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Jimin Pov

Eine Hand ruht hinter meinem Kopf, welche ich zusätzlich als Kissen benutze, während ich in der anderen Hand mein Handy halte und ein wenig durch die Seiten scrolle. Eigentlich ist alles, was auf meiner Seite erscheint größtenteils uninteressant, ich bin nur am Handy, um ja nicht eine Nachricht von Yoongi zu verpassen, falls er mir schreiben sollte. Wir haben in den letzten zwei Tagen nicht sonderlich viel miteinander geschrieben oder gesprochen. Er ist zurzeit ziemlich mit der Universität beschäftigt und anstatt meine Zeit wie sonst zu nutzen, mich zum Beispiel nach „der Richtigen" umzuschauen, oder auf irgendwelche Partys mit meinen Freunden zu gehen, hocke ich vor meinem Handy und warte darauf, dass er schreibt.

Klingt schon fast verzweifelt. Ist es vielleicht auch ein wenig. Deshalb habe ich mich vor einer Stunde auch dazu entschieden, zu Taehyung zu gehen. Dass ich letztendlich einfach nur auf seinem Bett liege und mich nur wieder mit meinem Handy beschäftige, realisiere ich überhaupt nicht.

„Wie findest du das Oberteil? Gut?", nehme ich die Stimme meines besten Freundes wahr, welcher seit einer gefühlten Ewigkeit vor seinem Kleiderschrank steht und die passende Kleidung für sein Date heute sucht. Ich verstehe nicht, wieso ihm sein Outfit plötzlich so wichtig ist. Mal abgesehen davon, dass er sowieso gut aussieht, hat Jungkook ihn doch ohnehin schon tausend Mal gesehen, da ist es doch umso einfacher, sich zu entscheiden. „Mhm, ist gut", murmle ich abwesend und entscheide mich dazu noch einmal auf den Chat meines Hyungs zu gehen.

Er hat meine letzte Nachricht immer noch nicht gelesen und das lässt mich innerlich seufzen. In den letzten Wochen haben wir uns so oft gesehen, fast jeden Tag, oder wir haben mindestens miteinander gesprochen oder eben geschrieben, deshalb erscheinen diese zwei Tage auch eher wie zwei Wochen, oder gar Monate. „Wirklich? Ich bin mir unsicher. Sollte ich nicht lieber das graue Oberteil anziehen", gibt Taehyung zu bedenken, doch ich schüttle nur mit dem Kopf, ohne meinen Blick auch zu heben.

„Also sollte ich echt bei dem bleiben?", legt er nach, wobei ich auch diesmal ein einfaches „Mhm", von mir gebe. Während meine Aufmerksamkeit also meinem Handy gilt, zieht Taehyung sich mit einem „Nein, das gefällt mir nicht" ein weiteres Mal um, aber mich soll es nicht stören. Wenn er sich unwohl fühlt, soll er halt etwas anderes anziehen. „Vielleicht sollte ich einfach ein Kleid von meiner Mutter anziehen, was meinst du?", höre ich ihn sagen, wobei ich weniger die Worte, sondern viel mehr seine Stimme wahrnehme. „Mhm", mache ich deshalb auch wieder.

Dass ich damit jedoch direkt in seine Falle tappe, wird mir erst bewusst, als eines seiner Kleidungstücke direkt in meinem Gesicht landet. „Man, Jimin!", ärgert er sich über mich und sobald ich das Shirt von meinen Augen nehme, schaue ich ihn auch - zugegeben etwas verwirrt - an. Er verschränkt die Arme vor der Brust und wirkt nicht besonders erfreut. „Du bist mir echt überhaupt keine Hilfe! Ich verzweifle hier regelrecht und du hörst mir nicht einmal zu, das ist echt scheiße von dir. Ich dachte echt, ich kann auf dich zählen, aber du klebst permanent an diesem verdammten Handy", beschwert er sich weiterhin. „Gott, Tae, was ist denn nur los mit dir? Zieh doch einfach irgendetwas an, wieso machst du heute so ein großes Thema daraus", sage ich nun schulterzuckend.

Statt wieder genervt zu reagieren, seufzt er und setzt sich aufs Bett, ehe er mit seinen Händen über sein Gesicht fährt. „Das ist mir heute echt wichtig, Jimin. Das mit ihm, checkst du das nicht?", erklärt er mir und lässt sich im nächsten Moment auf den Rücken fallen. Kurz betrachte ich ihn und im nächsten Moment fühle ich mich auch unglaublich schlecht, weil ich anscheinend nicht erkennen konnte, wie wichtig ihm dieses Date mit Jungkook wirklich ist. So niedergeschlagen und verzweifelt, wie er im Moment ist, habe ich ihn nämlich schon lange nicht mehr gesehen.

Also sperre ich mein Handy und lege es aufs Bett, ehe ich aufstehe und mich nun vor seinen Kleiderschrank stelle, um ihm auch der beste Freund zu sein, den er verdient. „Zieh das hier mal mit der schwarzen Hose dort an", sage ich und deute auf die Hose, welche hinter ihm auf dem Bett liegt. Überrascht öffnet er die Augen und hebt den Kopf, sodass er mich anschauen kann. „Na los, willst du da noch lange so rumliegen?", necke ich ihn, ehe ich ihm das Oberteil zuwerfe. Er nimmt es in die Hand und schaut es an, ehe er die Hose auch noch greift. „Wir suchen dir jetzt ein Outfit, in dem du so gut aussiehst, dass Jungkook aus allen Wolken fällt, wenn er dich sieht", grinse ich, was ihn auch zum Schmunzeln bringt. Was mich echt freut, denn es wird Zeit seine Laune wieder zu heben. „Dankeschön, Jimin", meint er noch, da er zu verstehen scheint, was ich ihm mit meiner kleinen Aktion sagen möchte. Meine ungeteilte Aufmerksamkeit gehört jetzt nämlich ganz ihm.

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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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