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Yoongi Pov

Der Tag, an dem Jimin bei der SOPA vortanzen kann, ist endlich gekommen. Die letzten zwei Wochen hat Jimin nichts anderes getan, als trainiert und wie es für einen guten Freund der Fall ist, habe ich ihn so gut es ging unterstützt. Dadurch, dass auch Jungkook und Taehyung sich ziemlich über Jimins Erfolg gefreut haben, ist seine Motivation auch sogleich höher gestiegen, was wirklich sehr schön anzusehen war, wenn man bedenkt, dass er mir diese Nachricht weinend, und das nicht vor Freude, mitgeteilt hat.

Anfangs habe ich nicht nachvollziehen können, wieso er so reagiert hat. Aber Jimin hat mir erzählt, dass er sich unglaublich gefreut hat, allerdings die Reaktion seines Vaters der Grund dafür war, wieso er sich letztendlich doch nicht mehr darüber freuen konnte. Seitdem habe ich ihn so gut wie gar nicht mehr nach Hause gelassen und ihn für alle Fortschritte gelobt, die er in seiner eigenen Choreographie gemacht hat. Schließlich ist es Jimins Traum und das sollte ihm niemand ruinieren. Wenn sein Vater ihn dabei nicht unterstützen kann, ist es meine Aufgabe, diese Rolle für ihn zu übernehmen.

„Ich bin so nervös", teilt Jimin mir mit, als ich das Auto auf den Parkplatz der Schule lenke. Um ehrlich zu sein bin auch ich ziemlich nervös. Dabei ist „nervös" definitiv zu untertrieben, um das Chaos in mir zu beschreiben, welches in mir herrscht. Es ist eine neue, ungewohnte Umgebung und es werden etliche, fremde Leute anwesend sein, was das Ganze nicht wirklich einfach für mich macht. Allerdings bin ich es gewohnt, mir nichts anmerken zu lassen. Jimin weiß nichts von meinen Problemen und selbst wenn er es wüsste, würde ich ihm mit so einem Verhalten keinen Gefallen tun. Wenn er nervös ist, braucht er jemandem, der ihm gut zuredet und nicht jemanden, der ihn umso nervöser macht.

„Das brauchst du nicht, Baby", sage ich, während ich den Motor abstelle und mich ihm zuwende. Ich umgreife sein Gesicht mit meinen Händen und drücke ihm einen sanften Kuss auf den Mund. „Du wirst das hinkriegen, ich glaube an dich."

Händchenhaltend betreten wir das große Gebäude und ich kann nicht verhindern, dass mein Griff um Jimins Hand ein wenig fester wird. „Woah", staunt Jimin, während er seinen Blick durch die Gegend schweifen lässt. „Ich kann nicht glauben, dass ich wirklich hier bin."

Zum Glück ist er so erstaunt von alldem, dass er keinerlei Reaktion von mir erwartet oder mich überhaupt beachtet. Somit kann ich in mich kehren und mir selber Mut zusprechen, um keiner Panikattacke zu verfallen.

„Sind Sie zum Vortanzen hier?", nehme ich eine Stimme wahr, die ich allerdings ausblende. Erst als Jimin sich wenig später mir zuwendet, liegt meine Aufmerksamkeit wieder auf ihm und der aktuellen Situation. „Ich soll mich umziehen gehen. Du kannst schon mal in den Wartebereich vor der Aula, wir sehen uns dann da."

Bevor ich überhaupt reagieren kann, hat er auch schon meine Hand losgelassen und ist mit der Frau, die ihn eben angesprochen hat, verschwunden. Ich werfe einen Blick auf den kleinen Raum, der als Wartezimmer für die Kandidaten und deren Begleiter dienen soll und mir wird sogleich mulmig zumute. Ohne Jimins Anwesenheit fühle ich mich sogar noch unwohler, was mir nicht unbedingt gefällt, da ich diese Wirkung auf Jimin haben möchte und nicht anders herum. Also beschließe ich kurz die Toilette aufzusuchen und ein wenig Mut für den heutigen Tag zu tanken.

Es dauert nicht lange, bis ich eine Toilette finde, die nicht besetzt ist. Ich stützte mich mit meinen Händen am Waschbecken ab und atme einmal tief durch, ehe ich das Wasser anschalte, um mir etwas davon ins Gesicht zu spritzen.

Während ich mein Gesicht wieder abtrockne, lege ich den Kopf in den Nacken und schließe für einen Moment die Augen. Es gibt keinen Grund, dass ich mich so verhalte. Zwar hätte ich nicht mitgehen müssen, aber das war immerhin mein eigener Wunsch. Ich wollte Jimin an diesem nervenaufreibenden Tag unterstützen und für ihn da sein. Und meine Angst wird das auf keinen Fall ruinieren. Nicht jetzt, nicht heute. Dieser Tag soll schön für Jimin werden und auch ich will ihn als einen erfolgreichen Tag in Erinnerungen haben. Demnach muss ich mich zusammenreißen, nur für heute; Jimin zuliebe.

Fest entschlossen davon, dass ich das kann, verlasse ich die Toilette und steuere das Wartezimmer an. Zu meiner Überraschung wartet Jimin bereits auf mich und kommt sogleich auf mich zu, sobald er mich entdeckt. „Ich hab dich gesucht", kommt es von ihm. „Sorry, ich musste nur kurz auf die Toilette."

„Alsooo, ich habe eine Nummer bekommen und wir müssen jetzt warten, bis sie aufgerufen wird. Dann darf ich vortanzen und wir können unsere Zeit danach nutzen, um was in der Cafeteria oder hier in der Nähe zu essen, bis der Rest fertig ist. Dann kommen nämlich schon die Ergebnisse, wer angenommen wird und wer nicht", beginnt er mir euphorisch zu erklären.

„Klingt gut", bringe hervor und zwinge mich zu einem Lächeln. Ich umgreife seine Taille fest und drücke ihm einen weiteren Kuss auf. „Bist du noch nervös?", vergewissere ich mich, da er zum Glück nicht mehr so nervös aussieht, wie es im Auto der Fall war. „Nicht mehr so. Ich glaube das kommt alles erst wieder, kurz bevor ich dran bin."

Mit einem breiten Grinsen schaut er mich an, ehe er sein Gesicht quietschend an meiner Brust vergräbt. „Oh Gott, ich freue mich so. Ich hoffe wirklich, dass das was wird. Es wäre eine so große Chance für mich."

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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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