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Jimin Pov
Sobald ich auf der Bühne stehe, verbeuge ich mich höflicherweise einmal vor der Jury, welche im Übrigen aus ganz anderen Leuten besteht, als letztens. Darüber bin ich nur mehr als froh, so stehe ich quasi ganz am Anfang, womit sie einen richtigen ersten Eindruck von mir kriegen können. Zudem erscheint es mir nur mehr als fair, dass Hoseok nicht in der Jury sitzt. In den letzten zwei Wochen haben wir sehr aktiv miteinander an meiner Choreografie gearbeitet. Er hat mir Tipps gegeben und mir die Angst genommen, sodass ich um einiges sicherer werden konnte. Wir sind uns in den zwei Wochen deutlich nähergekommen, auch, wenn wir von Anfang an recht locker miteinander umgegangen sind. Inzwischen würde ich ihn sogar als einen Freund, meinen Hyung, bezeichnen.
Da würde es mir einfach nicht richtig vorkommen, wenn er bei der Bewertung seine Finger im Spiel hätte. Ich möchte immerhin wegen meiner Leistung weiterkommen und es wäre nicht besonders schön, wenn Hoseok mir quasi einen Bonus erteilen würde. Zudem hat er ein ganzes Stück beigetragen, um die Choreografie auszuschmücken. Dass er jedoch heute im Raum steht und von der Seite aus zusieht, hilft mir ein ganzes Stück. Genauso, wie die Tatsache, dass auch Yoongi wieder dabei ist. Leider konnte er nicht mit hinein, aber ich weiß, er ist draußen und für mich da, das allein zählt.
Ich schließe die Augen und atme noch einmal tief durch und als ich leicht nicke; somit ein Zeichen gebe, dass es losgehen kann, beginnt auch schon die Musik. Und sobald mein Einsatz ist, beginne ich auch damit mich genau so, wie wir es in den letzten Tagen tausend Mal geübt haben, zur Musik zu bewegen. Und ich fühle mich einfach nur hervorragend. Die Augen der Jury sind auf mich gerichtet, aber es schüchtert mich nicht ein, nein, ganz im Gegenteil sogar. In gewisser Weise genieße ich die Aufmerksamkeit, möchte zeigen, was ich drauf habe und zum Ausdruck bringen, wie sehr ich das Tanzen liebe und wie viel es mir bedeutet.
Auf meinen Lippen bildet sich ein Lächeln, während ich voller Leidenschaft und gefühlt einer Million Schmetterlingen in meinem Bauch, somit tausend Glücksgefühlen, weitermache. Keine Fehler und keine Angst, etwas falsch zu machen. Es läuft alles genauso, wie es laufen soll und als die Musik ihr Ende findet, falle ich schweratmend auf meine Knie - was zur Choreo gehört - und blicke nach oben. Einige Sekunden nutze ich also, um meine Atmung regeln zu können, dann blicke ich wieder nach vorne und stehe zusätzlich auf, sehe die Jury an, welche bereits fleißig am Notieren ist.
Kurz werfe ich einen Blick zu Hoseok, welcher breit grinst und beide Daumen hochhält, was auch mich unfassbar glücklich macht, ehe ich mich wieder der Jury widme. Sie nicken mir zu, was für mich bedeutet, dass ich fürs Erste hinauskann. Eine Frau mit kurzen, offenen Haaren lächelt mir sogar kurz zu, nachdem ich mich verbeuge und dann eile ich auch schon aus dem Raum.
Ganz egal, wie es heute ausgehen wird, ich bin einfach nur unfassbar stolz auf mich. Ich habe gekämpft, an mir gearbeitet und heute alles so ausgeführt, wie ich es wollte. Somit habe ich mein Allerbestes gegeben und sollte das nicht ausreichen, dann werde ich eben weiterhin an mir arbeiten. Weil ich meinen Traum nicht aufgeben möchte. Ich werde auch weiter an mir arbeiten, wenn ich diesmal angenommen werden sollte. Deshalb möchte ich auch auf diese Schule gehen. Die SOPA fördert einen, sie macht dich besser, mit hartem und intensivem Training und ich bin nur mehr als bereit dafür.
Das heutige Vortanzen findet vielleicht in der Stadt Cheonan statt, aber die Schule, die ich besuchen würde, wäre die in Seoul. Ingesamt gibt es nämlich drei Schulen. Die in Seoul ist eher aufs Tanzen spezialisiert, während die in Cheonan sich eher aufs Singen auslegt. Natürlich sind auch Tänzer an dieser Schule, aber die in Seoul ist natürlich ideal für mich. Ich würde sie also nicht nur wählen, weil ich dort lebe. Aber wegen Yoongi würde der letzte Punkt eine große Rolle spielen. Unsere Beziehung steht zwar noch recht am Anfang, dennoch müsste ich mir viele Gedanken machen, wenn ich woanders wohnen würde. Aufgeben würde ich uns definitiv nicht so einfach. Eine Fernbeziehung ist nämlich nicht leicht und er bedeutet mir einfach viel zu viel, um das aufzugeben oder aufs Spiel zu setzen. Da würde ich wahrscheinlich auch einer der anderen Schulen in Betracht ziehen, wenn es bedeuten würde, näher an ihm sein zu können.
Aber das Problem haben wir zum Glück ja nicht, immerhin leben wir beide in der Hauptstadt.
Mit einem breiten Grinsen trete ich in den Flur hinaus und blicke um mich. Sobald Yoongis und mein Blick sich keine Sekunde später treffen, breitet sich auch wieder dieses Kribbeln in meinem Bauch aus. Ich muss zugeben, dass ich beim Tanzen die unterschiedlichsten Gefühle spüre, aber sie sind nicht zu vergleichen mit dem, was ich empfinde, wenn ich ihn auch einfach nur ansehe.
Er legt die Stirn in Falten und beginnt zu lächeln, als er meinen Gesichtsausdruck einschätzt und als ich auf ihn zugehe, springe ich nahezu in seine Arme und schlinge meine Arme um seinen Hals, ehe ich meinen Körper fest an seinen drücke. Lange bleiben wir in dieser Position nicht, zumindest löse ich mich ein Stück weit, um meine Lippen für einen kurzen Moment auf seine drücken zu können. Dann strahle ich ihn wieder an. Am liebsten würde ich ihn jetzt länger und viel intensiver küssen, aber ich fühle mich dafür dann doch ein wenig zu beobachtet.
„Ich nehme mal an, alles lief gut?", grinst mein Freund, hebt eine Hand und streicht mir die Strähnen aus der Stirn. Ich nicke leicht. „Es war ein tolles Gefühl, Hyung. Dort oben zu stehen und einfach zu tanzen, ich hatte überhaupt keine Angst", erkläre ich ihm freudig, woraufhin seine Hand über meinen Rücken wandert. „Das freut mich, Baby", erwidert er und drückt mir schließlich einen Kuss auf die Stirn, ehe wir auch schon eine weitere Stimme wahrnehmen.
„Das war der Wahnsinn, Jimin, du hast die Choreografie nicht mal bei den Proben so gut gemeistert!", lacht Hoseok, woraufhin Yoongi und ich uns lösen. „Dankeschön, Hyung. Ich bin unglaublich erleichtert", gebe ich von mir, wobei ich zugeben muss, dass ich mich ein wenig geschmeichelt fühle. „Die Ergebnisse erfahren wir wahrscheinlich erst später. Wollen wir so lange etwas essen gehen?" Unsere Blicke fallen auf Yoongi und ich nicke, was Hobi mir gleich tut, ehe ich meine Hand in die meines Freundes lege und wir alle gemeinsam die Kantine ansteuern.
Jetzt heißt es also wieder warten.
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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon
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