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Never be

We'll never be as young as we are now~

Jungkook

"Hey, Kookie", raunt Taehyungs tiefe Stimme in mein Ohr. Grummelnd drehe ich mich weg und ignoriere sein amüsiertes Lachen. "Na komm schon", höre ich ihn ein weiteres Mal sagen. "Geh weg", nuschle ich müde und ziehe die Decke bis ganz zu meinem Kinn.

"Du kannst nicht den ganzen Tag pennen!", amüsiert er sich, im nächsten Moment rupft er mir die Decke auch schon weg. Brummelnd ziehe ich die Beine an und schlinge meine Arme um diese. "Steh auf", meint er leise und piekst mich in die Seite. Ich lache müde auf und schlage seinen Arm halbherzig weg. "Geh weg", wiederhole ich mit kratziger Stimme und drehe meinen Kopf, sodass ich mein Gesicht im Kissen vergrabe.

"Steh auf!" Diesmal klingt er energischer, doch ich schenke ihm noch immer nicht wirklich die Aufmerksamkeit, die er wohl gerne hätte. "Wirst du wohl auf deinen Hyung hören?", empört er sich.

Ich will mein trockenes Auflachen auf seine Worte hin unterdrücken, doch es gelingt mir eher schlecht als recht und so hört Taehyung, was ich von dem Satz halte. "Und respektlos bist du auch noch?!", fügt er deswegen fassunglos hinzu. Meine Schultern beben, während ich es schaffe, dieses Lachen immerhin still zu halten.

"Undankbarer Bengel!", höre ich Tae schnippisch sagen. Im nächsten Moment werde ich auf den Rücken gedreht und spüre ein Gewicht auf meiner Hüfte. Stöhnend reibe ich mir übers Gesicht und streiche mir die Haare aus der Stirn, bevor ich blinzelnd die Augen aufschlage und Taes Gesicht über meinem erblicke. "Guten Morgen", melde ich mich noch immer mit meiner heiseren Stimme zu Wort.

Ein schiefes Grinsen findet auf seinen Lippen Platz, als er seine Finger in mein Tank Top krallt und leicht daran zieht. "Steh auf oder ich stelle dich in die Dusche und werde das kalte Wasser anmachen", droht er. Ich glaube ihm, dass er das noch tun würde, weswegen ich seufze und nicke. 

"Wie spät ist es?", frage ich seufzend und kratze mich am Hals. "Es ist gleich halb zwölf. Wir wären schon längst wieder unterwegs, wenn wir nicht die Nacht wach geblieben wären bis halb sechs!"

Ich seufze und nicke. "Können wir nicht noch etwas hier bleiben?", frage ich anschliessend mit einem leichten Schmollmund. Taehyung lacht leise, bei meinem Anblick und kneift mir in die Wange, was dafür sorgt, dass ich seine Hand energisch wegschlage und dabei die Augen verdrehe. "Lass das", verlange ich.

"Aber ich wollte eigentlich in die nächste Stadt", meint der Ältere auf meine Worte, ohne auf meine Forderung einzugehen. "Aber es ist schön hier", rede ich auf ihn ein. Ein Lächeln umspielt seine Lippen. "Aber nicht viel anders als in Yeongdeok-gun und langsam habe ich die Hafenstädte gesehen."

"Wohin gehen wir überhaupt?", frage ich ihn neugierig. Tae streicht mir durch die Haare, als er antwortet: "Daejeon"

"Aber das ist eine hektische Stadt", murre ich leise. "Aber sie hat eine hübsche Brücke", kontert Tae. "Eine Brücke habe ich schon gesehen!", rufe ich.

"Lass uns die Sache fair entscheiden", grinst er auf einmal. Ich blicke ihn misstrauisch an. Auf welche Idee ist er nun schon wieder gekommen? Er wirkt sich seiner Sache sicher und ich erkenne sogar das Siegessichere Funkeln in seinen Augen. "Und welche Methode wäre das?", hake ich nach.

"Armdrücken", grinst er selbstgefällig. Ich lache auf und nicke. "Das nennst du fair?", frage ich ihn. Taehyung fährt sich durch die Haare und blickt auf mich hinunter. "Klar - ausser du denkst natürlich, du seist zu schwach und würdest direkt verlieren."

Ich beisse mir auf die Zunge. Er weiss genau, dass ich zu viel Stolz habe, um solch eine Herausforderung abzulehnen. Und zwar bin ich mir meiner Stärke auch immer recht sicher gewesen, aber Taehyung ist jemand, der mit seiner Statur täuscht. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass ich ihn schlagen kann, weswegen ich darauf eingehe.

"Auf keinen Fall", antworte ich auf seine Worte, "Ich mache mir eher Sorgen um dich. Denn ich würde dich sogar mit links schlagen!"

Tae lacht auf. "Wo ist dann das Problem? Auf mit dir, lass uns gleich mal versuchen", grinst er und geht  von mir runter. Ich setze mich auf, schlage die Decke zurück und begebe mich zum kleinen Tisch, den der Dunkelhaarige bereits in die Mitte des Hotelzimmers geschoben hat und davor hinkniet, mit dem rechten Arm auf der Platte abgestützt. 

"Ich hoffe, du kannst Niederlagen gut verkraften", spotte ich und lasse mich gegenüber von ihm nieder. Taehyung erwidert nichts auf meine Worte, stattdessen befeuchtet er seine Lippe und mustert mich mit schief gelegtem Kopf eingehend. Einen Moment lang, starre ich zurück, verliere mich in dem dunklen Braun seiner Augen, bis ich seine Hand bemerke und meinen Arm, genau wie er, auf der Platte abstütze. "Der erste Versuch", stellt Tae klar, "Keine Revanche, der Gewinner entscheidet, was wir machen."

"Du kannst ruhig sagen, dass ich das bin", lächle ich. Noch immer geht der Ältere auf meine Provokationen nicht ein. Stattdessen nimmt er meine Hand in seine und hält sie gut fest. Ich tue dasselbe und sehe wieder in sein Gesicht, wobei ich direkten Blickkontakt vermeide, um nicht aus der Konzentration zu kommen.

Denn, zur Hölle nochmals, seine Augen bringen mich immer durcheinander!

"Auf drei", entscheidet der Ältere mit seiner tiefen Stimme und ich nicke. "Eins, zwei... drei!"

Auf der Stelle beginne ich gegen den Widerstand seiner Hand zu drücken und es funktioniert auch erstaunlich gut. Tae gibt nach, nicht sehr schnell, aber Zentimeter um Zentimeter wandert sein Arm zur Seite. Triumphierend, wenn auch überrascht, sehe ich ihn wieder an. Er hat mir Armdrücken vorgeschlagen, selbst wenn er verliert? Das macht absolut keinen Sinn.

Als ich in seine Augen schaue, erkenne ich jedoch immer noch das Siegessichere Funkeln in ihnen. Und als ich das faszinierende Braun so betrachte, vergesse ich für einen winzigen Moment lang, dass ich hier noch nicht gewonnen habe. 

Nur für maximal eine Sekunde lang, lasse ich nach und als ob er nur darauf gewartet hätte, nutzt er mein Schwächeln. Mit der gesparten Kraft, wendet er das Blatt so schnell, dass ich gar nicht mehr reagieren kann, als meine Hand auch schon donnernd auf der Tischplatte aufkommt.

"Gewonnen", seufzt Taehyung voller Genugtuung und lässt mich los, wobei ich ihn verdattert und auch ziemlich angepisst anschaue. Ein süffisantes Lächeln ziert seine Lippen und er lehnt sich zu mir vor, wobei seine Augen mich ein weiteres Mal fesseln.

Diese verdammten Augen, die mich gerade meinen Sieg gekostet haben.

"Du solltest lernen, deine Schwächen nicht zu zeigen, sondern gut zu verstecken, Jungkook~"

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