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Jimin Pov
„Er weiß von dem Date?", bringe ich aufgebracht hervor, was Taehyung nun entschuldigend grinsen lässt, was jedoch nicht lange hält, da seine Miene augenblicklich wieder ernster wird. „Tut mir echt leid, Jimin-ah, aber wie hätte ich denn auch wissen sollen, dass zwischen euch mehr läuft? Bis vor Kurzem habe ich dich für den größten Hetero gehalten", verteidigt er sich, doch das ist nicht einmal nötig. Ich bin ihm keineswegs böse, immerhin hätte es nicht einmal so weit kommen müssen. Hierbei geht es nicht nur darum, dass Yoongi von der Verabredung erfahren hat, sondern auch darum, dass ich mich nach dem Kuss überhaupt auf so etwas eingelassen habe. Letztendlich wollte ich mir ja nur selber etwas beweisen.
Ich denke den ganzen Morgen darüber nach, dass Yoongi mich im Dunkeln stehen lässt, weil er mir nicht sagt, was los ist, aber letztendlich habe ich es ja nicht besser gemacht. Wobei sein Verhalten sogar nachvollziehbar ist, meines hingegen ist bescheuert.
„Gott, jetzt ergibt auch alles einen Sinn. Das wird mir erst jetzt so richtig bewusst. Kein Wunder, dass er einfach gegangen ist, sein plötzlicher Abgang kam mir schon an dem Tag wie eine Ausrede vor. Jetzt weiß ich auch, was ihn so gestört hat", seufzt Taehyung, womit er mir jedoch keine große Hilfe ist, denn augenblicklich holt mich wieder ein ganz seltsames Gefühl ein. Ich habe ihn verletzt und das, ohne es zu wollen. Das alles hat ihn so sehr getroffen, dass er unsere Tradition gebrochen hat. „Tae, was soll ich jetzt nur tun? Ich bin so ein Idiot, verdammt."
Mein bester Freund legt einen Arm um mich und zieht mich zu sich, ehe er die andere Hand hebt und mit seiner flachen Hand einmal leicht gegen meine Stirn haut. „Das bist du tatsächlich. Es ist eine Sache, bestimmte Gefühle nicht zuzulassen. Aber das gibt dir keinen Freifahrtschein, um den anderen zu verletzen. Du hättest echt nachdenken müssen." Auf seine Worte hin macht sich nur noch größere Verzweiflung in meinem inneren breit, ich möchte den Mund öffnen, um ihm zu sagen, dass er es gerade nicht besser macht, doch er scheint zu bemerken, was ich vorhabe. Also hält er mir seinen Finger vor dem Mund. „Halt die Klappe und hör mir zu", sagt er dabei und spricht auch direkt weiter. „Der Fehler ist jetzt passiert, es geht eher darum, ihn nicht noch einmal zu wiederholen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Und wenn du dich lieber mit anderen treffen möchtest, dann solltest du vorher abklären, was das zwischen Yoongi und dir ist."
Nun nicke ich und lenke meinen Blick auf den Boden. „Eigentlich dachte ich, das mit dem Kuss würde in Vergessenheit geraten, wenn ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist, deshalb habe ich ihn auch so gemieden. Anscheinend war es aber doch nicht einfach nichts, es hat ihm wohl auch etwas bedeutet", sage ich nun und könnte mich selbst ohrfeigen, weil ich einfach nur total blöd gewesen bin. „Fuck, ich wollte nie, dass sowas passiert." Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Händen, da ich mich einfach nur über mich selbst ärgere.
Taehyung seufzt und drückt mich näher zu sich, sodass ich wieder in seinen Armen liege. In den letzten Tagen haben wir uns mehr umarmt, als in den ganzen Jahren, in denen wir uns kennen, aber es ist nicht komisch oder ungewohnt. Er ist für mich da, ich kann auf ihn zählen, das wird mir vor allem zu dieser Zeit wieder so richtig bewusst. Und dasselbe gilt natürlich auch für ihn. Sollte es ihm irgendwann nicht gut gehen, dann werde ich ihm auch da durch helfen. Das ist es, was Freunde tun und wieso man sie schätzen sollte. Es ist keine Selbstverständlichkeit.
„Was hast du jetzt vor?", fragt Tae, weshalb ich mich etwas aufrichte und die Schultern anhebe, nur, um sie wieder fallen zu lassen. „Am liebsten würde ich mich in mein Bett verkriechen und alles vergessen", gestehe ich ihm, schaue ihn dann aber an, während ich die Lippen zu einem Strich forme. „Wahrscheinlich sollte ich zu ihm gehen und mit ihm reden, nicht wahr?" Taehyung schaut mich nickend an. „Vor allem aber solltest du dich entschuldigen. Und endlich mal Klartext reden, statt vor deinen Problemen und Zweifel wegzulaufen. Und diesbezüglich habe ich dir auch schon etwas gesagt. Mach dir keine Gedanken darum, ob er ein Junge ist, das spielt wirklich keine Rolle", versichert er mir.
Natürlich ist es ungewohnt und ich merke, wie sich in mir immer noch ein Teil dagegen sträubt, aber ich versuche diesen zu ignorieren. Taehyung hat recht, wenn ich weglaufe und alles verdränge, dann helfe ich niemandem damit. „Du hast ja recht", lasse ich ihn deshalb wissen, ehe ich meinen Blick wieder hebe und ihn schließlich in eine weitere Umarmung ziehe. „Danke, Tae, ich weiß echt nicht, was ich ohne dich machen würde."
Er muss sanft lachen und erwidert die Umarmung. „Das weiß ich auch nicht. Du kannst dich echt total glücklich schätzen mich zu haben", bringt er selbstbewusst, und natürlich auch ein wenig scherzhaft, hervor, was mich nun auch lachen lässt. Ich entferne mich leicht von ihm und stoße leicht gegen seine Schulter. „Arroganter Mistkerl", grinse ich, doch er erwidert nichts mehr darauf, da meine Miene dann auch wieder etwas ernster wird. Ich seufze und nicke mir ein wenig Mut zu.
„Okay, dann werde ich mal mein Glück versuchen und zu Yoongi fahren. Hoffentlich knallt er mir die Tür nicht wieder vor der Nase zu, sobald er mich sieht."
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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon
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