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[Taehyung]
Weil ich so schnell es ging Nachhause wollte, bekamen wir für die ersten paar Tage einen Rollstuhl mit, da ich lange Strecken, wie zum Beispiel von meinem Krankenbett zum Auto, noch nicht alleine bewältigen konnte, Jungkook war dann zu schwach, um mich den ganzen Weg lang zu stützen. So war es leichter, wenn er mich einfach in einem Rollstuhl schieben würde, was ich keineswegs schlimm fand, denn auch mir fiel das einfach leichter, da ich kaum Kraft in den Beinen oder generell in meinem Körper hatte.
„Was habe ich denn alles so verpasst?", fragte ich Jungkook, welcher mit zitternden Händen am Steuer saß. Mir war schon vorhin aufgefallen, wie fertig er aussah, beinahe als hätte er die ganze Nacht lang nicht geschlafen. Und da kam es mir wieder in den Sinn. „Vergiss das. Wir müssen über etwas anderes reden, Jungkook. Das hätte ich vor zwei Monaten schon tun sollen, deswegen fühle ich mich umso schlechter, nicht für dich da gewesen zu sein."
„Was denn?", fragte er neugierig nach und schaute hin und wieder zu mir, aber ich plante, das erst Zuhause anzusprechen, da sonst die Konzentration auf den Verkehr schwinden würde. „Nun sag schon Taehyung!", meinte Jungkook also, als wir endlich zuhause ankamen und ich mich erst einmal auf das Sofa im Wohnzimmer legte, weil ich sehr müde und kaputt war, obwohl ich nicht wirklich etwas gemacht hatte.
„Warst du die ganze Zeit alleine hier? Jede Nacht und jeden Tag?", fing ich das ganze Thema an. „Nein, Jimin war manchmal hier, aber mehr auch nicht. Wieso fragst du das aber?"
„Deine Angst vor der Dunkelheit. Sie kam damals so plötzlich auf und du musst all die Zeit, die ich im Krankenhaus gelegen hatte, wohl viel Angst gehabt haben, weil du alleine warst", erklärte ich. „Vielleicht spreche ich damit ein empfindliches Thema an, aber ich bin dein Verlobter und ich möchte auch eine Lösung dagegen finden, also sei bitte ehrlich mit mir und beantworte mir diese Frage: Woher kommt diese Angst? Früher hattest du das nicht, nicht einmal als Kind, aber jetzt, wo du einundzwanzig Jahre alt geworden bist, kam in dir plötzlich eine solche Panik davor auf, dass etwas geschehen sein muss!"
Dass ich damit natürlich recht hatte, erkannte ich daran, dass der Braunhaarige sofort seinen Blick senkte und rot wurde, mich gar nicht mehr anschauen konnte und sich offensichtlich sehr unangenehm fühlte. Mir war sehr wohl bewusst, dass es kein leichtes Thema zu besprechen war, vor allem wenn etwas geschehen sein sollte, aber da ich mein ganzes Leben mit diesem Mann verbringen wollte, wollte ich auch wissen, was dafür sorgte, dass er plötzlich Angst vor der Nacht und Dunkelheit bekam, damit ich eine Lösung finden und das Problem beseitigen könnte.
„Können wir da heute nicht drüber reden? Du bist gerade erst aus dem Krankenhaus gekommen und der Arzt hat extra gesagt, dass du dich weder körperlich, noch seelisch aufregen darfst", versuchte der Jüngere sich herauszureden. Eigentlich wollte ich das nicht akzeptieren, aber so wie er gerade aussah, wollte ich es ihm nicht antun, drüber zu reden. So nickte ich leise seufzend und streckte meine Arme nach ihm aus, sodass wir letztendlich den ganzen Tag hier kuschelnd auf dem Sofa im Wohnzimmer verbrachten und fern schauten, wobei ich eher auf Jungkook hörte, der mir von der ganzen Zeit erzählte, die ich im Koma gelegen hatte.
„Du hättest mal Herr Parks Gesicht sehen sollen, als ich in die Firma kam und meinte, dass ich dein Stellvertreter bin!", erzählte der junge Mann amüsiert und lächelte dabei breit, die Müdigkeit und Trauer verging aus seinem Gesicht, es war offensichtlich, dass eine riesige Last von seinen Schultern gefallen war, damit, dass ich aufwachte. „Zwar hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte, aber Jimin und deine Sekretärin haben mir ganz viel geholfen, damit alles in Ordnung sein würde, sobald du wieder anfängst zu arbeiten. Und weißt du was? Mein Produkt kommt nächste Woche auf den Markt!"
Irgendwann konnte ich ihm nicht länger konzentriert zuhören, denn ich hatte mich in seinen Augen verfangen und küsste ihn dann einfach.
———
Ich hab so Kopfschmerzen ;-;
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