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Trouble

Let's cause a little trouble~

Jungkook

"Hier in der Nähe hat es ein kleines Motel", meint Taehyung, der konzentriert auf seinem Handy herumtippt und gerade eine Internetseite hinunter scrollt. "Lass uns dahin", zucke ich mit den Schultern. Mir ist es relativ egal, wo wir schlafen, denn um ehrlich zu sein, bin ich so müde, dass mir auch die Rückbank des Autos recht wäre.

Er lacht leicht, auf meine Antwort. "Also gut", meint er und steckt sein Handy weg, "Vielleicht schlafen wir aus. Dann schaffst du es auch, mehr zu machen, als ein Museum zu besichtigen", fügt er hinzu, was mich die Augen verdrehen lässt.

Nach unserem Frühstück sind wir das letzte Stück nach Daegu gefahren und haben dort erstmal darüber diskutiert, was wir heute machen wollten. Taehyung wollte den nächsten Freizeitpark aufsuchen, aber ich war dagegen, denn den ganzen Tag auf Achterbahnen sein und dazu noch die Füsse wundlaufen, umgeben von Stimmengewirr, nachdem wir die ganze Nacht wach waren und ich knappe vier Stunden Schlaf hinter mir habe, hätte ich wohl nicht mitgemacht.

Er hat sich dann doch erweicht und ist mit mir in das National Museum gegangen. Es war ziemlich spannend, für mich zumindest. Taehyung konnte sich zwar auch für ein paar kleine Dinge begeistern, allerdings war er der Meinung, dass wir das nächste Mal allerhöchstens in ein Kunstmuseum gehen werden, dem ich dann Schulterzuckend zugestimmt habe. Wenn das sein Wunsch ist, können wir das auch gerne machen.

Nachdem wir also den ganzen Nachmittag in dem grossen Gebäude verbracht haben, sitzen wir nun im Auto auf dem Parkplatz vor dem Museum und besprechen, welche Bleibe für die Nacht in Frage käme.

Der Ältere stellt den Motor an und fädelt  sich geschickt in den Verkehr ein. "Brauchst du kein Navi?", frage ich plötzlich und sehe ihn von der Seite an. Taehyung schenkt mir ein verschmitztes Grinsen. "Nein", antwortet er, "Yoongi lebt hier und ich besuche ihn oft, wenn die Uni es ihm erlaubt, Zeit für Freunde und sich zu haben." 

Ich nicke als Zeichen, verstanden zu haben und sehe zum Fenster hinaus, starre die vielen Geschäfte an und sehe wie vielen Menschen. Grundsätzlich ist nicht viel anders hier, als in Busan. Der Strand fehlt und es hat mehr Menschen, aber sonst ist alles wie Zuhause. 

Die Fahrt zu dem besagten Motel dauert nicht lange. Genauer gesagt, sind wir knappe zehn Minuten unterwegs, bis Tae wieder vor einem Gebäude parkt, an dessen Frontseite grosse Buchstaben 'MOTEL' zeigen und wir gemeinsam aussteigen. Beide nehmen wir unser Gepäck von der Rückbank, der Dunkelhaarige schliesst den Wagen ab und wir begeben uns zum Eingang.

Es ist eine süsse, kleine Eingangshalle. Nicht allzu luxuriös, wie ich es von den Ferien mit meinen Eltern gewohnt bin, aber das macht mir nicht im Geringsten etwas aus. Aufgeregt mustere ich den Raum, während Tae sich zur Rezeption begibt, um uns ein Zimmer aufzutreiben.

Nachdem ich mich genug umgesehen habe, laufe ich ebenfalls zur Rezeption und stelle mich neben den Älteren, welcher in diesem Moment auch schon einen Schlüssel in die Hand gedrückt kriegt. "Danke", lächelt er den Herren hinter der Rezeption an, welcher dieses erwidert. Anschliessend nimmt er seine Tasche in die Hand und bedeutet mit einem "Komm!", ihm zu folgen.

Wir laufen zu den Treppen, in den ersten Stock, dort den Flur hinunter und schliesslich macht Tae halt vor einer Tür mit der Nummer 17. Nachdem er aufgeschlossen hat, öffnet er die Tür und macht eine einladende Handbewegung. Aufgeregt trete ich also ein und sehe mich in dem Zimmer um. Es ist nicht das grösste, aber es reicht alle mal für uns zwei.

Es hat zwei Betten, eine weiter Tür, die vermutlich zu einem Bad führt, ein Schreibtisch und einen kleinen Fernseher mit einem Sofa.

"Perfekt", lächle ich zufrieden, schmeisse die Sporttasche auf eines der Betten und lasse mich direkt danach selbst auf dieses fallen. "Ich wusste nicht, dass man dich mit so wenig schon glücklich machen kann", höre ich Taes amüsierte Stimme, sodass ich den Kopf zu ihm drehe und zusehe, wie er seine Tasche auf dem anderen Bett abstellt.

"Ist doch viel gemütlicher, als eine fünf-Sterne-Suite", zucke ich mit den Schultern. Er grinst und nickt zustimmend, während ich den Blick schon wieder abwende und dafür mein Handy und das Ladekabel hervorkrame.

Als nächstes mache ich mich auf die Suche nach einer Steckdose, finde nur keine. "Verdammt, haben die hier keine Steckdose?", murmle ich vor mich hin. "Wieso folgst du nicht dem Kabel des TVs?", spottet Taehyung neckisch von seinem Bett aus. Den Kopf schief legend mustere ich das kleine Gerät und wandere mit meinen Augen dem Kabel nach, dass schliesslich unter meinem Bett verschwindet.

Auf der Stelle lehne ich mich über die Bettkante und versuche in der Dunkelheit unter dem Bettgestell etwas zu erkennen. "Ich muss echt da runter kriechen?", seufze ich tief und höre, wie Taehyung fies lacht.

Ohne mich weiter mit ihm zu befassen, knie ich auf den Boden und starre noch einen Moment unter das Bett, bevor ich grummelnd darunter rutsche und bis zur Hälfe darunter liege. Endlich kann ich mein Ladekabel einstecken, bevor ich wieder hervor krieche und mir erst den Staub von den Kleidern klopfe, bevor ich mein Handy einstecke und es anschalte. Es dauert nicht lange und es ist an, als auch schon die ersten Nachrichten eintrudeln.

Und damit meine ich hauptsächlich die verpassten Anrufe, Mailbox-Nachrichten und SMS' meiner Eltern. Alle handeln davon, wo ich bin, wann ich wieder komme und was in mich gefahren ist. 

Kopfschüttelnd lösche ich die Mailbox-Nachrichten, ohne sie mir abzuhören. Ich werde sowieso nur meine hysterische Mum vernehmen, die zwar den von mir hinterlassenen Zettel gelesen hat, aber der ihr nicht genug ist. Und darauf kann ich getrost verzichten.

"Und? Haben sie nach dir gesucht?", fragt Taehyung und sorgt so dafür, dass ich aufsehe. Er hält sein Handy in einer Hand, sieht mich aber dennoch fragend an, wenn ich auch den Ansatz des fiesen Grinsen auf seinen Lippen erkenne.

Selbst ein breites Grinsen im Gesicht, antworte ich fröhlich: "Oh ja. Sie sind besorgt und wütend und mein Handy ist vollgestopft mit ihren Nachrichten."

Er lacht los und murmelt leise: "Tja, das passiert, wenn man Ärger baut~"

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