【Chapter 56】
Als sie an der Zentrale angekommen waren, wurden sie bereits von neugierigen Blicken gemustert. Es schien fast so, als hätten sie alle bloß auf die Anwesenheit der anderen gewartet und als sie nun endlich angekommen waren, fingen sie wieder an, sich ihren ganz eigenen Aktivitäten zu widmen.
Jumgkook war vollkommen in Gedanken vertieft, zwar wusste er, dass ihn das nirgendwo hinbringen würde, doch er konnte den Strudel in seinem Kopf nicht aufhalten, ganz gleich, wie sehr er es wollte. Menschen glaubten entweder an das Schicksal oder an den Zufall, Jungkook entschied sich in dem Fall dafür, dem Schicksal seinen Glauben zu schenken. Es konnte kein Zufall sein, dass er und Taehyung sich begegnet waren, denn wenn das nicht passiert wäre, würde die Welt schon bald ihren Abgrund begrüßen.
Yoongi kam aus seinem Zimmer marschiert und begrüßte die drei mit einem kurzen Lächeln, das aber weder besonders erfreut noch glücklich wirkte und gerade so reichte, um die Begrüßung nicht allzu trocken erscheinen zu lassen.
Letzten Endes waren sie hier, um etwas wichtiges zu besprechen und nicht weil sie Kaffee trinken wollten.
"Was wolltest du uns sagen?", fragte Taehyung nun an den Kleineren gewandt und dieser seufzte, winkte daraufhin mit der Hand als Zeichen, dass sie ihm folgen sollten.
"Da wir es mit einer Gottheit zu tun haben, brauchen wir eine Kraft, die mindestens genauso stark ist, um ihn zu besiegen", fing er an zu sprechen. Zu jedermanns Überraschung, denn diesen Teil hatte sich jeder bereits gedacht und jeder von ihnen hatte sich schon den Kopf über Möglichkeiten zerbrochen, sie aber allesamt wieder verworfen.
Sie lernten, dass es sinnlos war, Sachen, die der Menschenkenntnis nicht ferner sein könnten, mit Logik bekämpfen zu wollen, also mussten sie alle Teile ihres Verstandes verwerfen um denken zu können wie der Feind.
"Wir haben die Ketten", warf Jungkook ein und Yoongi nickte kaum merklich mit dem Kopf. Mit den Ketten, deren Verbindung sie zu einem Teil entschlüsselt hatten, schafften sie es schließlich auch durch die Zeit zu reisen, also mussten sie einer der Schlüssel zur Lösung sein.
"Die Ketten alleine werden nicht reichen", warf Jiyong ein. Er hatte sein Gedächtnis im Gegensatz zu Jungkook nicht verloren und wusste daher besser als jeder andere, zu was ihre Feinde in der Lage waren. Wenn die Ketten die Lösung wären, hätten sie gar nicht erst in die Vergangenheit reisen müssen.
"Tatsächlich habe ich herausgefunden, dass diese Ketten aus demselben Material bestehen wie die Fragmente aus den Ruinen. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie sie entstanden sind oder zu welchem Zweck", erklärte Yoongi ihnen und die anderen Anwesenden nickten. Es klang logisch, Ketten mit solch einer Macht konnten keine ordinären, von Menschen geschaffenen Accessoires sein.
Taehyung verschränkte seine Arme ineinander und wippte ungeduldig auf seinen Zehenspitzen, weshalb Jungkook ihn fragend beaugte, jedoch keinen Blickkontakt zu ihm aufbauen konnte. Er war beschäftigt mit seinen eigenen Gedanken und das, was ihm seine Vision aus der Ruine zeigte, aber vielleicht war genau dieser eine, verschwiegene Fakt ein weiterer Teil der Lösung.
"Und was ist mit den Schutzgeistern? Vielleicht können sie uns helfen", warf er dann ein. Er wusste, dass der Cronos sie versiegelt hatte und somit die Pforte zerstörte, die die Welt der Menschen und die der Götter miteinander verband, aber theoretisch gesehen müsste es einen Weg geben, dieses Siegel wieder zu lösen.
"Ich weiß es nicht...", murmelte Yoongi dann und ein Schweigen brach aus. Auf herkömmliche Weise konnten sie nicht gewinnen und es war schließlich nur eine Frage der Zeit, bis sie angreifen würden.
"Und was wäre, wenn wir versuchen alle Fragmente erneut zu sammeln? Vielleicht können wir damit etwas bezwecken", warf dann Jungkook wieder ein, woraufhin direkt die Antwort von Jiyong kam. "Falls sie nicht bereits in den Händen von Cronos sind."
Da sie bei ihrem letzten Besuch in der Ruine nicht auf eines der Fragmente gestoßen waren, konnten sie auch nicht davon ausgehen, dass die anderen sich an ihrem regelmäßigen Platz befanden. Jedoch wussten sie alle, wie gefährlich Zeitreisen sein konnten. Man konnte getrennt werden oder sogar in einer Zeitschleife feststecken, davon ausgehend war es vielleicht auch möglich, dass die Fragmente sich verteilt hatten.
In diesem Fall galt es nur noch herauszufinden, wo sie sich befanden, aber dass das in einem Kampf enden könnte, war ihnen allen bewusst.
"Die Ketten sind mit den Fragmenten verbunden, also dürfte es möglich sein, sie damit ausfindig zu machen. In diesem Fall ist unser nächster Schritt klar", sprach Yoongi und nickte einmal, um seine eigene Aussage noch einmal zu bestätigen.
"Ich werde diese Information an die anderen weitergeben und danach werden wir den weiteren Verlauf planen."
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Es ist so schwer, nach 5 Monaten Inaktivität wieder in die Story reinzukommen, vor allem weil ich weiß, dass ich viel geplant hatte, aber mir so einiges entfallen ist. Ich hoffe, ich kriege es trotzdem noch einigermaßen logisch hin 😅
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