Klamotten an und wie nicht anders erwartet, kommen sie mir etwas locker. Allerdings nicht so sehr, dass es mich stören könnte.

Mein Verband hab ich komplett vergessen und da dieser nun komplett durchnässt ist, löse ich ihn von meinem Handgelenk. Yoongi hat sicherlich etwas, was er mir drum machen kann und wenn nicht, ist es auch kein Problem, da die Wunde keinerlei Probleme mehr bereitet.

Yoongi liegt mittlerweile auf seinem Bett und sobald sein Blick auf mich fällt, richtet er sich auf. „Das ging ja schnell", kommentiert er, während ich mich, wenn auch etwas zögernd, neben ihm auf dem Bett niederlasse. „Hast du vielleicht was für mein Handgelenk?", frage ich ihn und deute auf die von ihm genähte Wunde.

„Selbstverständlich. Kann ich es mir mal anschauen?" Als Antwort nicke ich bloß und halte ihm meinen Arm hin, kurz beäugt er die Wunde, nickt dann und nimmt ein Verband hervor, welchen er mir drum wickelt. „Es scheint gut zu heilen", teilt er mir mit einem zufriedenen Lächeln mit, nimmt mir dann auch das Handtuch ab, welches ich mitgenommen habe, um meine Haare zu trocknen.

Das scheint er für mich übernehmen zu wollen, da er dieses auf meinem Kopf platziert und meine Haare zu rubbeln beginnt, was mich zum kichern bringt. Sobald er fertig ist, legt er mir dieses Handtuch um meinen Nacken und richtet meine – oder eher gesagt seine – Klamotten, mustert mit dabei auch einmal intensiv, während ich bete, nicht wieder rot anzulaufen.

„Also, wie möchtest du schlafen? Die Couch ist ganz schön klein, um eine gemütliche Nacht dort verbringen zu können. Willst du mich wirklich auf der Couch aussetzen?", fragt er mich und auch diesmal kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Na ja, wir müssen diesen schönen Tag ja nicht ruinieren, indem sich jemand für die Couch opfert. Wieso schlafen wir nicht beide im Bett?", schlage ich, teilweise scherzhaft, vor.

Zu meiner Überraschung aber stimmt er tatsächlich zu. „Klar, wieso nicht", zuckt er mit den Schultern, als wäre es wirklich keine große Sache. „Oh, wirklich? Also wenn du das komisch findest, kann ich auch einfach auf der Couch schlafen", bringe ich diesmal um einiges weniger Selbstbewusst hervor.

„Auf keinen Fall. Das Bett gehört für diese Nacht uns beiden", erwidert er, was mich sowohl erleichtert, als auch nervös werden lässt. Allerdings will ich die Situation nicht unangenehm machen, weswegen ich versuche das einfach zu verdrängen. „Habe ich die Ehre und bin einer der wenigen, die hier schlafen dürfen oder nimmst du viele Frauen nach Hause?", versuche ich die Stimmung mit einem kleinen Scherz zu lockern.

„Wer sagt denn, dass ich auf Frauen stehe?", erwidert er allerdings bloß, gefolgt von einem Zwinkern, was mich verstummen lässt und mir die Sprache verschlägt. Mit so einer Antwort habe ich nicht gerechnet und das, obwohl ich mit dem Thema, vor allem wegen Taehyung, oft genug konfrontiert werde. Aber das so direkt von Yoongi zu hören... wer weiß, vielleicht scherzt er auch nur?

„Aber um ehrlich zu sein ist Jungkook neben dir der Einzige, den ich oft mit nach Hause nehme, um ihn anschließend im Bett in meinen Armen zu halten", erklärt er mir schulterzuckend. Okay, das heißt also, dass das komplett normal unter Freunden ist. Yoongi und Jungkook stehen sich ziemlich nahe, wahrscheinlich so wie Taehyung und Ich auch. Wenn nicht sogar vielleicht ein wenig vertrauter, da die beiden auf mich eher wie Geschwister wirken, als wie Freunde und der Altersunterschied trägt auch nochmal dazu bei.

Yoongi legt sich nun ins Bett, hebt anschließend die Decke an und schaut mich abwartend an. Nur zu gerne klettere ich zu ihm unter die warme Decke, während Yoongi das Licht ausschaltet. Anfangs liege ich ein wenig verkrampft da, Yoongis Nähe strahlt aber so eine angenehme Wärme aus, dass ich mich relativ schnell wieder entspanne. Es ist ungewohnt, im Bett von jemand anderem zu liegen. Erst recht, wenn die Person auch noch direkt neben einem liegt.

Überrascht halte ich die Luft an, als ich plötzlich Yoongis schweren Arm um meiner Hüfte spüre und gleich daraufhin auch seinen Oberkörper, welcher sich gegen meinen presst. „Yoongi...", bringe ich gerade noch so hervor, spüre gleich daraufhin auch schon, wie sich sein Griff lockert. „Oh, sorry. Macht der Gewohnheit, Jungkook will immer kuscheln", erklärt er mir. „Wenn es dich stört, kann ich auch aufhören."

Sofort schüttele ich den Kopf, was er im Dunkeln wahrscheinlich sowieso nicht sieht, und schmiege mich an ihn. „Nein, mach ruhig weiter." Ich meine, wenn Jungkook und Yoongi das so gut wie immer machen, muss es doch normal unter Freunden sein, richtig? Also gibt es auch keinen Grund, sich dagegen zu wehren, wenn es mir doch ganz offensichtlich gefällt.

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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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