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Jimin Pov

Vollkommen erschöpft steige ich auf das Fahrrad, welches dafür dient das Essen den Leuten zu liefern, die es bestellt haben. Noch habe ich keine Schule und da ich unbedingt einen Job gebraucht habe, hatte ich keine andere Wahl, als mich mit diesem zufrieden zu geben. Im Gegensatz zu Yoongi spreche ich nicht fließend Japanisch, ich weiß höchstens die paar Sachen, die für eine kleine Konversation reichen, welche ich im Japanisch Unterricht in der Schule aufgeschnappt habe. Zwar hat Yoongi darauf bestanden finanziell für alles aufzukommen, vorallem weil er bereits einen sicheren Job hier und einiges an Ersparnissen hat, allerdings fühle ich mich nicht wohl dabei, wenn ich nur eine Last für ihn bin und ihn alles machen lasse.

Seit ungefähr einer Woche liefere ich also Essen aus und ich muss gestehen, dass ich es immer noch nicht geschafft habe mich daran zu gewöhnen. Es ist einfach viel zu anstrengend, und was diese Leute von einem innerhalb kürzester Zeit mit einem Fahrrad erwarten, ist ziemlich unmenschlich. Aber zu meckern bringt mir auch nicht viel, umso mehr kann ich mich auf Yoongi zu Hause freuen, welcher mich nach einer erschöpfenden Schicht mit einer Massage oder anderen Sachen verwöhnt.

Bei dem Gedanken macht sich ein Schmunzeln auf meinen Lippen breit. Motiviert, mich noch um die letzten paar Lieferungen zu kümmern, bevor ich Feierabend habe, fahre ich auch schon los.

Gerade, als ich die letzte Lieferung ausgetragen habe und mich freue, endlich den Weg nach Hause antreten zu können, spüre ich einen Regentropfen auf meinem Gesicht. Danach folgen auch gleich einpaar weitere, weswegen ich meine Kapuze über meinen Kopf ziehe und auf's Fahrrad springe, um so schnell wie möglich zu Hause anzukommen.

Lange hilft mir die Kapuze meines Hoodies auch nicht, da es während der Fahrt anfängt in Strömen zu Regnen und ehe ich mich versehe bin ich auch schon komplett durchnässt. Und erschöpft zugleich. Fahrrad fahren klingt nicht unbedingt schwer, aber den ganzen Tag darauf rumzuhetzen ist auch nicht das, was man leicht nennen könnte.

Ich stoße ein erleichtertes Seufzen aus, sobald ich an der Eingangstür des Gebäude ankomme, in welchem unser Apartment liegt. Nachdem ich die Tür geöffnet und ein kurzes „hallo" den Leuten an der Rezeption zugemurmelt habe, steige ich in den Fahrstuhl und bis ich oben ankomme, kann ich beobachten, wie der Regen von meinen Anziehsachen auf den Fahrstuhlboden tropft. Ich verziehe genervt das Gesicht, entscheide aber schnell, dass das nicht mein Problem ist und steige aus, nachdem sich wenig später die Fahrstuhltüren öffnen.

Als wir anfangs hier eingezogen sind, hab ich mich hier tatsächlich öfter mal verirrt und musste erst einmal nach unserem Apartment suchen. Mittlerweile kann ich den Weg aber wahrscheinlich schon mit geschlossenen Augen gehen.

Viel zu erschöpft, um jetzt nach meinem Schlüssel zu suchen, klopfe ich an der Tür. Da die Tür sich jedoch nicht direkt öffnet, strecke ich meine Hand nach der Klingel aus. Im selben Moment wird die Tür jedoch von einem enthusiastischen Yoongi geöffnet, welcher mich anlächelt.

„Ich hab auf dich gewa-", weiter kommt er allerdings nicht, da er sich selber unterbricht. „Oh."

Er macht mir Platz, damit ich ins Apartment eintreten kann und schiebt mich gleich ins Badezimmer. „Du bist ja ganz durchnässt, Baby", sagt er und zieht mir meinen nassen Hoodie über den Kopf.

„Wieso hast du mich nicht angerufen? Ich hätte dich abholen können." Er öffnet meine Hose, was ich kaum mitkriege, da ich zu sehr damit beschäftigt bin seine Präsenz zu genießen und die Wärme des Apartments in mich aufzunehmen. Ich muss gestehen, dass es Anfangs schwer war, mich an all das zu gewöhnen. Eine neue Umgebung, eine neue Wohnung. Sich da wie zu Hause zu fühlen war ziemlich schwer. Aber allmählich fange ich an mich daran zu gewöhnen und das hier umso mehr zu genießen. Langsam fange ich wirklich an, mich hier wie zu Hause zu fühlen.

„Ich hab dich vermisst", kommt es leise von mir. Ich lege meine Arme um Yoongi und lehne meinen Kopf gegen seine Brust, woraufhin er sich erstmal zwar verkrampft, aber dann sogleich entspannt und eine Hand auf meinen nackten Rücken legt, welchen er streichelt. „Ich hab dich auch vermisst, Schatz. Aber du wirst krank. Am besten du steigst direkt unter die Dusche und duschst warm, während ich dir frische Sachen hole."

Er drückt mir einen Kuss auf meine Lippen auf, ist gleich daraufhin aber auch schon verschwunden, weswegen ich ihm nur schmollend nachsehe. Eine Dusche klingt im Moment jedoch mehr als nur verlockend.

Nach der Dusche, die ich sehr schnell und knapp ausgeführt habe, begebe ich mich mit nur einem Handtuch bedeckt ins Schlafzimmer, wo ich mich erschöpft aufs Bett fallen lasse.

„Huh? Schon fertig?", sagt er überrascht, da er mir wohl grad erst die Sachen rausgesucht hat. „Kannst du mich anziehen? Ich bin sooooo kaputt", schmolle ich und strecke die Arme nach ihm aus. „Hm, also etwas, worüber ich mich beschweren würde, ist es jedenfalls nicht", stellt er fest, als er auf mich zukommt und mich von meinem Handtuch befreit. Sogleich setze ich mich auf und greife nach dem Handtuch, welches er mir soeben weggezogen hat. „Hyung", beschwere ich mich verlegen und stoße ihn kichernd, ziehe mir dann aber auch gleich die Boxershorts und Jogginghose an, die er mir daraufhin reicht.

„Den Rest machst du", grinse ich ihn an und lasse mir gleich daraufhin den frischen Hoodie von ihm über den Kopf ziehen. „Um die vorherigen Sachen hätte ich mich aber auch liebend gerne gekümmert."

Mit diesen Worten lässt er seine Lippen über meinem Hals wandern und kichernd falle ich zurück ins Bett, weswegen er seinen Körper sanft auf meinen senkt, während er anfängt sanfte Küsse auf meinem Hals zu verteilen. Und in diesem Moment ist der ganze Stress vergessen und ich könnte mich nicht glücklicher schätzen hier mit ihm zu sein.

Er lässt seine Hände zu meinem Hintern wandern und sobald er zugreift, stoße ich ihn kichernd von mir runter, krabbele daraufhin auch gleich unter die Decke. Grinsend beobachtet er mich, gleich daraufhin wird seine Miene allerdings ein wenig sanfter. „Bist du sehr kaputt, Baby? Ich hab vorhin gekocht, soll ich dir was davon bringen?", fragt er, woraufhin ich leicht nicke.

„Aber lass uns erst ein wenig kuscheln", schlage ich vor. Nun nickt auch er leicht, greift nach einem frischen Handtuch und lässt sich neben mir auf dem Bett nieder. Mit dem Handtuch rubbelt er meine Haare trocken, legt es dann aber um meine Schultern und zieht mich in seine Arme. Und bereitwillig kuschele ich mich auch sogleich in diese.

„Erzähl mir ein wenig von deinem Tag", bitte ich ihn, da ich diesen Moment noch ein wenig genießen möchte. Ich spüre daraufhin seine Lippen auf meiner Stirn, auf welcher er einen Kuss platziert, ehe er meinem Wunsch nachgeht und von seinem unspektakulären, aber perfekten Tag zu erzählen beginnt.

***
Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon

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