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Erzähler

Es brach die Zeit des Abschieds an. Jimin packte seine Sachen zusammen. 

Jimin

Was soll das jetzt nur werden? Mit ihm? Mit mir? Ich versuchte alles zu verstauen und lies ihm zwei Longsleeves und zwei Hoodies da. Mehr besaß ich auch gar nicht. Den Rest bekam ich im Foyer, wenn ich meine Papiere bekam.
Aufgeregt ging ich vom Bad ins Zimmer zurück. Suga schlief noch und das war auch gut so. Leise schlich ich mich aus dem Zimmer um frühstücken zu gehen. Heute war ich alleine. Ich war der erste in der Cafeteria und die anderen aus meiner Gruppe hatten Schwimmtherapie. Suga durfte nicht aufgrund eines Vorfalls von damals. Auch diesen kannte ich nicht. Genauso wie die Geschichte warum er hier ist und wo seine Eltern sind beziehungsweise was mit ihnen geschehen ist.
Seuftzend sah ich mein Ei an. Zusammen mit dem Apfel und einem Toast as ich es auf und brachte mein Tablett weg.

Ein letztes mal ging ich an die Mauer. An die Mauer an der Suga's Kunstwerk war. In dem Park an dem wir am Baum gelehnt hatten. Ich würde diese Erinnerungen für immer behalten aber ich wollte nicht, dass sie meine letzten Erinnerungen an ihn blieben.
Meine Augen fingen das Fenster von mir und Suga. Der kleine Kopf von ihm erschien und man sah nur seine Augen und seine Stirn. Ich wunk ihm und er verschwand schon. Komisch. Ob er wohl jetzt runter kommt?

Ich drehte mich wieder um und lies meine Hand über die raue Mauer und die Farbe darauf fahren. Es kitzelte leicht an meinen Fingerkuppen.
,, Jimin..", hörte ich eine leise Stimme hinter mir. Ich drehte mich um. Ein weinender Yoongi stand vor mir. ,, Yoongi.. ", ich öffnete meine Arme und er rannte rein. Eigentlich ist er größer als ich aber er machte sich kleiner und versteckte seinen Kopf in meiner Halsbeuge. ,, Geh..bitte..nicht!", schluchtzte er und säumte meine Shirt mit Tränen. Sanft fuhr ich über seinen Rücken und dabei leicht über seine Wirbelsäule. ,, Ich hole dich hier raus mein kleiner.", sprach ich leise in sein Ohr. ,, Das verspreche ich dir.", er klammerte sich nur fester an mich.

Es zeriss mir das Herz ihn so zusehen. 
Wir standen noch etwas so da, bis er sich langsam beruhigte. ,, Komm lass uns hochgehen.. kleiner!",sagte ich und nahm seine Hand. Er wischte sich mit dem Handrücken über seine Wangen.
,, Ok..", beim Laufen drückte er sich dicht an mich.

Im Zimmer legten wir uns beide ins bett und kuschelten zusammen. Er hatte seinen kopf an meiner halsbeuge und ich meinen Kopf auf seinem und strich über seinen Nacken. Ich hatte nie vor ihm sein Herz zu brechen indem ich ihn verlasse. All die gemeinsame Zeit über hat er sich an mich gewöhnt. Mich in sein Leben treten lassen, mich ihn lieben lassen. Nun sollte alles vorbei sein.
,, This is not the end, this is not the end.. ,, sang ich leise in sein Ohr. Es gehörte zu seinem Abschluss Geschenk. Ich werde ihm ein Song geben. Den ich für ihn geschrieben habe. Vielleicht hört er sich ihn an. Vielleicht aber auch nicht.
Sein Körper hob sich regelmäßig, er schien zu schlafen. Während er schlief machte ich mir Gedanken über unsere Zukunft. Würde ich es wirklich schaffen ihn oder eher gesagt, seine beiden Persönlichkeiten, hier raus zu bekommen?
Es war mir enorm wichtig zu wissen, dass er hier raus kommen wird. Er verdient das Leben außerhalb dieser Mauern.

Zum Anfang würde ich studieren. Vielleicht ein Tanz- und Kunststudium, um mich dann meinem großen Traum zu widmen und später Yoongi zu mir zu holen.
Für uns werde ich alles tun, Min Yoongi/Suga.
Ich küsste seine Stirn, zog di Decke über uns und schlief mit ihm in meinen Armen ein.

Als ich aufwachte lag Yoongi nicht mehr neben mir. Sofort saß ich herade und hellwach im Bett. Zum Glück fanden meine Augen ihn auf dem Stuhl sitzend, an irgendetwas schreibend. ,, Schatz, an was schreibst du?", ohne den Blick von dem abzuwenden was er tat antwortete er mir zügig. ,, Ich schreibe einen Abschiedbrief an dich.", bei dem Wort schluckte ich. ,, Wir sehen uns wieder, Yoongi.:, flüsterte ich in den Raum.
,, Ich weiß, aber für die unbestimmte Zeit verabschieden wir uns.", seine Stimmte begann zu zittern.

Bevor er auch nur anfangen konnte zu weinen fing ich an zu singen.
Von einem Freund von mir bekam ich einmal einen Songtext zu geschickt. Das Lied heißt Fly und ich fing an es zu singen. Es funktionierte. Fasziniert sah er mich an und fing an zu strahlen und schrieb dann weiter, während ich sang. Mein Armes Baby.
Natürlich ging ich nicht ohne ihn ebenfalls etwas geschrieben zu haben, aber ich hatte es die letzten drei Tage geschrieben.
Es klopfte an der Tür. ,, Jimin! Es ist Zeit!", ohne hinein zu kommen, warf Namjoon die Wörter durch die Tür. Er hatte recht. Die Patientenentlassung musste bis um 13.00 Uhr abgeschlossen sein. Meine Unterlagen hatte mir Dr. Kim gestern persönlich vorbeigebracht. Er hatte mir nochmals versichert, dass er Yoongi heilen würde.
Ich vertraute ihm.

Mein Körper erhob sich und ich hriff zu meiner Tasche. ,, Komm Yoongi..", sagte ich und er verpackte den Brief in einem Umschlag u übergab ihn mir. ,, Erst öffnen, wenn du zu Hause bist, Jiminie!", lächelte er leicht und ich nahm ihn und steckte ihn in meine Jackeninnentasche. ,, Hier. Du kannst ihn öffnen, wann immer dir danach ist,ok?",ich küsste seine Stirn unf umarmte ihn nochmal fest. Danach nahm ich seine Hand und ging mit ihm und meiner Tasche auf den Gang. Alle sahen aus den zimmer und verabschiedeten sich von mir. Es war Tränen reich.

,, Jimin!", rief hinter mir Dr.Kim. ,, Ich werde das versprechen halten!", ich drehte mich nicht um, aber nickte. Er hatte mir versprochen auf ihn acht zu geben, ihn gut zu behandeln und ihm nicht mehr wehzutun.
Zusammen liefen wir zum Ausgang.
Ich drehte mich zu ihm. Er weinte. Ich weinte.
Ich küsste ihn intensiv aber sanft. Er hatte seine Hände an meinen Wangen und fuhr zum letzten mal über meine Haut. Dieses brennende, gute Gefühl würde ich vermissen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit ließen wir ab. ,, Bis wir uns wieder sehen!", flüsterte ich. ,, Bis wir uns wieder sehen.", sagte er und schickte mich mit einem müden, traurigen Lächeln alleine in die große Welt. Ich drehte mich nicht mehr um. Zu groß war die Angst, dass mir der Anblick das Herz und die Seele brach. Alles was ich vernahm, war ein herzzerreißender Schrei. Voller Trauer und Schmerz. Tränen liefen immer mehr, doch meine Beine trugen mich fort von der Anstalt. Zurück in die Freiheit, wo ich bald mein neues Leben mit Yoongi anfangen werde.

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