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Kapitel 20

"Jiyoon, lüg mich jetzt nicht an", sagte Namjoon. "Ist dieses Kind von mir?"

Ich blickte tränenverschmiert auf.

"Entschuldigung, Miss. Kann ich Ihnen helfen?", fragte eine Mitarbeiterin und ich sah sie hilflos an.

"Danke, aber ich bin eh hier", hatte Seokjin gesagt und ich war ihm dankbar, dass er das Reden übernahm, denn ich war viel zu schwach dafür.

"Jiyoon", erinnerte mich Namjoon. "Ist das mein Kind?"

Ich fühlte mich unter Druck gesetzt. Einerseits wollte ich ihm sagen, es wäre sein Kind. Vielleicht würde er zu mir zurückkommen. Aber dass er nur wegen des Kindes zu mir kam, und nicht meinetwillen, wollte ich nicht. Außerdem hatte ich indirekt Jungkook belogen und ihm gesagt, es wäre seine Tochter, dabei war ich mir nicht sicher. Was tat ich bloß?

"Jiyoon!", machte Namjoon und kam näher.

Seokjin stoppte ihn. "Hör auf, lass sie in Ruhe!"

"Von dir brauche ich das erst Recht nicht zu hören!", sagte Namjoon und schupste Seokjin. Beide waren sofort in Angriffs- und Verteidigungsmodus.

"Stopp", sagte ich, aber die beiden hörten nicht auf mich.

"Oppa, lass dich nicht auf das Niveau dieses Idioten hinunter", sagte die Blondine. Aber es brachte nichts. Seokjin und Namjoon gingen aufeinander los.

"STOPP!", kreischte ich.

Sie hingen sich jetzt wirklich an den Haaren und schlugen sich mit ihren Fäusten. Es war wirklich ein schrecklicher Anblick.

"Stopp...", flüsterte ich und sackte zu Boden.

"Ruhig, ruhig, auseinander!", rief ein Sicherheitsbeauftragter. Er hatte es wirklich geschafft die zwei zu trennen! "So, und jetzt raus mit euch!"

Er drückte die Zwei nach draußen und alle Supermarkt-Besucher sahen zu. Etwas war mir das unangenehm, aber das Gefühl von Seokjin getrennt zu sein, übermannte die Peinlichkeit.

"Gut gemacht, Schlampe", sagte die Blondine und stockelte Namjoon hinterher.

"Entschuldigung, Miss. Kann ich Ihnen helfen?", fragte eine Frau. Ich blickte sie an und nickte. Ich brauchte jetzt Hilfe.

Sie half mir ohne weiteres auf und ich war ihr sehr dankbar.

"Jiyoon?", fragte jemand und ich drehte mich in die Richtung der Stimme.

"Taehyung!", hauchte ich glücklich, denn mehr brachte meine Stimme nicht zusammen.

"Kennen Sie sie?", fragte die Frau Taehyung, um sicher zu gehen, dass sie mich nicht irgendjemanden überließ. Das war wirklich sehr nett und ich wusste, dass ich mich bei ihr revangieren musste.

"Ja, sie ist die Mitbewohnerin meines Freundes", erklärte Taehyung ihr und die zwei halfen mir zur nächsten Sitzgelegenheit. Die Stimmung im Supermarkt hatte sich schon beruhigt und jeder beschäftigte sich wieder mit seinen Einkäufen.

"Geht es dir gut?", fragte er mich und ich nickte, obwohl gerade mein Boss und mein Ex-Freund sich in einem Supermarkt geschlagen hatten. "Ich rufe Hoseok an."

Ich hatte nicht gemerkt, wie die Zeit verging, aber nachdem ich einen Schluck Wasser gemacht hatte, war Hoseok da.

"Was ist passiert?!", fragte er hysterisch. Die Energie, die er hatte, fehlte mir.

Ich merkte, wie Taehyung ihm einen Blick zuwarf und er nickte seinem Freund zu. Wir verabschiedeten uns von der Frau, obwohl es nur Hoseok und Taehyung waren, die sich verabschiedeten, und verließen endlich den Supermarkt.

Draußen war Seokjin nicht aufzufinden, aber dafür ein mit seiner Freundin diskutierender Namjoon. Sobald er mich erblickte, wandte er sich von ihr ab.

"Jiyoon! Es tut mir leid, aber ich muss mit dir reden. Es ist wichtig", sagte er, aber ich konnte nicht antworten. Stattdessen tat es Hoseok.

"Jiyoon kann gerade nicht reden. Sorry, Namjoon", sagte er und half mir wieder beim gehen, indem er mich an den Schultern stützte.

"Ja, dann später! Warte... woher kennst du meinen Namen?", fragte er.

Hoseok zeigte seinem Freund, dass er mit mir weitergehen solle und das tat er auch. Von dem Gespräch zwischen Hoseok und Namjoon bekam ich nichts mehr mit.

Sobald ich mich versah, lag ich auf der Bank in meiner Wohnung, umringt von Yoongi und Jungkook.

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