Chào các bạn! Truyen4U chính thức đã quay trở lại rồi đây!^^. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền Truyen4U.Com này nhé! Mãi yêu... ♥

°24

Taehyung

Kaum stoppt der Aufzug und die Türen lassen sich nach mehrmaligen drücken der Taste nicht öffnen, spüre ich, wie mir langsam warm wird. "Was soll das?", murmle ich gestresst und hämmere wieder gegen den Knopf, der die Türen öffnen sollte, doch nichts geschieht.

Scheisse.

Ich überlege gar nicht lange und schlage beinahe auf den Notfallknopf, bis ich eine weibliche Stimme wahrnehme, die sich mit dem Namen irgendeiner Firma meldet, was ich aber einfach überhöre. 

"Der verfickte Aufzug steckt fest!", blaffe ich praktisch und trete einmal heftig gegen den Stahlkasten, bevor ich tief durchatme und mir die Haare raufe. Ich darf jetzt nicht ausflippen, das wird mir nicht helfen. Die Frau sagt durch einen Lautsprecher, dass sie sich sofort darum kümmern und wir bloss warten und ruhig bleiben sollen.

Ruhig. Die hat sie ja nicht mehr alle. Ich schliesse die Augen und versuche mein rasendes Herz zu beruhigen, doch als ich wieder aufblicke und Jungkooks verwirrten Blick auf mir ignoriere, habe ich das Gefühl, die Wände des Aufzugs rücken mit einem Mal immer mehr zusammen. Mit diesem Gefühl packt mich nun auch erbarmungslos die Angst und ich schaffe es nicht mehr, ruhig zu atmen.

Stattdessen beginne ich unkontrolliert nach Luft zu schnappen, denn meine Kehle ist wie zugeschnürt. Meine Knie sind weich, mir ist schwindelig und die Übelkeit macht sich auch bemerkbar. Spätestens jetzt ist es definitiv vorbei mit mir. Ich kann nur noch die blecherne Stimme von Google Übersetzer hören, die vermutlich von Jungkooks Handy stammt, als ich auch schon auf die Knie sinke und mich flach atmend am Boden mit den Händen abstütze.

"Was ist los?"

"S-setz den Aufzug wieder in Bewegung!", befehle ich ihm bloss harsch, auch wenn ich weiss, dass das nicht in seiner Macht steht. Er ist genauso hier drinnen eingesperrt, wie ich. Da ist nur ein Unterschied: Ihm macht das noch lange nicht so viel aus, wie mir.

Je mehr Minuten verstreichen, desto panischer und hysterisch werde ich, bis ich schliesslich lauthals zu weinen beginne. "Wir werden sterben", bringe ich gerade noch hervor und lehne meine Stirn gegen den kühlen Boden. Ich zittere am ganzen Körper und ich bin mir zu hundert Prozent sicher, nicht mehr lebendig hier raus zu kommen.

Ich bin mittlerweile auch so weit, dass ich bald ohnmächtig werde, was mir in diesem Fall auch noch am liebsten ist, selbst wenn das dann noch peinlicher wird, als es schon ist. "Kl-klau-ustro-pho-bie", höre ich Jungkook auf einmal leise murmeln.

Wie Recht er doch damit hat.

Mein Herz hämmert so stark gegen meinen Brustkorb, dass es inzwischen wehtut, ich habe noch immer das Gefühl, gleich zu ersticken, das Zittern ist nur noch schlimmer geworden und auch die Tränen lassen sich nicht stoppen, genauso wie meinen hysterischen Gedanken. 

Ich wage nicht, aufzusehen, denn wenn ich es tue, werden die Wände noch näher zusammengerückt sein. Irgendwann werden sie so nahe beieinander stehen, dass sie mich zerquetschen.

"B-b-beruhi-ge d-dich", flüstert Jungkooks Stimme von irgendwoher, dann spüre ich eine warme Hand auf meinem Rücken. Ich schüttle den Kopf, schnappe stärker nach Luft und heule auf. "Wir sterben!", blaffe ich hysterisch, während ich die Hände zu Fäusten balle und meine Fingernägel sich in meine Handballen graben. Ich nehme den Schmerz nicht wahr, das einzige, was mich gerade in ihren Klauen hält, ist diese unbeschreiblich grosse, schreckliche Angst, das hier nicht zu überleben.

"We-wenn d-du n-nervö-ös b-bist wi-ird es nur n-noch s-schli-mmer", sagt er sanft und streicht mir behutsam über den Rücken. "I-ich kann nicht", weine ich verzweifelt. Wie kann ich mich denn auch beruhigen, wenn wir hier drinnen vermutlich verrecken?!

Ich will einfach nur hier raus, ich würde auch auf Knien darum flehen, ich würde alles dafür tun, ich möchte nur lebend aus diesem verfluchten Aufzug hinaus.

Ich kann mit den Dingern fahren, ja. Ich kann mich so gut beherrschen, dass ich zwar ein Kribbeln in meinem Magen dabei spüre, aber nicht ausflippe. Aber sobald das Ding stehen bleibt, ist es vorbei. Klaustrophobie ist eine scheiss Sache, soviel ist klar.

"A-atme ti-tief d-d-du-urch", weist der Jüngere mich sanft an. Keuchend versuche ich, das zutun, was er mir sagt, doch ich schaffe es nicht. Es fühlt sich weiterhin an, als würde mir jemand die Kehle immer mehr zudrücken. Mein stilles Schluchzen hat sich mittlerweile zu einem lauten Geheule entwickelt, während ich nebenbei ständig ein "Wir werden sterben", von mir gebe.

Ich versuche wirklich, nicht komplett am Rad zu drehen oder ohnmächtig zu werden, aber es fällt mir so verdammt schwer. Die Angst hat mich mittlerweile so weit, dass schwarze Punkte vor meinen Augen tanzen und wenn nicht bald etwas passiert, kriege ich entweder eine Herzattacke, oder ersticke. 

"T-taehyu-ung", sagt Jungkooks Stimme nun sanft, "K-konz-zentriere d-dich auf mi-ich o-okay?"

Ich versuche ihm zuzuhören und nicht ständig daran zu denken, dass wir hier nie wieder raus kommen. Der Jüngere redet und redet. Er stockt immer wieder, aber er erzählt einfach. Ich weiss nicht, was er damit bewirken will, vermutlich mir meine Angst zu nehmen, aber das schafft er einfach nicht. Ich komme nicht davon los, dass wir beide hier drinnen sterben, doch er schafft es, mir das Gefühl von Trost zu geben. Ich fühle mich nicht mehr so unendlich alleine und verlassen, ich spüre die Wärme seines Körpers neben mir, während seine sanfte, wenn auch stotternde Stimme in meine Ohren dringt und das laute Klingeln damit vertreibt.

"D-du sa-agtest m-mir, i-ich m-muss a-akzeptieren a-a-and-ers z-zu sein, g-genau w-w-wie d-du", höre ich ihn sagen, "I-ich da-achte, d-du w-weisst n-nicht, wi-ie schw-wer das i-ist. Da-dabei h-hast d-du e-es wo-ohl g-genau-so s-schlimm w-wie ich."

Ich erinnere mich daran. Ich sagte ihm, er muss akzeptieren, anders zu sein, denn daran ist nichts schlimmes. Ich habe mich damit abgefunden, panische Angst an engen Orten zu empfinden. Ich habe dagegen angekämpft, so oft, so lange. Wie viele Male bin ich mit einem Aufzug gefahren, dabei heulend zusammen gebrochen und dachte, ich sterbe, bis sich die Türen endlich geöffnet haben? Ich dachte, es wird nie etwas, unzählige Male habe ich es probiert, ohne Erfolg.

Ich habe nicht aufgegeben, ich wollte nicht. Mein Stolz liess nicht zu, dass ich nicht einmal in einen Aufzug steigen kann (und meine Faulheit wollte nicht immer die Treppen benutzen). Egal wie aussichtslos es war, ich habe es so lange probiert, bis ich es soweit gebracht habe, ruhig zu bleiben. 

Ich habe es geschafft, meine Angst ein Stück zu kontrollieren, doch das muss nicht heissen, dass mir diese Kontrolle mit einem solchen Zwischenfall nicht aus den Fingern gleitet.

Anscheinend ist ihm der Gesprächsstoff ausgegangen, denn nun schweigt er. Das lindert meine Angst allerdings kein Stück, vielmehr steigert es sie wieder. Einige Augenblicke später bin ich wieder ein keuchendes, flennendes Etwas, dass darum fleht, nicht zu sterben. 

Ich kriege nicht mit, wie sich der Aufzug wieder in Bewegung setzt, ich höre nicht, wie die Türen sich öffnen, ich höre nur wieder Jungkook, der laut sagt: "W-wir k-können r-au-us T-tae!"

Mein Blick hebt sich vom Boden und selbst wenn ich durch die Tränen nicht viel sehe und ich alles dreht, so kann ich trotzdem erkennen, dass die Türen tatsächlich offen sind. Ich heule laut auf, vor Erleichterung, stütze mich keuchend auf meine Hände und krieche dann nur noch aus dem Aufzug. Das Paar Schuhe bemerke ich gar nicht, die Stimme meines Lehrers dringt nur wie durch Watte zu mir, ich ignoriere sie auch komplett, denn ich spüre, wie mir der Kaffee und auch mein restliches Frühstück mit einem Mal wieder hochkommt. 

Ich krieche zur nächsten Ecke und kümmere mich nicht darum, was für eine Sauerei ich veranstalte als ich mich nur noch übergebe.

Ich höre einzelne Stimmen, verstehe aber nichts von dem, was sie sagen, selbst, das schrille Klingeln der Schulglocke realisiere ich nicht wirklich. Ich bekomme nur am Rande mit, wie mich jemand von meinem Erbrochenen wegzieht, bevor ich erschöpft zusammensacke und endlich wieder tief durchatmen kann. Ich weine immer noch, diesmal aber mehr durch Erleichterung.

Die Augen geschlossen haltend, ziehe ich die Beine eng an meine Brust und kralle mich in den Stoff eines Kleidungsstückes. Mein Kopf ist auf etwas weiches gebetet und eine Hand streicht ständig beruhigend durch meine Haare, während ich mich versuche zu beruhigen. 

Das laute Geplapper der Schüler, die in die nächste Stunde rennen, nehme ich immer weniger wahr und auch das laute, wütende: "Ha-abt i-ihr n-no-och n-nie j-je-ma-anden m-mit K-klau-stropho-obie g-gesehen? S-starrt d-doch ni-nicht so!" klingt unglaublich weit weg, bis schliesslich alles verstummt und ich gar nichts mehr wahrnehme.

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen4U.Com