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Jungkook Pov
8 Monate später
Ich bemühe mich wirklich bei jedem meiner Patienten. Sie liegen mir zwar nicht so sehr am Herzen wie Jimin, auch wenn das hart klingen mag, aber es ist mir wichtig ihnen zu helfen, das ist nicht nur meine Pflicht als Arzt, sondern auch als Mensch.
Aber bei solchen Patienten wünsche ich mir einfach manchmal Jimin würde mit mir tauschen.
Frauen sind generell keine leichte Angelegenheit, ich denke das kann ich behaupten, aber Schwangere Frauen sind für jemanden wie mich noch ein ganzes Stück anstrengender.
Ich kann nicht Lächeln um sie zu beruhigen, das habe ich bereits so lange nicht mehr getan und ich kann ihnen nicht gut zureden, man hört aus meiner Stimme keinerlei Emotionen heraus. Aber in solchen Situationen ist es nun mal wichtig die Patienten zu beruhigen. Jede Spur von Panik oder Stress könnte ein Risiko für sie und das Baby bedeuten.
Obwohl ich mir kein Lächeln aufzwingen kann, versuche ich es einfach damit ihr ihr Problem so einfach wie möglich zu erklären.
"Bei den Schmerzen und der Schwellung der Wade handelt es sich um eine Thrombose, also dem Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel.
Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, das ganze klingt schlimmer als es ist, vor allem da Sie die Symptome früh bemerkt haben und wir deswegen schneller mit der Behandlung anfangen können.
Wir können Ihnen leider erst einmal nur eine Injektion mit Heparin geben, weil eine Operation aufgrund Ihres Zustandes nicht zu empfehlen ist. Über einen Chirurgischen Eingriff reden wir also am besten erst nach der Entbindung."
Erst nachdem ich das herunter geratter der Fakten beendet habe, bemerke ich das mein Vorhaben nicht ganz so kalt und uninteressiert zu klingen gescheitert ist. Das ist nicht meine Stärke. Das war es nie, das wird es nie. Obwohl es da durchaus eine Zeit gab, in der ich dachte, dass sich mein leben vielleicht ein wenig ändern würde, aber das ist bereits vorbei.
"Haben Sie irgendwelche Fragen?", frage ich die Patientin als ich merke in welche Richtung meine Gedanken schon wieder wandern. Die Arbeit im Krankenhaus ist nicht mehr das, was sie war. Alles hier erinnert mich an ihn.
Meine Wohnung erinnert mich an ihn. Ja, sogar die Straßen erinnern mich an ihn, verdammt.
"Nein, alles in Ordnung, Dr. Jeon."
Sie streicht sich über den Kugelrunden Bauch und lächelt als sie meinen Blick da drauf bemerkt. Es
muss schön sein jemanden zu haben, von dem man weiß, das er nicht gehen wird. Jemanden, den man liebt.
Ich schüttle mit dem Kopf und lege den Stift zurück in die Brusttasche meines Kittels.
"Falls Sie doch noch Fragen oder irgendwelche Beschwerden haben, bitte zögern Sie nicht und drücken Sie den Knopf der Fernbedienung, die neben Ihnen liegt."
Ich zeige auf das simple weiße Gerät auf ihrem Bett, welches an die Steckdose angeschlossen ist und einen Alarm vorne an den Empfang dieser Etage sendet, sollte der Stecker gezogen werden.
Sie nickt und schenkt mir noch ein letztes Lächeln. Ich nicke ihr zum Abschied zu und drehe mich gerade zum gehen um, als ich bemerke was da gerade im Fernsehen läuft.
Er war in den letzten Monaten häufig in den Nachrichten zu sehen, es wurde mehr über ihn diskutiert als über sonst irgendein Thema. Mittlerweile ist er eine Berühmtheit hier in Südkorea und wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich denken das er es genießt.
Das Lächeln, das er stets trägt wenn er vor der Kamera steht und sein selbstsicheres Auftreten kannte ich so bisher nicht. Aber das liegt vielleicht daran das es falsch ist.
Ich kenne sein Lächeln, ich weiß, dass er alles andere als selbstsicher ist, dass er mit Ängsten zu kämpfen hat und dass er definitiv nicht der Mann ist, der da auf den Bildschirmen im ganzen Land gezeigt wird.
Oder vielleicht hoffe ich einfach nur es zu wissen.
"Ist alles in Ordnung, Dr. Jeon?", fragt die Krankenschwester, dessen Name mir gerade nicht einfällt, aber ich ignoriere sie einfach und schnappe mir die Kopfhörer, die auf dem Tisch neben der Patientin liegen.
Ich drehe die Lautstärke auf bevor ich sie aufsetze und höre dann gebannt dem zu, was gerade über ihn berichtet wird.
"... und für viele ein Vorbild.
Vor einigen Monaten noch wegen mehrfachen Mordes verdächtigt ist er jetzt einer der begehrtesten Junggesellen und erfolgreichsten Jungunternehmer Südkoreas.
Nicht nur durch seinen Fall hat er Landesweite Aufmerksamkeit erlangt, sondern auch mit seinem Engagement für die Aufklärung vieler anderer ungelöster Fälle.
Es scheint fast so, als ob..."
Ich setze die Kopfhörer wieder ab und starre einfach nur das Bild an. Ich brauche niemanden, der mir etwas über ihn erzählt, ich möchte es von ihm hören und nicht von jemand anderem.
Ich möchte wissen, wie es ihm nach dem ganzen ergangen ist, woher die Videomaterialien, auf der er zur Tatzeit im Fahrstuhl eines Hotels zu sehen war und er damit entlastet wurde kommen, aber vor allem möchte ich wissen wie es ihm jetzt geht.
Leider konnte ich nein Vorhaben nicht erfüllen, ich habe den Absender der Nachrichten und denjenigen, der Taehyung das alles angetan hat nicht gefunden, aber ich gebe nicht auf.
Ich möchte herausfinden wer das war um mit dem ganzen abschließen zu können, in dem Wissen, dass Taehyung dann in Sicherheit ist.
×××××
Für die, die das oben nicht mitbekommen haben, das ganze spielt 8 Monate nach dem Besuch von Jungkook im Gefängnis 😊
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