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Jimin

Ich bin also alleine frühstücken gewesen. Mh, was er wohl von mir denken würde, wenn er aufwachen würde. Was hatte er jetzt eigentlich? Ich glaube er hatte zusammen mit Jin so eine Art Gesprächstherapie und ich würde zu Dr.Kim gehen. Wie es ihm wohl damit ging?
Mein Weg dauerte ungefähr fünf Minuten. Vorsichtig klopfte ich an die große Holztür, welche schon ein wenig abgenutzt war da manche Patienten eben auch Agressionsprobleme hatten.
Gerade als ich mich wieder umdrehen wollte, da nichts von drinnen zu hören war, öffnete sich die Tür und ein müder, ausgelauchter Dr.Kim stand vor mir.

,, Jimin, es ist schön dich mal wiederzusehen. Bitte tritt ein.", seine leise Stimme machte mir ein wenig Angst.
Er machte mir ein Stück Platz und ich huschte durch und setzte mich auf den Stuhl vor seinem Bürotisch. Man hörte seine Schritte leise über den Teppich schweben. Kein Wunder, dass ich nichts gehört hatte.

Erschöpft fuhr er sich durchs Haar und setzte sich in seinen Sessel-artigen Stuhl. ,, Nun dann, erzähl was dir auf dem Herzen liegt.", begann er das Gespräch.

( Ji:Jimin;Dr:Dr.Kim)

Ji: Wie geht es mit Yoongi weiter? Wann wird er entlassen und am wichtigsten ist, ob man ihn denn gesund behandeln kann?

Dr: Langsam,langsam.

Ji: Tut mir leid.

Dr: Nun es ist so. Yoongi, scheint ihre Anwesenheit gut zu tun und ich bin mir sicher, dass sie gut zu seiner Heilung beigetragen haben. Dennoch gibt es Probleme. Wir haben vor, dass wenn es so weiter geht und er weiter eigentlich gute Auswirkungen zeigt, ihn in zwei bis drei Monaten zu entlassen. Gesund behandeln? Nun. Ich weiß selber nicht, ob das möglich ist, da ich so einen Fall noch nie wirklich gesehen habe. Weißt du, dass wird jetzt wahrscheinlich schwer für dich zu akzeptieren, aber wir werden versuchen aus den beiden Persönlichkeiten von ihm, eine einzige zu basteln.

Ji: Basteln? Er ist doch kein Kunststoff!

Dr: Ich meine damit, dass wir sowas noch nie zuvor gemacht haben und auch nicht wissen, ob es uns gelingen wird.

Ji: Ich verstehe. Aber.. aber versprechen sie mir, dass er es überleben wird! Ich will ihn hier abholen und er soll ein ganz normaler Junge sein. Er brauch sich eigentlich nicht ändern. Er ist doch schon mein Yoongi.

Dr: Natürlich verstehe ich dich, aber er ist eine Gefahr für andere und für seine Umwelt.

Ji: Nein! Das ist eine Lüge! Er wird nur nicht richtig verstanden! Das einzige Problem ist, dass man ihn nicht versteht. Keiner lässt sich auf ihn ein! Ich muss es doch wissen.

Dr: Jimin, reg dich nicht auf. Ich bekomme das schon hin. Du weißt doch, dass ich mich immer persönlich um ihn kümmere.

Ji: So wie das letzte mal.. mh..

Dr: Es tut mir leid, wenn er dir-

Ji: Verdammt, nein! Er hat mir nichts erzählt! Ich will es auch nicht wissen, nur tun sie ihm nicht mehr sowas an!

Dr: Ja, Jimin. Ich versuche deinem Wunsch nachzukommen ok?

Ji: Und lassen Sie ihm seine Musik. Das ist denke ich noch mit, das einzige was er hat.

Dr: Jimin.. Wir sind nicht beim Wunschkonzert. Das hier ist eine Klinik wo wir versuchen Leute zu heilen!

Ji: Verzeihung. Ich bin ihnen dankbar dafür.

Dr: Deine Entlassungspapiere sind fertig. Am Ende, also deinem letzten Tag, wirst du nochmal gemessen, gewogen und dir wird nochmal Blutabgenommen, nur damit du dich schonmal drauf einstellst.

Ji: Okay, Dr. Kim. Dann gehe ich jetzt mal. Ich muss zu der neuen Therapie.

Dr: Ahja! Das habe ich vergessen. Yoongi's Idee könnt ihr gerne umsetzen. Taeyang hat es mir erzählt und um Erlaubnis gefragt.

Ji: Oh, vielen Dank!

Dr: Aber pass auf das dort kein Unfug auf die Wand gemalt wird!

Ji: Ja, werde ich. Bis später dann.

Dr: Bis später!

Ich verließ sein Büro und schlenderte den Gang entlang zu dem Kunstraum der Psychiatrie. Das war neben dem MusikRaum, einer der liebsten Räume von mir. Es konnte dir keiner vorschreiben, was falsch und richtig war.
Unsere Gruppe saß bereits um einen großen Tisch herum. Seine Aufmerksamkeit lag direkt auf mir und er rannte in meine Arme. Er sagte nichts und war still. Die anderen sahen mich an und zuckten nur mit den Schultern.
,, Hey mein kleiner.. ", flüsterte ich leise und strich durch sein glattes Haar.

In diesem Augenblick kam auch direkt unser Kunstlehrer Dr. Wang herein.
,, So! Platz nehmen und zuhören! Wir planen nun eure Ideen für die Gestaltung der Mauer! Der Antrag wurde angenommen!", man hörte leises lachen und auf den Gesichtern bildeten sich kleine Lächeln. Auch Yoongis Gesicht trug ein Schmunzeln. Dieser Junge war mir ein Rätsel. Er nahm meine Hand und wir setzten uns nebeneinander zu den anderen. Ich legte meine Hand auf seinen Oberschenkel und strich beruhigend drüber.

,, Jimin?", ich schreckte hoch. Ich war so sehr in mein Bild, welches wir zeichnen sollten vertieft, dass ich nicht mitbekommen hatte, dass Yoongi an mein Ohr gekommen war. ,, Ich will nicht, dass du mich bald hier alleine zurück lässt."

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