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Jungkook Pov

Die Operation ist soweit gut verlaufen, er hatte unglaubliches Glück, dass es die rechte Seite der Brust war und nicht die linke, in der sein Herz schlägt oder sein Bauchbereich, wo die Organe hätten verletzt werden können.

Die Polizei traf im Krankenhaus noch während der OP ein und befragte mich sofort nachdem ich den Saal verließ. Ich gab ihnen den Zettel und zeigte ihnen de Nachrichten, allerdings bestanden sie darauf mein Handy für die Untersuchungen mitzunehmen.

"Das ist verrückt", sagt Jimin als ich ihm die ganze Geschichte erzähle, dabei allerdings die Worte auf den Händen des jungen Mannes auslasse. Solange ich nicht selber weiß was dahinter steckt, muss es auch niemand sonst wissen, vor allem nicht Jimin, der wahrscheinlich wieder Hobby Psychologe spielen würde.

"Kann man wohl so sagen."

"Hattest du keine Angst? Das hätte auch schlimm ausgehen können."

Er sieht mich mit großen Augen an und stützt sein Kinn auf den Händen ab. Jimin scheint nicht ganz zu verstehen, dass das die Wirklichkeit ist und ich nicht gerade dabei bin ihm aus Langeweile irgendeine schlechte Grusel Geschichte zu erzählen, denn so benimmt er sich, wie ein Kind das etwas neues heraus gefunden hat.

"Jeon Jungkook?"

Erleichtert darüber Jimins Neugier nicht mehr sättigen zu müssen, drehe ich mich in die Richtung aus der die Stimme kam, die meinen Namen gerufen hat und erblicke dieselben Polizisten, die gestern bereits hier waren um mich als Zeugen zu befragen und mein Handy mitgenommen haben.

"Gut das Sie hier sind. Hat der Patient sein Bewusstsein wieder erlangt?", fragt der große und Schlanke von ihnen, während der andere seinen Blick durch das Krankenhaus schweifen lässt und so aussieht, also würde er sich nicht wirklich wohl fühlen.

"Ich war gerade dabei nach zu sehen."

"Das können wir gleich tun, wir wollen allerdings auch noch mit Ihnen sprechen."

"Mit mir?", frage ich verwirrt und befürchte bereits das schlimmste. Ich habe genug Krimi Serien gesehen um zu wissen, dass das meistens nichts gutes bedeutet. Sie verdächtigen doch nicht etwa mich?

"Wir haben versucht den Absender der Nachricht zu identifizieren, allerdings handelt es sich um ein geklautes Handy, der Besitzer hat es bereits vor zwei Monaten als gestohlen gemeldet."

Ein gestohlenes Handy? Mir wurden Nachrichten von einem Dieb über ein gestohlenes Handy geschrieben? Das ist zwar nicht so schlimm wie meine Vermutung, aber es ist auch weit entfernt von einer guten Nachricht, das beunruhigt mich nur noch mehr.

"Was den Zettel angeht, der im Besitz des Opfers war als sie ihn fanden, gibt es auch keine Neuigkeiten. Es wird schwer sein da überhaupt irgendetwas heraus zu finden. Sie haben gesagt sie kennen den jungen Mann nicht, oder?", fragt er und ich höre die Skepsis in seinem Unterton.

Natürlich, sie haben immerhin die Nachrichten gelesen, da wäre ich auch vorsichtig mir gegenüber. Trotzdem schüttle ich den Kopf.

"Ich würde gerne weiterhelfen, aber ich habe Ihnen bereits alles gesagt was ich weiß."

"Ich verstehe. Wo befindet sich der Patient? Er hatte keine Ausweispapiere dabei, deswegen konnten wir ihn noch nicht identifizieren und wir würden ihn gerne befragen, bevor wir damit anfangen. Können Sie uns die Zimmernummer nennen?"

Es klingt nicht so als hätte er irgendeinen Hintergedanken bei der ganzen Sache, aber er sieht mich an als würde er mich prüfen wollen, als beobachte er jede Rührung in meinem Gesicht und warte darauf mich bei meinen Machenschaften zu ertappen.

Obwohl mir nicht ganz wohl bei der ganzen Sache ist, teilt Jimin ihnen die Nummer mit nachdem ich eine ganze Weile nicht antworte und ich kann nicht anders als ihnen hinterher zu starren.

Die beiden wirken auf mich wie ganz normale Männer, wie zwei Polizisten eben, aber sie glauben mir nicht so recht und auch ich fühle mich nicht so gut dabei die beiden auf den jungen Mann los zu lassen.

Vielleicht hätte ich ihnen sagen sollen, was in seinen Hand innenflächen stand, vielleicht hätten sie seine Identität so leichter feststellen können, aber ich habe irgendwie das Gefühl, das würde die ganze Sache für ihn erschweren und auch wenn ich nicht weiß warum es mir so wichtig ist ihm eine Chance zu geben, beschließe ich abzuwarten und ihn zu fragen bevor ich das der Polizei sage.

"Mensch, Jungkook", ertönt wieder Jimins Stimme hinter mir und reißt mich aus dem Drama zurück in die Wirklichkeit. Ich tue so als hätte mich das alles gerade ganz kalt gelassen und gehe noch einmal die Unterlagen meiner anderen Patienten durch.

Es würde wohl nicht lange dauern, bis auch meine Kollegen von der ganzen Sache mitbekommen und mich unter Fragen begraben würden. Darauf habe ich überhaupt keine Lust und die einzige Möglichkeit dem zu entgehen, ist mich selber in die Arbeit zu stürzen, sodass sie keine Zeit finden würden um das zu tun.

"Dr. Jeon!", ruft mich jemand und ich erkenne die kratzige Stimme des großen Polizisten wieder noch bevor ich mich umdrehen.

Er bleibt vor mir stehen, sein Kollege hechtet ihm hinterher und sieht mich wütend an.

"Wo ist er?", fragt der große wieder und sieht mich mit großen Augen ungeduldig an, die Hand ruht auf der Waffe an seinem Gürtel.

Verwirrt starre ich zwischen den beiden Beamten hin und her und sehe kurz zu Jimin, der allerdings nicht viel mehr zu verstehen scheint als ich, also wende ich mich wieder ihnen zu.

"Sie haben die Zimmernummer doch bereits", sage ich verständnislos.

"Haben Sie den Patienten entlassen?", fragt er statt darauf einzugehen.

Ich schüttle den Kopf und verschränke die Arme vor der Brust während ich versuche zu verstehen was hier gerade vor sich geht.

"Wie kann es dann sein, dass sein Zimmer leer ist?"

"Was?"

Meine Stimme ist nicht mehr als ein krächzen und auch Jimin ist nicht weniger überrascht, denn ich höre wie er scharf die Luft einatmet.

"Ihr Patient ist verschwunden, Dr. Jeon!"

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