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Taehyung

Sein Letzter Brief. Seine letzte Handschrift, mit der er meinen Namen auf dem Briefumschlag verzierte. Einerseits war der Brief zu schön um ihn zu öffnen. Andererseits wollte ich unbedingt wissen, was er mir geschrieben hatte. Ich dreht den Brief mit zitternden Händen um. Auf der Klappe stand ein kurzer Satz. ,, Words I wish I had said", mehr nicht, dennoch soviel, dass mir wieder ungewollt die Tränen in die Augen stiegen. Ich durfte nicht weinen! Das würde seine schöne Schrift zerstören. Vorsichtig und mit bedacht öffnete ich ihn. Ich klappte ihn sorgsam auf. ,, Lieber Taehyung.." , jetzt konnte ich mich bereits nicht mehr zusammenreißen. Weinend begann ich zu lesen.

,, Lieber Taehyung,

Ich weiß, dass ich dich hier mit ungeklärten Fragen zurückgelassen habe, doch es würde mir nochmal mehr den Abschied erschweren dich weinen zu sehen. In diesem Brief werde ich dir hoffentlich all deine Fragen beantworten können. Aber zuerst möchte ich mich bei dir Bedanken. Bedanken für die schöne Zeit hier. Als ich hier herkam, habe ich mich immer versteckt, weißt du noch? Du hast mir geholfen, die Situation zu akzeptieren und mich versucht abzulenken. Ich liebte jede einzelne Therapiestunde. Danke, dass du fast immer Zeit für mich gefunden hast, auch neben deinen Sprechstunden. Du hattest immer selber viel um die Ohren, doch trotzdem hast du dir immer Zeit für mich genommen, solange es eben gedauert hatte.

Dann will ich dir jetzt sagen, warum ich nun doch gegangen bin. Kennst du das Gefühl? Wenn du versuchst dich immer irgendwie für eine Sache zu begeistern es ,aber doch nicht schaffst? Oder, wenn du aufstehst und schon weißt, dass dein Tag genauso ablaufen wird wie jeder andere und du einfach nicht mehr willst? Du willst einfach nur, dass es endet. Taehyung, du hast mir immer Kraft gegeben und schon seit langer Zeit versuche ich für dich immer wieder aufzustehen, doch ich schaffe es nicht mehr. Ich habe aufgegeben und es tut mir leid. Es war schön nach dem Frühstück zu dir zu kommen und dein Lächeln zusehen. Genau deshalb habe ich mich hier noch solange geduldet. Der Grund warst du.

Deine nächste Frage ist bestimmt, wieso ich, wenn ich das da oben schreibe nicht einfach mit dir geredet habe, stimmt's? Es ging einfach nicht. Ich habe dich schon mit allen anderen Problemen die ich je hatte belastet und dir jetzt auch noch zusagen, dass ich vorhabe mich bald umzubringen, würde ich nicht schaffen. Außerdem, hättest du mich abhalten wollen. Ich wusste auch, dass meine Gefühle sich dir gegenüber nie geändert hätten. Du weißt doch, dass es mehr als untersagt war, etwas mit einem Patienten zu haben. Wäre raus gekommen, dass ich etwas für dich empfunden habe, hätte ich einen neuen Arzt bekommen. Aber er hätte mich nicht verstanden wie du. Auch, wenn du mich verstehst, kannst du dich nicht in mich hinein versetzten. Ich weiß, dass du das immer versucht hast Tae, aber es geht einfach nicht. Selbst du kannst den Schmerz, des Verlustes nicht die ganze Zeit nehmen.

Ob wir uns wieder sehen werden? Ja, wenn die Zeit gekommen ist, sehen wir uns wieder. Ich werde von da oben auf dich aufpassen. Und du weißt doch was ich mir für dich gewünscht habe. Tu mir diesen Gefallen und mach das. Ich will es sehen und dabei glücklich auf dich heruntersehen. Mich daran erinnern, dass du mich und meine Bitte nicht vergessen hast, ok? Ich werde auf dich warten, mein Prinz.

Dich zurückzulassen mit dem Schmerz den ich bei dir hinterlasse, ist nicht fair und das weiß ich auch, doch ich will mich nur mit diesem Satz entschuldigen. > Es tut mir leid, ich liebe dich, mein Taehyungiie!<

Du hast die Zeit überbrückt. Warst besser als jede Medizin die sie mir gaben, doch war ich eine tickende Zeitbombe. Das wussten wir beide! Mich wundert es, dass du das in deinem süßen Kopf noch nicht gewusst hast. Zum Schluss kommt noch ein wenig, na ja, kitsch, aber ich muss es dir unbedingt sagen.

Taehyung? Ich liebe dich. Ich liebe dich, so sehr. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr ich mir ein Leben mit dir gewünscht habe. Dich bei mir haben zu können. Dich jeden Tag küssen zu können, dein große Hand in meiner halten zu können und dir immer wieder sagen zu können wie sehr ich deine Stimme liebe. Alles an dir erscheint mir wie ein mich blendender Traum, der mich immer wieder die Realität vergessen lässt, wenn ich bei dir bin. Mit dir in einem Bett zu schlafen, neben dir aufwachen zu können, wäre so schön und doch so weit entfernt. Für dich zu kochen, dich zu beschenken nur um dein Lächeln einmal zu sehen, aish, ich würde alles dafür geben um dich glücklich zu sehen. Kein Geld der Welt würde ausreichen um meine Liebe zu dir zu unterbinden. Also damit meine ich, dass sie mich bestechen, dass ich dich nicht mehr lieben könnte, verstehst du ja. Deine Lippen sind so faszinierend, sie sehen so weich aus. Immer , wenn du dir auf die Lippe beißt, weil du nachdenkst oder nervös bist, bin ich eifersüchtig. Wieso darf ich dir nicht sanft in deine Lippen beißen? Ach Taehyung, ich könnte diesen Brief noch ewig so weiter verfassen und mir würden die Wörter nie reichen. Doch auch kein Wort der Welt könnte dich perfetkt beschreiben. Ich habe die Art an dir geliebt. Wie du versuchtest mit mir zu tanzen und es schafftest, dass mein Verhalten und mein ganzer Körper sich auf dich abstimmte.

Mein letztes ist, dass du nicht um mich weinen sollst! Leb dein Leben! Hab Spaß und lass dich niemals unterkriegen! Du hast eine starke Persönlichkeit und wenn du nur an dich glaubst schaffst du alles, baby.

In ewiger Liebe, Jungkook (Dein kleiner Kookie) <3

PS: Wir bauen uns ein Leben auf, wenn du mich im Himmel besuchen kommst, Deal?:)

,, Deal!", flüsterte ich leise und brach ab und sah raus. Er wünschte sich nicht viel. Ich würde es tun, für ihn würde ich es versuchen. Ein normales Leben zu führen, doch nicht hier. Nicht mehr hier. Ich werde bald kündigen, sobald wir den Fall von Suga geklärt haben, werde ich meine Kündigung abgeben. Das was jetzt folgen musste, war die Beerdigung die ich noch vorbereiten musste und ich wusste auch schon wo er beerdigt werden würde. Er würde sein ganz eigenes Grab bekommen, mit viel Platz und neben ihm wird niemand sein. Er hat seine Ruhe verdient. Ich ballte meine Fäuste und unterdrückte meine ganze Wut auf mich selber und machte mich auf den Weg in die Obduktion. Davor zog ich mich um. Setzte meinen weißen Mundschutz auf und trug mein weißes Oberteil was eingeschnitten war, an der Schulter.

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