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26. Eintrag
Lachend zog ich den Älteren den Hügel hinauf. "Beeil dich mal!", rief ich und zog an seiner Hand.
Er seufzte nur und beschleunigte grinsend seine Schritte, bevor wir oben auf den alten Gleisen standen. Vor uns befand sich der wie neu ausschauende Zugwaggon und ich wollte bereits auf diesen zueilen, als Taehyung mich an der Hand zu sich zog und seine Arme um meine Taille schlang.
"Ich liebe dich", flüsterte er mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Mein Lächeln dagegen verbreiterte sich und ich erwiderte seine Worte.
Tae als Freund zu haben, war wie den Sechser im Lotto zu haben. Ich konnte mir niemand anderen an meiner Seite vorstellen und die Art, wie er mit mir umging, war unglaublich süss.
Es verging kein Tag, an dem er mir nicht mitteilte, dass er mich liebte, selbst wenn er mir die Worte nur schreiben konnte. Er war ebenfalls recht anhänglich und damit konnte ich sehr gut leben.
Der Dunkelhaarige streichelte meine Wange und beugte sich anschliessend herab, um mir einen Kuss auf die Lippen zu pressen. Ich erwiderte und begann wieder zu lächeln. Unsere Lippen bewegten sich synchron zueinander und es fühlte sich an, als ob sie nur füreinander gemacht worden wären, so perfekt passten seine auf die meinen.
Taehyungs Lippen waren immer etwas rau, manchmal auch leicht aufgesprungen, doch das machte sie umso realer. Was allerdings nicht real sein konnte, war sein Talent zu küssen. Er war so verdammt geübt und brachte mich beinahe jedes Mal um den Verstand.
Angst, dass ich als totaler Anfänger seinen Anforderungen nicht gerecht wurde, hatte ich allerdings keine mehr - alles was ich lernen musste, würde er mir beibringen, da war ich mir sicher.
Taehyung liess keuchend von mir ab, als die Luft knapp wurde, allerdings nur kurz, bevor er nachher wieder meine Lippen attackierte. Er begann langsam vorwärts zu laufen, weswegen ich mich kurz erschrocken von ihm löste, doch der Ältere nahm mein Gesicht in seine Hände und blieb stehen. "Keine Sorge", hauchte er lächelnd, "Ich führe dich."
Damit vereinte er unsere Münder wieder und drückte meinen Körper sanft rückwärts. Unsicher ging ich kleine Schritte nach hinten, bis ich gegen etwas stiess. Nachdem Tae jedoch seine Hände langsam zu meinen Schultern, über meine Brust und dann zu meiner Hüfte wandern liess und mir nebenbei ein genussvolles Seufzen entlockte, hob er mich kurz hoch und ich hockte auf dem Tisch, der seit gestern Abend draussen stand.
Der Dunkelhaarige zwängte sich zwischen meine Beine und vertiefte den Kuss. Ich derweil spürte, wie alles in mir aussetzte; es gab nur noch Taehyung und mich.
Sein Geruch stieg mir in die Nase, der Geschmack seiner Lippen brachte mich durcheinander und seine Nähe, sowie sämtliche seiner Berührungen taten so gut, dass ich ewig hätte in diesem Moment stecken können.
Meine Finger waren inzwischen in seine Haare gekrallt und Taehyung schien unsere kleine Knutscherei nicht beenden zu wollen. Er holte immer nur kurz Luft, bevor sich unsere Lippen wieder trafen, so verzweifelt und sich nach einander sehnend, als hätten wir sie jahrelang davon abgehalten, sich zu sehen.
Er begann, von meinen Lippen abzulassen, versah mein gesamtes Gesicht mit federleichten Küssen, genauso wie meinen Hals.
Keuchend liess ich meinen Kopf auf seine Schulter fallen und atmete tief durch, während Tae mich hielt, so als wollte er mich nie mehr los lassen.
Gott, ich liebte diesen jungen Mann. Ich liebte ihn so sehr.
Ich liebte ihn mit jeder Faser meines Körpers, mit jedem bisschen Verstand und mit jedem meiner Herzschläge.
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