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Yoongi

Wollte er denn schon das Zimmer wechseln? Wir hatten uns doch noch gar nicht richtig kennengelernt. Ungewollt rollte mir eine Träne aus dem Auge. Sie traf auf meine Hand, welche ich vor mir an der Türklinke gefasst hielt. ,, Yoongi! Nein, ich werde nicht gehen. Wir hben lediglich darüber gesprochen wie ich.. naja.. wie ich dorthin, ins Bad, gelangt bin.", erleichtert nickte ich und setzte mich auf mein Bett. ,, Und? Wie bist du dahin gekommen?", seine Augen sahen Dr. Kim an, welcher nickte. ,, Naja ich habe geschlafwandelt. Das mache ich öfters weißt du.", verständlich nickte ich schnell.

,, Dann lass ich euch mal wieder alleine,Jungs! Wenn etwas sein sollte einfach zu mir, zu den Pflegern oder auf den Knopf vorne bei euch an der Tür drücken!", damit verließ er unser Zimmer wieder. Eine unangenehme Stille brach aus. Vielleicht wollte er ja wissen, wie er ins Bett gekommen ist. Ich musste kichern, als ich daran dachte wie ich ihn ins Bett geholfen habe und seine Sachen gewechselt hatte. Er war so ein schöner Mensch. Wie konnte man so erschöpft aussehen und doch seinen Frieden im Schlafen finden?

,, Yoongi? Kannst du mir erklären wie.. wie ich ins Bett gekommen bin und warum ich fremde Sachen anhabe?", da war sie ja. Die neugierige Frage. Ich stand auf und setzte mich auf den Stuhl auf dem davor der Doc gesessen hatte. ,, Nun als ich mich umgezogen hatte, habe ich dich im Zimmer gesucht und dann bin ich ins Bad, das halb überflutet war und habe dich schlafen sehen. Du warst ganz kalt also habe ich dich hochgehoben und dich ins Bett gebracht und dir lange warme Sachen von mir angezogen, da ich nicht in deinen Sachen im Schrank rumwühlen wollte. Ich hoffe, dass das ok für dich ist. Als ich dann das Bad habe sauber machen lassen bin ich zu Dr. Kim habe ihm alles erzählt. Er hat mich dann zu Minwoo geschickt, weil ich mich nicht beruhigen konnte..", ich musste mir die Tränen wieder verkneifen, die Bilder die ich gesehen hatte, waren schlimm, obwohl er so friedlich aussah, wenn er schlief. ,,.. und dann bin ich wieder hergekommen.", er stand auf und zog mich hoch und umarmte mich.

,, Danke Yoongi! Wer weiß was passiert wäre. Vielleicht wäre ich erfroren und gestorben. ", er umarmte mich! Natürlich erwiederte ich sofort. ,, Kein Problem,Jimin.", als er abließ war er rot im Gesicht und ich kicherte wieder. Er war schon ziemlich niedlich. ,, Weißt du was Minwoo mir erzählt hat?", das hatte ich komplett vergessen ihm zu erzählen. ,, Nein, aber du wirst es mir doch verraten, oder?". Nickend setzte ich mich neben ihn.

,, Es gibt doch seit ein paar Jahren dieses Sportfest, dass dazu dient, dass sich alle besser kennenlernen und sie für ein paar Stunden ihre Krankheit vergessen. Es geht in zwei Tagen los! Diesmal wird es so sein, dass die Teams unterteilt sind in ihre Zimmer. Das heißt wir bilden ein Team, die anderen Zimmer bilden jeweils ein Team und so weiter.", ich könnte Luftsprünge machen. Ich hoffte, dass Jimin mit mir in einem Team sein wollte, denn immer, wenn dieses Fest veranstaltet wurde fand ich keinen Partner und musste zugewiesen werden oder machte wie letztes Jahr gar nicht mit.

,, Das ist schon in zwei Tagen? Ja, klar können wir in einem Team sein!", mein Herz machte einen Sprung und ich lächelte. Doch irgendetwas in mir stimmte nicht. Etwas in mir rebellierte gegen diesen Gedanken mit ihm ein Team zu bilden. Ich versuchte nicht dran zu denken und mich auf Jimin zu konzentrieren. Wir unterhielten uns noch über verschiedene Themen und wir redeten über so ziemlich alles aber keiner von uns beiden erwähnte auch nur das Thema wie er hierhin gekommen ist. Ehrlich gesagt bin ich auch ganz froh, denn ich wollte meinen Bruder Suga auch nicht erwähnen. Es war allein seine Schuld.

Als wir dann auch fertig geduscht haben, gingen wir in die Cafeteria essen. Unsere Essenszeit für unseren Abteil lag bei 18.30 Uhr bis 19.15 Uhr. Ich wusste, dass er sich schwer mit dem essen tat, aber er nahm sich heute was und begann sogar, nach einer Weile des starrens auf sein Essen, langsam an Gabel für Gabel in seinen Mund zu nehmen und zu essen. Fasziniert sah ich ihm von der Seite aus zu. Er war wirklich äußerst schön. Nun da er auch aß, war ich glücklich, darüber, dass er Fortschritte machte, von denen er mir erst erzählt hatte. Die anderen setzten sich auch zu uns, redete aber nur wenig mit mir, was mich eigentlich ziemlich traurig stimmte, doch machte es mir nicht wirklich was aus, denn Jimin redete die ganze Zeit mir mir über die nächsten Zwei Tage und das wir trainieren sollten um zu gewinnen.

Irgendwann lächelte ich nur noch und stützte meinen Arm auf den Tisch, meinen Kopf auf meine Hand und folgte seinen Lippenbewegungen.


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