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Yoongi Pov

Mein Blick fällt auf die Tüte mit dem noch warmen Essen, was auf dem Beifahrersitz ruht, auf welchem Jimin bis eben noch saß. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, nach Hause zu fahren und die Situation so auf sich beruhen zu lassen. Gleichzeitig wollte ich Jimin aber auch nicht länger nerven, da er definitiv ein wenig Zeit für sich brauchte. Ich kann es ihm nicht verübeln, dass er sauer auf mich ist. Wahrscheinlich wäre ich es ebenfalls, aber noch kann ich ihm weder den Grund dafür nennen und leider habe ich es auch nicht geschafft pünktlich zu sein, wie ich es mir eigentlich vorgenommen hatte.

Letztendlich habe ich mich also dafür entschieden uns etwas zum Essen zu holen, während Jimin sich beruhigt, bevor ich zu ihm reingehe. Es ist wahrscheinlich schon eine gute halbe Stunde vergangen, wovon ich die Hälfte wahrscheinlich im Auto gesessen und nachgedacht habe.

Ich atme noch einmal tief ein und aus, ehe ich nach der Tüte greife und aus dem Auto steige. Meine Anziehsachen und Haare sind noch ein wenig feucht, dank der Heizung im Auto bin ich aber nicht mehr so nass wie vorher. Das interessiert mich allerdings nicht einmal wirklich, ich hoffe bloß, dass Jimin sich etwas Warmes angezogen und es sich in seinem Bett gemütlich gemacht hat.

Die Tür zu Jimins Haus ist meistens nur nachts abgeschlossen, weswegen Tagsüber eigentlich so gut wie jeder rein und raus spazieren kann. Im Moment stellt sich das aber als großer Vorteil für mich raus, da mir Jimin die Tür ansonsten niemals geöffnet hätte.

Ich öffne also die Tür und mich empfängt ein dunkler Flur. Allerdings kann ich sehen, dass oben Licht brennt, was wohl Jimins Zimmer sein muss, was wiederum auch bedeutet, dass er alleine zu Hause ist. Scheint wohl so, als wäre das Schicksal soweit auf meiner Seite.

Ich begebe mich nach oben und klopfe erst einmal an, ehe ich diese öffne und eintrete. „Jimin", taste ich mich vorsichtig voran und schließe die Tür hinter mir. Erst jetzt reagiert er und setzt sich auf. Mir fällt sogleich auf, dass er immer noch seine nassen Klamotten trägt und zu gerne würde ich ihn sogleich aus seinen Anziehsachen zwingen, um etwas Trockenes und Warmes anzuziehen, aber dafür ist wohl nicht der passende Zeitpunkt.

„Was suchst du hier? Ich will dich nicht hier haben", kommt es von ihm. Autsch. Aber wahrscheinlich hab ich das verdient. „Baby", seufze ich und setze mich zu ihm auf's Bett. „Hör zu, es tut mir wirklich unglaublich leid. Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr. Ich wollte dich nicht im Regen warten lassen und es war falsch von mir, dich jedes Mal stundenlang auf mich warten zu lassen. Aber das war nicht meine Absicht und jedes Mal, wenn ich zu spät war, habe ich mich selber dafür gehasst, dich solange auf mich warten gelassen zu haben."

Ich nehme sein Gesicht zwischen meine Hände, sodass er keine andere Wahl hat, als mich anzusehen und merke sogleich, wie glasig seine Augen werden. „Ich habe zurzeit so viel um die Ohren und immer kommt irgendwas dazwischen. Aber ich verspreche dir, dass ich dem genau jetzt ein Ende setze. Ich werde nie wieder mehr auch nur eine Minute zu spät kommen und egal was kommt, du wirst immer Vorrang haben, okay? Ich verspreche es dir. Du musst mir glauben, Baby. Bitte verzeih mir."

Er schließt seine Augen für einen Moment, ehe er seine Hände auf meinen platziert und sie sanft von seinem Gesicht nimmt. „Ich will nicht mehr streiten, Yoongi. Ich verzeihe dir, aber bitte nimm mich ernst und halte dich an deine Worte", erwidert er, woraufhin ich sogleich nicke.

„Hyung", gibt er, diesmal mit zittriger Stimme, von sich. Meine volle Aufmerksamkeit ruht auf ihm und ich bin ein wenig verwirrt, als ich die Tränen in seinen Augen sehe. „Gibt es da jemand anderen?", fragt er mich und es fühlt sich so an, als würde man mir das Herz aus der Brust reißen.

Ich wusste ja, dass ihn dieses Thema belastet, aber dass er so an allem zweifelt und sich den Kopf zerbricht, hätte ich niemals gedacht und mit einem Mal tut es mir unglaublich leid, ihn so sehr verletzt zu haben. Sogleich plagen mich die Schuldgefühle und ich nehme mir vor, nie wieder solch einen Mist zu bauen.

„Triffst du dich mit jemandem?", wiederholt er seine Worte, als keine Antwort meinerseits folgt. „Was? Jimin, nein. Mach dich nicht albern", erwidere ich sogleich und ergreife seine Hände. „Du bist die wichtigste Person, in meinem Leben. Ich würde nicht einmal daran denken, etwas mit jemand anderem anzufangen. Du bist mir so unglaublich wichtig, Jiminie. Kein Mensch kann dich ersetzen und ich würde niemals so mit unserer Beziehung und deinen Gefühlen spielen. Bitte denk sowas nie wieder mehr."

Nun laufen ihm die Tränen über die Wangen und ich kann ihm die Erleichterung deutlich ansehen. „Okay", erwidert er bloß und kuschelt sich in meine Arme, vergräbt dabei sein Gesicht in meiner Halsbeuge.

Meine Arme legen sich sofort eng um seinen Körper und ich streiche ihm sanft über den Rücken. „Es wird nie wieder mehr vorkommen, ich verspreche es dir." Und das meine ich diesmal auch wirklich ernst. Lieber schade ich mir selber, statt unsere Beziehung auf's Spiel zu setzen und Jimins Gefühle zu verletzen.

„Wie wäre es, wenn wir dir erst einmal was anderes anziehen und dann was essen? Ich hab uns extra was zum Essen mitgebracht", schlage ich vor, woraufhin er mit einem Nicken zustimmt. Sobald er sich von mir löst, erhebe ich mich und verschwinde kurz im Badezimmer, um ein Handtuch zu holen. In der Zwischenzeit sucht er sich was zum anziehen raus und reicht es auch mir.

„Du bist auch nass, Hyung", sagt er, als er mir die Sachen reicht. Ich nicke leicht und nehme die Sachen entgegen, ehe ich ihm helfe sich zu trocknen und umzuziehen. Und sobald auch ich trocken und umgezogen bin, werde ich sogleich aufs Bett gedrängt.

„Ich will nur kuscheln", sagt er, während er sich an meine Brust schmiegt. „Das Essen wird kalt, Baby", erwidere ich und mache Anstalten, aufzustehen. Das lässt er aber gar nicht erst zu, da er mich sogleich wieder aufs Bett drückt und seinen Kopf auf meine Brust legt. „Das kann warten", murmelt er und da ich ihm so gut wie gar nicht widerstehen kann, versuche ich mich auch nicht länger dagegen zu wehren. Das Essen muss also doch noch einige Minuten warten.

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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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