Chào các bạn! Truyen4U chính thức đã quay trở lại rồi đây!^^. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền Truyen4U.Com này nhé! Mãi yêu... ♥

▪69▪

Taehyung Pov

Nervös starrt er durch die Gegend, trommelt mit den Fingern auf dem monströsen Schreibtisch aus Holz herum und springt schließlich auf. Obwohl er sonst immer so gut darin ist seine Gefühle vor den Patienten zu verstecken, auch vor mir, stehen sie ihm heute nur zu deutlich ins Gesicht geschrieben. Es ist, als fürchte er die Wände könnten tatsächlich Ohren haben.

Überrascht bin ich also nicht, als er sich auf den Sessel mir gegenüber fallen lässt und ihn noch näher an meinen heran schiebt. Ich muss schon gestehen, dass meine Neugier ziemlich groß ist, aber sein Verhalten weckt in mir die Vermutung, dass das hier tatsächlich keine Übertreibung ist, sondern sein purer ernst. Ist das Geheimnis, welches sein Patient mit ihm teilt wirklich so schlimm? Ich kann mir nicht vorstellen, was es sein könnte.

"Ich behandle Sie nun seit fünf, fast sechs Jahren und in all der Zeit, haben Sie mir kein einziges Mal von Ihren Gefühlen erzählt. Es scheint mir, als wären Sie einer der wenigen noch existierenden Menschen, die schweigen und ein Geheimnis bewahren können. Das werden Sie in diesem Fall auch müssen. Ich fasse es nicht, dass ich das einem Jungen sage, der mein Sohn sein könnte, aber ich vertraue Ihnen."

Er sieht mich mit großen, forschenden Augen durch seine Runde und mehr als hässliche Brille an. Es ist fast wie eine Hypnose, mit der er mich dazu bringen will zu nicken und tatsächlich tue ich das. Wie in Trance bewege ich meinen Kopf nach oben und dann nach unten. Diese Geste alleine scheint ihn, trotz dem Gerede über Vertrauen und das hüten eines wichtigen Geheimnisses, zu genügen. Er lehnt sich in seinem Sessel zurück, dieses mal ist der Blick leerer und obwohl er ohne jeden Zweifel auf mich gerichtet ist, sieht er doch nicht mich an. Er ist in Gedanken bereits wo anders.

"Mir war bereits mit 14 klar, dass ich diesen Job ausüben würde", fängt er an zu erzählen und obwohl ich nicht verstehe, warum er so anfängt, höre ich weiter zu. Wenn das jetzt eine verdammte Lebensgeschichte wird, dann muss ich mich echt beherrschen um nicht einzuschlafen. "Ich war recht gut in der Schule und später auch im Studium. Es war, als wäre dieser Beruf für mich erfunden worden. Ich konnte mir nichts besseres vorstellen, als den Menschen zu helfen, denen man oft nicht ansah wie viel Hilfe sie brauchen.

Meinen ersten Job bekam ich im Krankenhaus, wo ich meist Jugendliche mit ihren Problemen betreute. Als ich allerdings genug Geld hatte, nutze ich die Chance und wurde Selbstständig, wie Sie sehen. In all den Jahren, in denen ich mir bereits die Probleme anderer anhöre und versuche ihnen zu helfen, habe ich niemals über einen Menschen gedacht, dass er wirklich 'Krank' sei. Verstehen Sie mich nicht falsch, auch Sie sind Krank, aber das krank von dem ich spreche ist ein anderes. Die Leute nennen Menschen, deren Hirn nicht normal funktioniert oder die nichts für ihren Zustand können Krank, verrückt, aber das habe ich niemals über auch nur einen meiner Patienten gedacht.

Bis dieser Junge zu mir kam.

Ich erinnere mich noch ganz genau an unser erstes Treffen. Seine Eltern brachten ihn hierher, weil sie fürchteten er hätte den Tod seines Hundes nicht verkraftet. Für viele mag das keine große Sache sein, aber wenn man bedenkt, dass dieser Hund bereits seit seiner Geburt an seiner Seite war, muss es ihn ziemlich hart getroffen haben, das dachten seine Eltern zumindest. Aber ich merkte schnell, dass etwas nicht stimmte. Statt betrübt oder traurig zu wirken, wie seine Eltern es mir beschrieben, war dieser Junge aufgeweckt und viel zu fröhlich. Sogar seine Appetitlosigkeit schien wie verschwunden, denn all die Süßigkeiten auf meinem Schreibtisch waren in den ersten neun Minuten unseres Gespräches weg.

Seine Eltern kamen weiter zu mir, weil sie der Meinung waren unsere Treffen würden ihm helfen. Sie sagten, es sei für den Jungen, als hätte er einen Freund gefunden. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber es ist die Pflicht eines Arztes seinen Patienten zu helfen und nicht über sie zu Urteilen. Ich konnte ja schlecht sagen, dass ich ihn nicht behandeln wollte und das auch noch ohne plausiblen Grund. Alles was ich tun konnte war diesem Jungen zu zu hören und vielleicht war das mein entscheidender Fehler. Er wusste, ich konnte niemandem sagen was er mir erzählte und er nutzte das aus.

Er war 8, als man ihn das erste mal wegen seinem Hund zu mir brachte, aber erst mit 10 erzählte er mir zum ersten Mal, warum er bei mir immer gute Laune hatte. Er konnte er selber sein. Er konnte seiner ganzen Boshaftigkeit freien Lauf lassen, mir von allem erzählen was er so gerne tun würde, aber wozu er noch nicht in der Lage ist. Es fing damit an, dass er mir gestand er würde es lieben andere leiden zu sehen. Er liebte es, den Schrecken in ihren Augen zu betrachten und zu wissen, dass nur er ihn beenden kann und er liebte die Angst in ihren Schreien.

Aber was er am meisten liebte, das war das Blut, das in ihren Adern floss. Seine Lieblingsfarbe war rot, aber es war nicht irgendein rot. Er sagte, er habe es sich zur Aufgabe gemacht irgendwann das Blut zu finden, dass für ihn das perfekte rot darstellte und bis er das fand, würde er jedes andere Blut vergießen. Ein zehn jähriger Junge, der davon sprach Menschen zu töten, nicht nur weil ihm ihr Leid gefällt, sondern weil er die kranke Vorstellung hat, irgendjemand hätte das Blut in seinen Adern, das für ihn 'Perfekt' war.

Mit 12 gestand er mir, dass sein Hund nicht einfach so gestorben war, sondern das er diesen mit Rattengift vergiftet hatte. Das war der Anfang seines Wahnsinns. Er ist bereits dabei zu töten und ich kann nichts anderes tun als ihm zu hören, jedes mal wenn er mir von einem seiner neusten Opfer und seinen Fantasien erzählt. Mittlerweile ist er so alt wie du, 22 und er hat eine ganze Familie auf dem Gewissen."

Moment... Es ist generell schwer zu verstehen was mir soeben gesagt wurde, aber der letzte Teil kommt mir noch dazu merkwürdig bekannt vor. Es gab einen Fall hier in der Stadt, bei dem eine ganze Familie mit einem Schuss mitten ins Herz aufgefunden wurde und das sind nicht seine einzigen Opfer gewesen. Von jedem war der Rücken aufgeschlitzt, überall war Blut, so berichteten die Zeitungen. Wenn sein Patient derjenige war, der diese Familie auf dem Gewissen hatte, dann verstehe ich woher seine Angst und diese bedrückte Stimmung her rührt.

Er ist gezwungen einen Mörder zu decken und ich jetzt auch.

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen4U.Com