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Taehyung

Es klopfte an meiner Tür. Brummend öffnete ich. ,, Ja?", die Klasse um meinen kleinen Kookie war vor meinem Büro versammelt. ,, Wie kann ich euch helfen?", alle redeten durcheinander. ,, STOP! Nur einer!", Jimin meldete sich zu Wort, da die anderen zu sehr mit der Situation zu tun hatten. ,, Dr. Kim.. Er.. Jungkook.. er.. hat sich..hat sich umgebracht. In dieser Nacht.", meine Augen weiteten sich. NEIN! Das könnte nicht sein. Jimin redete weiter. ,, Wir haben ihn erst jetzt gefunden! Kein .. kein Puls. Kein Le-Lebenszeichen.. ", er Rang mit sich, dass sah ich. Sofort rannte ich, gefolgt von den anderen zu seinem Zimmer.

Da lag er. Friedlich schlafend in seinem Bett. Eine kleine Trane stahl sich aus meinem Auge. Er hatte jetzt also seine Platz im Himmel gefunden. Ich wollte mich vergewissern und suchte seinen Puls, doch es war Wirklichkeit. Kein Puls. Blasse Haut. Eiskalt. In meinem Pullover steckte sein kleiner Körper. Niedlich. Er trug ihn also doch. So wie fast jeden Tag.

,, Kinder? Lässt mich kurz alleine, ja?", nickend verschwanden sie und schlossen die Tür hinter sich.

,, Jeon, Jungkook! Was denkst du dir mich zu verlassen mh?! Wieso hast du das getan?", mittlerweile hielt ich mich nicht mehr zurück und ließ meinen Tränen freien lauf.
Jetzt war ich wieder gefangen. Alleine mit meinen Gedanken die ich sonst nur Jungkook anvertraute. Betracht strich ihm ihm über die so zarte Wange. Mein armer Junge. Wo du jetzt wohl sein magst. Bist du schon oben im Himmel? Ich lief zum Fenster und öffnete es um frische Luft zubekommen. Um dieses bedrängen Gefühl loszuwerden, gleich keine Luft mehr zu bekommen. Ich schloss meine Augen, ließ meine Tränen an meinen Wangen hinunter laufen und meinen Gedanken in dem Labyrinth aus Fragen und Schuldzuweisung freien lauf.

Viele Sachen hätte ich noch mit ihm erleben wollen. ,, Jungkook? Hörst du mich? Du Idiot! Wir beide hätten dich hieraus bekommen. Du hättest bei mir wohnen können und ich hätte die die Welt da draußen gezeigt! Zusammen hätten wir das schaffen können! Ich hätte dir geholfen dir ein Leben aufzubauen und sogar mit mir vielleicht zusammen. Verstehst du was ich dir sagen will?Ich habe mich in dich verliebt Jungkook! Verdammt, mit jeder Faser meines Körpers gehöre ich dir. Jetzt ziehst du mir meine Welt aus den Armen!", flüsterte ich gegen den Himmel und blickte nun direkt rein. Die Sonne sah man nicht, doch nahm der Himmel eine schöne Farbe an. Ihm hätte die Farbe bestimmt gefallen. Es war auch die erste Farbe die er auf sein Blatt malte, als ich meine erste Stunde mit ihm hatte. Unfassbar, wie schnell die Zeit doch vergeht.

Mein Kopf schien zu zerspringen. Es drehte sich und drehte sich. Egal in welche Richtung. In keinem dieser Gitter gab es einen Ausweg, den ich mit Jungkook zusammen hätte nehmen können. Ich war alleine und versuchte eine Lösung zu finden. Ganz auf mich allein gestellt.

Das wichtigste ist, dass ich jetzt in keine Depressionen verfalle. Das würde er nicht wollen. Er sagte immer wieder wie sehr er sich wünschte, dass ich glücklich werden solle.

,, Du Tae?", ich blickt zu ihm rüber während ich Musik für ihn raus suchte. ,, Ja?", antwortete ich. ,, Weißt du was ich mir für dich wünsche?", wie meinte er das denn jetzt? ,,Nein.", er begann anzusetzen was zu sagen, überdachte alles nochmal kurz und antwortete mir dann. ,, Ich will, dass du irgendwann mal deine eigene Praxis bekommst. Raus aus dem hier kommst. Dein Leben lebst und einfach glücklich bist.Du sollst dich nicht mit allen Problemen von anderen dauerhaft beschäftigen müssen! Du hast das verdient, dass du wunschlos glücklich bist.", rot werdend und gerührt sah ich zu Boden. ,, Kookie, warum sagst du mir das jetzt?", er sah mich leicht lächelnd an. ,, Ich will dir das unbedingt sagen, damit du weißt, was ich mir für dich wünsche falls du hier mal rauskommst und mich nicht mehr siehst.", er lächelt traurig. ,, Das wird nicht passieren. Wir kommen hier zusammen raus! Ich würde dich mitnehmen! Du bist doch mein bester Freund!", er umarmte mich glücklich. ,, Danke", flüsterte er in mein Haar.

Ich verbrachte noch ein paar Minuten mit ihm und küsste seine zarte Lippen. Wenigstens einmal. Danach sorgte ich dafür das er weggetreten wurde. Er wurde in einen Raum gebracht, wo sich alle nochmal verabschieden konnten. Ich wusste was jetzt passieren würde. Sie wurden herausfinden müssen, was die Todesursache war. Bitte. Es könnte hoffentlich nichts schlimmes sein.
Alle verabschiedeten sich und sie nahmen meinen Kookie mit. Mir stiegen die Tränen wieder in die Augen und ich lief in mein Büro.

Was sollte ich nun tun? Weiter hier arbeiten? In meinem Zustand ist eher selber fraglich ob ich nicht an Herzschmerz hier in die Klinik müsste. Soviele Bilder von mir und Jungkook-ah lagen in meinem Safe. Alles Erinnerungsstücke die keiner je zusehen bekommen hatte.
Es klopfte. Eigentlich wollte ich alleine sein, aber ich entschlossich doch sie rein zu beten. ,, Ja? Herein!", Hoseok,das war Jhope's richtiger Name und das andere nur sein Spitzname, kam rein und hielt eine kleine Kiste in sein einer Hand. ,, Was ist das?", fragte ich und zeigte drauf.
Er drehte sie, so dass Jungkooks Name auf der Kiste zu sehen war. Ich schluckte. ,, Ich weiß nicht was ich damit machen soll, also gebe ich sie Ihnen einfach. Ist das ok?",nickend nahm ich sie ihm ab. ,,Danke!", er nickte und verschwand.
Neugierig sah ich die Kiste durch. Sachen von ihm, Geld was er immer heimlich in seiner Matratze hatte, ein Brief mit meinem Namen und sein Tagebuch.

Ein Brief? Mit meinem Namen? Ich ließ mich mit dem Brief in der Hand zurück auf den Drehstuhl fallen, fuhr mit meiner Hand nervös durch mein Haar. Es war sein Abschiedsbrief, oder?

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Ich hab zuviel Zeit :b
Deshalb heut zwei Kapitel und morgen vielleicht auch :)) Da geht's dann mit Yoonmin wieder weiter ;)
I know you want it!<3

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