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【Chapter 14】

Als die beiden sich zusammen an einem ruhigen Ort niedergelassen hatten, dauerte es nicht lange, bis der Magen des Braunhaarigen lautstark knurrte und Taehyung deshalb aufstand und ihm versprach, mit Essen zurück zukommen.
Kook hingegen nutzte die Gunst der Stunde und schaute sich mit einem friedlichen Lächeln auf den Lippen seine Umgebung an.

Ihn beruhigte diese idyllische Umgebung und diese besänftigende Böe Wind, die sein Gesicht hin und wieder strich und durch seine Haare wehte - weit in der Ferne konnte er einen titanischen Wald in all seiner Pracht und all seiner Schönheit erkennen, darüber hinaus prallten die angenehm warmen Sonnenstrahlen auf den Körper des jungen Mannes, der dieses Gefühl immer nur als Utopie empfunden hatte.

Lächelnd betrachtete er die weißen, sporadisch angeordneten Wolken am Himmel und analysierte ihre Formen, wie sie Schatten auf das Land warfen und wie langsam sie sich bewegten. Seine Hände fanden ihren Platz auf seinem Schoß, während er sich zufrieden umschaute und sein Blick nun wieder auf das gemütliche Dorf glitt.

Er fühlte sich hier so fremd und doch empfand er einen leichten Beihauch von einem Gefühl, das ihm mitteilen wollte, dass er willkommen hier war und einer dieser Gründe war definitiv Taehyung, der sich dem Fall von Kook angenommen hatte und sich nun um diesen kümmerte - nicht, weil er es musste, aber weil er ein aufrichtiges Herz besaß.

Kook wusste, dass Menschen keine guten Wesen waren, sie waren selbstverliebt und egoistisch, würden sich nur im ihr eigenes Wohl kümmern und nicht zögern, eine andere Person für das eigene Wohlergehen zu opfern. Ihnen fehlte es oftmals an Empathie und dem Gefühl der Humanität.
Sie waren für ihre notorischen Seiten, ihre Skrupellosigkeit und dem Verlust sämtlicher zwischenmenschlicher Nuancen bekannt und diese Erkenntnis ließ den Braunhaarigen zaudern - nicht, weil diese Leute grauenhaft waren, sondern weil er selbst dazu gehörte.

Doch das atemberaubende Ambiente ließ ihn sämtliche Sorgen für diesen Moment vergessen, er fühlte sich hierbei, als würde er stolz und erhaben durch die Lüfte des königsblauen Himmels schweben.

Er konnte sich diesen malerischen Firmament für eine geschlagene Ewigkeit anschauen, aber nicht einmal den blassesten Hauch von Langeweile verspüren, einfach, weil ihn dieser Anblick so faszinierte. Dennoch mischte sich darunter auch Angst; vor dem Ungewissen und vor seinen eigenen Erinnerungen.

Er begann sich zu fragen, weshalb er den Himmel als so prachtvoll empfand und wieso er es nicht für normal ansah, wie jeder andere auch. Denn offenbar war der Himmel immer klar und die Sonne meist am Horizont, wenn nicht gerade ein starkes Unwetter die Musik machte. Denn dann bedeckten düstere, bald schon pechschwarte Wolken den Himmel und nahmen ihm seine gesamte Schönheit.

"Hey, ich bin wieder da!"
Kook war vollkommen in Gedanken versunken und bemerkte die Anwesenheit Taehyungs noch nicht mal dann, als dieser sich mit seiner Aussage bemerkbar machen wollte. Erst, als er sich neben dem Braunhaarigen niederließ, ihn antippte und dann angrinste, realisierte der Angesprochene, dass er nicht mehr länger für sich war.

"Ich hab Sushi mitgebracht, ich hoffe, dir schmeckt das", erklärte er ihm dann und nickte auf das verpackte Essen. Kook hingegen zuckte bloß ahnungslos mit den Schultern, woher sollte er das schon wissen? Er musste dem Wort von Taehyung vertrauen und einfach probieren - denn das ging ja bekanntlich übers Studieren.

"Schmeckt gut", meldete er sich dann wieder zu Wort, als er einen kleinen Teil aufgegessen hatte und verspürte einen innerlichen Drang, sofort weiterzuessen.
"Perfekt!", antwortete Taehyung dadrauf und grinste zufrieden, während er mit den Stäbchen in seiner Hand wieder etwas zu seinem Mund führte.

"Sag mal, Taehyung", meldete Kook sich erneut zu Wort und überraschte den Angesprochenen damit ein wenig, da der Braunhaarige nie öfter redete als er unbedingt musste. Verübeln konnte man ihm das nicht einmal, immerhin hatte er sein Gedächtnis verloren und fühlte sich existenzlos, dazu kam, dass er niemanden hier wirklich kannte.

Die erste Vertrauensperson war also tatsächlich Taehyung und mit diesem wollte Kook in diesem Moment auch sprechen.
Ganz Ohr nickte er dem etwas Kleineren zu und symbolisierte ihm damit, dass er seine Aufmerksamkeit für sich hatte und aussprechen sollte, was er vorhatte zu sagen oder fragen.

"Wie ist es eigentlich, wenn man hier aufgewachsen ist, Freunde hat und sich an alles erinnert?", wollte er dann aber auf einmal von Taehyung wissen, was den Größeren etwas aus dem Konzept brachte und er zunächst überlegen musste.
"Na ja, also...", fing er an, doch hielt augenblicklich wieder inne, da er sich auf die Schnelle keine Antwort erdenken konnte.

"Ich will mehr über dich erfahren", erklärte Kook dann dem Größeren, welcher aufgrund der aprupten Frage des Braunhaarigen amüsiert seufzen musste.
"Ich lebe hier schon seit ich denken kann, habe bei meinen Eltern gelebt, bis sie weg waren", fing er an zu erzählen und begann seine gedankliche Reise in die Vergangenheit.

"Warum mussten sie gehen?", hakte Kook mit einer emotionskargen Stimme nach. Er wusste nicht, was er bei Taehyung's Erzählungen empfinden sollte und deshalb beschloss er einfach, in einem ganz gewöhnlichen Alltagston nachzufragen. Taehyung seufzte und schüttelte kaum merkbar seinen Kopf.

"Sie waren für die Ruinen einer anderen Stadt zuständig - sie hatten die Aufgabe diese gottverdammten alten Höhlen zu bewachen, doch es lief darauf hinaus, dass ich meine Eltern nie mehr wieder zu Gesicht bekam!", wurde er auf einmal lauter und ballte seine Hand zur Faust, er gab den Leuten die Schuld, die unbedingt Wächter für ihre ach-so-tollen Ruinen wollten.

"Meine Eltern waren fort und ich lebte ab da dann mit meinem Bruder zusammen", fuhr er fort und machte eine kleine Pause.
"Er hatte mir vor langer Zeit etwas gegeben - einen kleinen Anhänger und ich konnte die Bedeutung dahinter zwar nicht herausfinden, dennoch war er ab diesem Tag nicht mehr da und seitdem war ich alleine"

Taehyung machte eine kleine Pause und blickte zu Kook, der neugierig der traurigen Geschichte des jungen Mannes lauschte und sich von den Pausen nicht beirren ließ.
"Ich habe mich verlassen und einsam gefühlt, aber dann kam ich zu der Wache dieses Dorfes und konnte dort meine heutigen Freunde kennenlernen."

Auf den Lippen des Schwarzhaarigen zeichnete sich ein kleines, aber dennoch glückliches Lächeln ab und das teilte Kook mit, dass diese Leute ihm offenbar eine ganze Menge bedeuteten und er sie niemals wieder hergeben würde. Er fragte sich, wie es sich anfühlte, wenn man ein solch tiefes Band mit anderen Menschen hatte.

"Bist du jetzt glücklich?", fragte Kook dann wieder und musterte den Angesprochenen ernst, der den Blick kurzerhand zu erwidern begann und dann sicher mit dem Kopf nickte.
"Ja, bin ich", war seine knappe Antwort, während er sich wieder etwas Essen in den Mund stopfte und eilig darauf rumkaute, damit er es schnell schlucken konnte.

"Da ist doch die Hauptsache, oder?", ging Kook dann auf Nummer sicher, Taehyung nickte.

"Wenn du mit etwas nicht zufrieden bist, musst du solange daran arbeiten, bis du es bist."

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irgendwelche Verbesserungsvorschläge? 🐉

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