Chào các bạn! Truyen4U chính thức đã quay trở lại rồi đây!^^. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền Truyen4U.Com này nhé! Mãi yêu... ♥

≈ 58 ≈

Jimin Pov

Die letzten Tage habe ich so gut wie nur an Yoongis Seite verbracht und von den kleinen Kratzern an unserer Beziehung ist nichts mehr zu spüren. Allerdings wird es nach einer Weile ziemlich anstrengend mit der Schule, wenn ich ständig bei Yoongi zu Hause bin und immer wieder frische Sachen von zu Hause abholen muss, da ich ja nicht nur in Yoongis Hoodies wohnen kann. Außerdem bereitet sich Yoongi auch wieder auf die Uni vor und da möchte ich ihm nicht im Weg stehen. Dementsprechend schlafe ich wieder zu Hause und versuche dem Drang zu widerstehen, nach der Schule den Weg zu ihm nach Hause anzutreten. Was jedoch nicht bedeutet, dass ich ihn nicht jede freie Minute anrufe oder Nachrichten schreibe. Nicht nur, weil ich mir Sorgen mache, sondern auch, weil ich ihn auch innerhalb dieser kurzen Zeit unglaublich vermisse.

Erschöpft von der Schule lasse ich mich mit einem lauten Seufzen auf meinem Bett nieder. Eigentlich wollte ich mich direkt hinlegen und mir ein wenig Schlaf gönnen, wovon ich wegen der Albträume nicht unbedingt viel bekomme. Dazu komme ich allerdings gar nicht erst, da mir plötzlich was einfällt.

Morgen ist der letzte Abgabetag für die Fragebögen, die ich von der SOPA bekommen und bisher ziemlich vernachlässigt habe. Die SOPA ist wichtig, aber Yoongi ist mir nun mal wichtiger. Jedoch steht dem nichts mehr im Wege, abgesehen von den Noten, die auf meinem Abschlusszeugnis stehen werden, um welche ich mir um ehrlich zu sein ein wenig Sorgen mache. In der Zeit, in welcher wir die Abschlussarbeiten geschrieben haben, ging alles drunter und drüber mit Yoongi und ich hoffe sehr, dass sich das nicht auf meine Noten ausgewirkt hat, was ein riesen Nachteil für mich mit sich bringen würde.

Da ein Erwachsener die Bögen der SOPA unterschreiben muss und mein Vater das niemals tun würde, hatte ich meinen Onkel darum gebeten und in der Hoffnung, dass er das schon getan hat, erhebe ich mich von meinem Bett und trete den Weg zu seinem Zimmer an.

Nach mehrmaligen Klopfen stelle ich fest, dass mein Onkel gar nicht zu Hause zu sein scheint. Heute will wohl einfach nichts nach Plan laufen. Da aufzugeben aber auch nicht unbedingt nach einem guten Plan klingt, greife ich nach der Türklinke und betrete das Zimmer. Irgendwo müssen die Blätter ja rumliegen und wenn ich Glück hab, hat er sie vielleicht sogar schon unterzeichnet.

Ich lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen, unsicher darüber, wo ich mit dem Suchen beginnen soll. Wo heben Erwachsene denn den ganzen Papierkram auf?

Überfordert mit der Situation begebe ich mich zu seinem Nachtisch, in dessen Schubladen ich nachschaue.

Ich weiß nicht, wie viel Zeit ich damit verbringe, sein ganzes Zimmer auf den Kopf zu stellen und wie oft ich meinen Onkel bereits versuche zu erreichen, aber irgendwann werde ich fündig. Nicht wie erwartet mit den Unterlagen der SOPA, sondern etwas anderes, was meine Neugier weckt.

Unter seinem Bett ist eine Kiste, die meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Das ist der einzige Ort, wo ich noch nicht nachgeschaut habe. Wer weiß, vielleicht verstaut er wichtigen Papierkram da drin? Was habe ich schon zu verlieren? Wenn ich auch da nicht fündig werde, dann habe ich wohl keine andere Wahl, als auf meinen Onkel zu warten, was ich vielleicht hätte von Anfang an tun sollen. Denn allmählich spüre ich die Erschöpfung, die die ganze Suche mit sich gebracht hat.

Ich ziehe die Box also hervor und öffne sie. Anfangs sehe ich nur einiges an geöffneten Briefen, nichts interessantes und gerade, als ich dabei bin, aufzugeben, fällt mir etwas anderes auf. Eine Geburtsurkunde.

Verwirrt ziehe ich die Augenbrauen zusammen. Onkel Byun hat keine Kinder und wieso sollte er seine eigene Geburtsurkunde aufbewahren? Viel mehr schockt mich der Name, der auf der Urkunde steht. Park Jimin.

Wieso bewahrt mein Onkel meine Geburtsurkunde auf?, ist die erste Frage, die mir aufkommt. Zumindest, bis mein Blick auf zwei weitere Namen stößt und mir das Blut in den Adern gefriert.

Min Jinsook. Der Name sagt mir nichts, allerdings weiß ich auch nichts von meiner Mutter und habe noch nie jemanden über sie sprechen hören. Als Kind hab ich sogar gedacht, dass ich keine Mutter habe. Nun ja, genau genommen habe ich das auch nicht, aber irgendwer hat mich letztendlich auf die Welt gesetzt und auch, wenn ich hin und wieder drüber nachgedacht hatte, wie das Leben mit einer Mutter gewesen wäre, die mich vielleicht sogar geliebt hätte, hab ich mir nie großartig Gedanken darüber gemacht wer wohl diese Frau sein könnte und wo sie wohl nun steckt, was sie macht, wieso sie mich zurück gelassen hat.

Das ist aber auch nicht das, was mich so aus der Fassung bringt, sondern der Name, der daneben steht, als leiblicher Vater. Kwon Byunghun. Der Name meines Onkels.

Unsicher darüber, was ich gerade entdeckt habe, starre ich das Blatt Papier in meinen Händen an. Das kann nicht sein. Ich muss irgendwas missverstanden haben und das, obwohl ich mich nicht einmal traue, diesen Gedanken zu Ende zu denken. Das ist definitiv der falsche Gedankengang, dafür muss es eine andere Erklärung geben.

Mit zittrigen Händen beschließe ich mir auch das restliche Zeug in der Kiste anzuschauen. Etliche Briefe, die bereits offen und demnach gelesen worden sind. Ohne einen Absender.

Ich nehme einen Brief hervor und überfliege die vielen Worte auf dem Papier, mein Blick bleibt nur an der Unterschrift am Ende des Papieres hängen. Min Jinsook. Meine, laut dem Brief, leibliche Mutter. Allmählich beginnt das ganze eine klare Form anzunehmen und das, obwohl ich das gar nicht möchte. Ich will am liebsten alles wieder zurück legen und so tun, als hätte ich das niemals gesehen.

Aber dafür ist schon zu viel Schaden angerichtet und ich kann die Briefe nicht aus der Hand legen. Stattdessen nehme ich jeden einzelnen zur Hand und lese mir die Worte durch. Die Affäre, die meine „Mutter" und mein „Onkel" gehabt zu haben scheinen. Aber nicht ein einziges Mal werde ich erwähnt, zumindest bis ich bei dem aller ersten Brief ankomme, welcher am 12. November 1996 verfasst wurde. Da war ich gerade einmal ein Jahr alt.

Jinsooks Worten nach ist es das erste Mal, dass sie ihn nach all den Jahren wieder kontaktiert. Das erste Mal, dass in den etlichen Briefen mein Name fällt. Ich lese mir den Brief sorgfältig durch, immer und immer wieder, lasse kein Detail aus. Sobald ich am Ende angelange, fange ich gleich wieder von vorne an. Die Worte brennen sich in meinen Kopf ein und ich weiß, dass ich sie niemals wieder aus diesem raus bekommen werde. Es ist nicht Jooheons Sohn, es ist deiner. Ich hätte es dir früher sagen sollen, es tut mir leid.

Ich bemerke erst jetzt, wie die warmen Tränen mir über die Wangen laufen. Wütend darüber, dass ich darüber weine, wische ich mir die Tränen mit dem Ärmel meines Pullis weg. Die Briefe tue ich wieder in die Box und lasse sie unter dem Bett verschwinden.

Es war eine Sache, dass mein Vater mich hasst, aber zu wissen, dass mein Onkel, welcher mein leiblicher Vater zu sein scheint, mich angelogen und in dem Glauben lassen hat, dass mein Vater mich hasst und ich kein Elternteil habe, was mich zu schätzen weiß, ist einfach noch viel härter. Mal davon abgesehen, dass meine Mutter lieber wieder Kontakt zu ihrem Lover wollte, als zu mir, ihrem Sohn. In keinem der Briefe hat sie auch nur einmal gefragt, wie es mir geht. Fuck, sie hat mich nicht einmal erwähnt. Nur, um zu erklären, dass ich der Sohn meines Onkels bin, als wäre ich irgendein Ding, was man einfach weiter reichen kann.

Überwältigt von den ganzen Gefühlen stürme ich in mein Zimmer und fange an meine Tasche zu packen. Ich brauche Yoongi jetzt. Dringend. Zwar will ich ihm nicht wieder so viel Stress zumuten, allerdings bin ich viel zu aufgewühlt, um noch klar denken und mich davon abhalten zu können.

***
Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen4U.Com