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Yoongi Pov
Tatsächlich habe auch ich mich bereits den ganzen Tag auf Jimins Vortanzen gefreut. Diesmal sind es auch ganz andere Verhältnisse, im Studio werden nur der Tanzlehrer und Jimin sein, weswegen das kein großes Problem für mich darstellen sollte. Außerdem kann ich ihm diesmal auch beim tanzen zusehen, statt, unwissend was drinnen grad los ist, draußen warten zu müssen.
Allerdings habe ich mit dem mir, mehr als nur bekannten Gesicht, nicht gerechnet. Nicht, als Jimin mir den Namen des Studios genannt hat und auch hab ich mir nichts gedacht, als Jimin mir den Namen des Lehrers genannt hat, der mir ziemlich vertraut vorkam.
Bevor ich die Situation überhaupt auf mich wirken lassen kann, läuft Hoseok aber auch schon auf mich zu und zieht mich in eine kurze Umarmung. „Hoseok-ah", komme dann auch ich zu Wort. „Oh Gott, wie lange ist es her?", schüttele ich den Kopf und kann mir ein grinsen nicht verkneifen.
„Eine Ewigkeit! Oh mein Gott, sieh dich an!", kommt auch er nicht mehr aus dem Staunen heraus. Und er kann auch nicht verhindern, mich ein weiteres Mal in seine Arme zu ziehen und fest zu drücken. „Hast du mich so sehr vermisst?", stelle ich lachend in Frage, erwidere seine Umarmung aber selbstverständlich, da auch ich ihn ziemlich vermisst habe, was mir erst jetzt so richtig bewusst wird.
„Und wie. Ich weiß gar nicht, wie ich es solange ausgehalten habe. Wieso hast du dich nie gemeldet?", fragt er mich, was eher wie ein Vorwurf klingt. Darauf antworten kann ich jedoch gar nicht, da sich nun Jimin bemerkbar macht, den ich in der ganzen Aufregung komplett vergessen habe. „Ihr kennt euch?", fragt er, sieht dabei ein wenig überrascht und verwirrt zugleich aus.
„Oh, sorry", kommt es von mir, als ich merke, dass wir ihn gar nicht beachtet haben. „Hoseok ist ein alter Freund von mir, wir waren damals auf derselben Schule", erkläre ich ihm, woraufhin Hoseok stolz nickt. „Was ein erfreulicher Zufall, nicht?"
Hoseok und Ich waren damals beste Freunde und hatten unsere eigene kleine Gruppe, inklusive einer weiteren Person, Kim Namjoon, mit der wir unsere Schulzeit überstanden haben. Zwar haben wir geplant nach unserem Abschluss den Kontakt aufrecht zu erhalten, aber das ging nur solange gut, bis wir angefangen haben uns voneinander zu distanzieren, weil jeder seine eigenen Wege gegangen ist. Und da Hoseok einen Platz als Tänzer bekommen hat, musste er irgendwann auch umziehen und so war der Kontakt dann auch endgültig vorbei. Und auch von Namjoon habe ich irgendwann nichts mehr gehört und bis heute weiß ich nicht, wohin sein Weg ihn geführt hat oder ob die beiden noch Kontakt haben, was ich ihn definitiv Mal fragen muss.
„Wer hätte gedacht, dass du deinen Kindheitstraum irgendwann wirklich erfüllst", gebe ich erstaunt von mir, stolz darüber, dass er seinen Weg gegangen ist und nicht enttäuscht wurde. Etwas, was ich auch Jimin wünsche. „Deswegen ist es mir auch so wichtig, anderen eine Chance zu geben." Mit diesen Worten richtet er sich nun Jimin zu. „Die SOPA ist ziemlich streng und so etwas wie eine zweite Chance gibt es da nicht, aber dafür bin ich ja jetzt da. Wollen wir anfangen?"
Anfangs sieht Jimin noch ziemlich überrumpelt aus, aber sobald ich mich zurück ziehe und mich auf eine der Bänke setze, damit die beiden sich erst richtig kennen lernen und mit dem Tanzen beginnen können, wird auch er lockerer. Und wenig später sehe ich auch wieder einen strahlenden, hoffnungsvollen Tänzer, dem ich stundenlang nur beim Tanzen zusehen könnte. Er strahlt genau das aus, was auch Hoseok damals ausgestrahlt hat und die Hoffnung in seinen Augen ist genau das, wieso ich Hoseok so gerne beim Tanzen zugesehen habe.
Er hat geliebt, was er tut und er hat erfolgreich seine Zukunft darauf aufgebaut. Ich bin ihm mehr, als nur dankbar, dass er diese Chance nun auch Jimin gibt. In ihm sehe ich nämlich das Potenzial, was auch Hoseok immer hatte. Auch, wenn ich nicht viel Erfahrung beim Tanzen habe und es nicht so gut einschätzen kann, wie professionelle Tänzer.
Nach ungefähr zwei ganzen Stunden lässt sich Jimin erschöpft auf dem Boden nieder. „Ich habe mich nicht in dir getäuscht, Park Jimin", lobt ihn Hobi und reicht ihm eine Wasserflasche. „Deine Choreographie ist gut, aber ausbaufähig. Wie wäre es, wenn du immer mal wieder vorbei schaust, damit wir sie ein wenig ausschmücken und dich fit für's Vortanzen machen können?"
„Danke, Hyung. Was hätte ich nur ohne dich gemacht?", erwidert Jimin daraufhin, was Hobi jedoch nur geschmeichelt abwinkt. Ich persönlich habe mich in den zwei Stunden kein Stück gelangweilt, ganz im Gegenteil. Es war angenehm anzusehen, wie sich die beiden in den zwei Stunden soweit angefreundet haben, dass es schon wirkt, als würden sie sich seit Jahren kennen. Und auch, wenn ich es äußerlich nicht unbedingt zeige, freut es mich, Hoseok wieder gesehen zu haben und es wäre wahrscheinlich dumm, nicht darauf zu bestehen, ihn auch mal privat zu treffen.
Als ich sehe, dass Jimin auf mich zuläuft, ergreife ich seine Hand und ziehe ihn sanft auf meinen Schoß. „Geht's dir gut?", erkundige ich mich bei ihm. „Sehr", bestätigt er mir mit einem Nicken. Mit einem zufriedenen Lächeln drücke ich ihm einen sanften Kuss auf, welchen er sogleich erwidert.
„Oh", mischt sich Hobi ein, der direkt vor uns beiden auf dem Boden Platz nimmt. Er war schon damals eine ziemlich offene Person, die keinerlei Scham empfunden hat und da ich eher die ruhigere Person unter uns war, habe ich das sehr zu schätzen gewusst. „Ihr seid ein Paar?", hakt er grinsend nach, scheint sich an dem Anblick zu erfreuen.
„Ich dachte mir schon, dass du nicht einfach nur irgendein „Hyung" bist, Yoongi", zwinkert er mir zu, sorgt dafür, dass Jimin sein Gesicht peinlich berührt an meinem Hals vergräbt. Ich hingegen kann darüber nur lachen. Schon damals waren wir beide ziemlich offen über unsere Sexualität gewesen, weswegen es ihn wohl weniger überraschen sollte, dass ich einen Freund habe.
„Hey, hast du eigentlich noch Kontakt zu Namjoon?", frage ich ihn ein wenig später. Seine Miene verändert sich bei Namjoons Namen sofort und es ist schwer zu übersehen, dass sich seine Wangen ein wenig rosa färben, was mich überrascht, allerdings schenke ich dem erst einmal keine große Überraschung.
„Ja", nickt er. „Anfangs hatten wir auch nicht mehr wirklich viel Kontakt, irgendwann haben uns unsere Wege aber wieder zueinander geführt und seitdem sind wir unzertrennlich", erklärt er mir, was mich wirklich glücklich macht. „Aber es war schwer zu leugnen, dass ein Teil immer gefehlt hat. Es wäre schön, wenn wir drei wieder was unternehmen könnten... wie in guten alten Zeiten." Mit diesen Worten richtet er seinen Blick wieder auf Jimin. „Und du kannst selbstverständlich auch mitkommen. Namjoon wird dich lieben, das weiß ich jetzt schon."
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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon
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