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Jimin Pov

Noch während ich mich im Schulgebäude befinde, vibriert mein Handy wie verrückt, da ich einen Anruf bekomme, den ich natürlich sofort annehme, als ich sehe, dass es mein Onkel ist. Naja, er ist im Grunde genommen nicht mein Onkel, letztendlich ist er keineswegs mit meinem Vater verwandt, er ist nur sein bester Freund. Aber ich sehe ihn einfach als einen Onkel, er ist da seitdem ich denken kann, deshalb zählt er auch zu meiner Familie. Traurigerweise sehe ich in ihm sogar mehr Familie, als in meinem Vater.

Sobald er mir also sagt, dass er heute wieder in Korea landet und nachhause kommt, macht sich bereits eine große Freude in mir breit. In letzter Zeit ist er oftmals außer Haus, er ist vorletztes Jahr sogar für ganze sechs Monate weg gewesen, das war die längste Zeit seiner Abwesenheit und es war echt schrecklich. Insbesondere, weil es zu den ersten Malen gehörte. Mit der Zeit wurde das jedoch gängiger, deshalb habe ich mich irgendwann damit abgefunden. Natürlich ändert es nichts an meiner Freude, die aufkommt, wenn er aber wieder da ist.

Mit guter Laune und somit auch einem Grinsen auf dem Gesicht spaziere ich aus der Schule und es dauert keine zwei Sekunden, da sticht er mir bereits ins Auge und das, obwohl ich sein Gesicht nicht einmal sehen kann, da sein Blick dem Handy gilt. Er lehnt gegen sein Auto und ich kann auch nicht seine sonst so auffällig blonden Haare sehen, da er heute ein schwarzes Cap trägt und sogar die Kapuze seiner Sweaterjacke drüber, aber dennoch bin ich mir sicher, dass es Yoongi ist. Mal abgesehen davon, dass er des öfteren so lockere Klamotten trägt, ist es auch seine Haltung, die ihn sofort verrät. Und natürlich auch wieder seine unglaublich lässige Ausstrahlung, die einen schon fast umhaut.

Sobald ich ihn ansehe, löst er nämlich in mir dieses gewisse Etwas aus, ich kann nicht genau beschreiben, was es ist. Man kann einfach kaum den Blick von ihm nehmen, er hebt sich nicht besonders von anderen ab, aber irgendwie tut er es doch irgendwie. Es ist verrückt und paradox, erklären kann ich es mir auch nicht unbedingt.

„Hyung", mache ich auf mich aufmerksam, sobald ich vor ihm stehe, woraufhin er seinen Blick hebt und mich mit angehobenen Augenbrauen anschaut. „Du bist schon hier?", gibt er überrascht von sich, da ich sonst etwas länger brauche, und schiebt sein Handy auch schon in seine Hosentasche. Ich hingegen nicke leicht. „Heute habe ich mich ausnahmsweise ein wenig beeilt, damit du nicht so lange auf mich warten musst", erkläre ich lachend, woraufhin er sich vom Auto abdrückt, eine Hand hebt und sie einmal schmunzelnd durch mein Haar fahren lässt. Etwas dazu sagen tut er nicht, stattdessen deutet er mit dem Kopf aufs Auto, womit er mir signalisiert einzusteigen.

„Dann lass uns jetzt losfahren", meint er noch und möchte gerade auf die Fahrerseite gehen, um einsteigen zu können, wovon ich ihn jedoch abhalte, als ich einfach sein Handgelenk greife. „Hyung, warte", gebe ich dabei von mir. Was irgendwie dramatischer klingt, als eigentlich gewollt. Er lenkt zunächst seinen Blick auf meinen Griff, dann schaut er mir ins Gesicht. „Was ist los, Jimin?"

„Naja, es gibt irgendwie eine kleine Planänderung, also, wenn das auch für dich in Ordnung ist. Mein Onkel kommt heute wieder nachhause, sein Flieger landet sogar in einer Stunde und er hat mich eben angerufen und gefragt, ob ich ihn vielleicht vom Flughafen abholen möchte. Das würde ich echt gerne, da ich ihn schon eine ganze Weile nicht gesehen habe und es bis heute Abend kaum abwarten kann. Würdest du vielleicht mitkommen? Dann kannst du ihn auch gleich kennenlernen."

Nun lasse ich auch wieder seinen Arm los und beginne schief zu grinsen, in der Hoffnung, ihn damit schneller überzeugen zu können. Eigentlich wollten wir heute in die Stadt gehen, da ich mir unbedingt eine neue Jacke kaufen wollte, aber das kann man ja verschieben. Natürlich könnte ich auch einfach mit dem Zug zum Flughafen fahren, oder mit einem Taxi, aber mit Yoongi wäre es mir immer noch am liebsten. Umso glücklicher bin ich also, als er auf meine Frage hin nickt. „Klar, warum nicht", stimmt er zu, als wäre es selbstverständlich. „Du hast mir aber eben einen ganz schönen Schrecken eingejagt, ich dachte, dass irgendetwas in der Schule passiert ist", gesteht er mir schließend noch.

„Ach ja, was denn?", erwidere ich stirnrunzelnd, ehe ich dann doch ein Grinsen auflege. „Hast du dir etwa Sorgen um mich gemacht?", necke ich ihn und lege zusätzlich den Kopf schief. Er stellt sich mir direkt gegenüber, auch seine Hände finden ihren Weg in seine Hosentaschen. Meinem Blick bleibt er erstaunlicherweise stand, er lässt sich überhaupt nicht ärgern, stattdessen dreht er den Spieß sogar um. „Bei deiner Tollpatschigkeit bleibt mir ja auch gar nichts anderes übrig, oder?" Er verzieht keine Miene, ich kann nicht mal ein Schmunzeln auf seinen Lippen erkennen, weshalb er schon fast ernst wirkt, und im nächsten Moment ziehe ich die Augenbrauen beleidigt zusammen.

„Hyung", schmolle ich und verschränke die Arme beleidigt. „Ich bin gar nicht so tollpatschig. Wieso sagst du das?", verteidige ich mich. Nun muss er doch ein wenig schmunzeln, zuckt dann leicht mit den Schultern. „Ich ärgere dich einfach zu gerne, Jimin, weil ich es ganz schön süß finde, wie du die Unterlippe so hervorschiebst." Er hebt die Hand und tippt mit seinem Zeigefinger ganz kurz gegen meine Lippe.

Solche Aussagen und Gesten macht er gerne mal, inzwischen sollte ich mich daran gewöhnt haben, aber irgendwie machen sie mich immer noch ganz verlegen. Auch, wenn ich mir sicher bin, dass er das nicht so ernst meint und mich nur necken möchte. „Aber so schlimm ist das doch gar nicht, immerhin bin ja ich für dich da und kann dich jederzeit verarzten, nicht?", meint er nun.

Im nächsten Moment bin ich gar nicht mehr so eingeschnappt, da seine Aussage für ungewohnte, aber auch schöne Gefühle in mir sorgt. Sie ist zwar etwas scherzhaft formuliert, da ich wirklich nicht so tollpatschig bin, aber im Grunde genommen hat er recht. „Ja, das bist du", murmle ich deshalb zustimmend. In den letzten Wochen ist er einfach immer für mich da gewesen, hat sich um mich gesorgt und mich abgelenkt, weshalb ich mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kann, dass ich wirklich auf ihn zählen kann. Das wird mir im Moment auch erst so richtig bewusst. Und irgendwie ist das etwas ganz besonderes für mich.

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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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