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🔥60🔥

Jungkook

Ich springe auf, als der Ältere uns ansieht und uns ein kleines Lächeln schenkt. "Es macht mich echt glücklich, euch zusammen zu sehen", lässt er verlauten, während ich bereits auf ihn zueile und kaum bin ich nahe genug, meine Arme um ihn schlinge und ihn fest umarme. "Hyung", murmle ich erleichtert  gegen seine Schulter und spüre, wie er die Umarmung sanft erwidert. Ich bin allerdings nichts der Einzige, der ihn umarmen will, denn gleich darauf spüre ich, wie weitere die Arme um uns schlingen und sich an der Umarmung beteiligen, sodass in kurzer Zeit ein kleines Gruppenkuscheln daraus geworden ist.

Es dauert einen Moment, bis wir uns alle von Jin Hyung lösen, der uns der Reihe nach anblickt, mit einem sichtlich erleichterten Lächeln auf den roten, vollen Lippen. "Wie geht es euch?", will er wissen. "Soweit gut, denke ich", antwortet Namjoon Hyung für uns alle und ich nicke zustimmend. Wir sind eigentlich alle in Ordnung, das einzige Problem, was uns gerade noch Sorgen bereitet, ist Taehyung. 

Zu dem Thema kommen wir allerdings auch gleich darauf, denn unser Hyung will wissen, wieso er angerufen und gebeten worden ist, herzukommen und so weiss er relativ rasch, dass wir beschlossen haben, die Station zu entern und dann Tae da raus zu holen und ihn brauchen, da er uns helfen kann. Jin Hyung ist derjenige, der sich im Gebäude auskennt, über das Sicherheitssystem irgendwie Bescheid weiss und uns am ehesten ungesehen hineinbringen kann. 

"Ihr habt ganz schön was vor", meint er mit einem kleinen, eher freudlos klingenden Lachen und fährt sich dann seufzend übers Gesicht. "Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich funktioniert, Jungs. Wenn sie schlau genug sind, werden sie ahnen, dass ihr plant, ihn da noch rauszuboxen und jemanden um Hilfe bittet, der auch helfen kann und dann werden sie die ganzen Codes sicherlich geändert haben", erklärt er dann sachlich und so kehrt für einen Augenblick Ruhe zwischen uns allen ein. Er hat Recht; das Laborteam ist nicht dumm genug, um die Codes nun noch gleich zu lassen, damit Jin Hyung jederzeit da rein spazieren könnte, wo er doch auf unserer Seite ist. 

"Das heisst, erst müssen wir an die Codes kommen", murmelt Seunghyun und Ji nickt zustimmend. "Ich schätze, dafür wird der Schatten zuständig sein", fügt er an die Worte seines Hyungs hinzu und erntet dafür erst irritierte Blicke. "Die Kriegseinheit", murmle ich allerdings bloss, denn ich erinnere mich an die Worte, die er damals im Labor der Uni gesagt hat. Yoongi Hyung ist der Spion. Letzterer scheint auch zu begreifen, wieso Ji Hyung gerade ihn ausgesucht hat. "Weil ich einfach reinkomme und danach suchen kann", schlussfolgert er leise und der Blonde schenkt ihm ein zufriedenes Lächeln. "Ich liebe es, wenn jemand mitdenken kann", bemerkt er mit einem kleinen, glücklichen Seufzen. 

"Also wird Yoongi Hyung zuerst da rein und dann gemeinsam mit Jin Hyung die Vorhut bilden", fasst Namjoon zusammen und wir nicken langsam, denn das ist vermutlich die beste und auch einzige Option für uns, um überhaupt da rein zu kommen. "Dann brauchen wir Jiyong, Jimin und Jungkook dafür, uns allen den Rücken freizuhalten, falls wir bemerkt werden. Hoseok kommt mit, falls jemand von uns Hilfe braucht und Seunghyun und ich haben ein Auge auf euch", verteilt er dann spontan die restlichen Rollen, ehe er uns fragend ansieht und auf unser aller Einverständnis wartet. "Wenn du das sagst, wird es wohl am besten so sein", meint Hoseok dann Schulterzuckend und auch wir haben nichts dagegen einzuwenden. Ich weiss nur nicht so Recht, ob ich meinen Hyungs wirklich den Rücken freihalten kann, denn selbst wenn ich gegen Ji Hyung in der Mall angekommen bin, habe ich das Gefühl, dass das dann doch auch noch mit etwas Glück geschehen ist. Aber ich will es versuchen und ich bin sicher, dass ich etwas ausrichten kann, selbst wenn es vielleicht nicht mehr so heftig ist, wie es bei Jiyong war.

"Okay, der Plan ist theoretisch wirklich simpel; wir gehen da rein, versuchen unauffällig zu bleiben und holen Taehyung da raus, bevor wir wieder abhauen", fährt Namjoon Hyung fort und wieder nicken wir. Er hat Recht, theoretisch klingt es wie ein Kinderspiel, aber ich habe das Gefühl, dass es alles andere als das wird. Meine Flucht war bereits ein riesiges Gehetze, denn wir sind bemerkt worden, dabei sind wir nicht einmal Eindringlinge gewesen, sondern sogar von der Station. 

"Bevor wir abhauen, jagen wir dieses verdammte Labor in die Luft", wirft Ji Hyung dann allerdings überraschend ein, weswegen ich ihn perplex mustere. "Du willst es in die Luft jagen?", hakt Hoseok genauso verdattert und irritiert nach, woraufhin der Blonde mit den Schultern zuckt und ihn ernst ansieht. "Sie hören sonst niemals auf, das wisst ihr selbst. Sie sind dumm und egoistisch genug, weitere Experimente heranzuzüchten, bis sie ihre perfekte, willenlose kleine Kriegseinheit endlich haben. Wenn wir dem nicht ein für alle Mal ein Ende setzen und diese Station dem Erdboden klein machen, werden sie nicht aufhören. Und ausserdem haben sie es verdient", führt er weiter aus und einen Moment lang bleiben wir weiterhin still.

"Also gut, fassen wir zusammen; Wir holen Taehyung da möglichst unauffällig raus und jagen dann die Station in die Luft, bevor wir abhauen?", ergreift Jin Hyung dann trocken das Wort. "A-aber du kannst die Station nicht in die Luft jagen, wenn da noch Leute drinnen sind", werfe ich unsicher ein und zu meiner Erleichterung nicken Namjoon und Hoseok Hyung. 

Ji zuckt mit den Schultern. "Also sollen wir erst allen die Chance geben, das Weite zu suchen, bevor wir das Ding in Schutt und Asche zerlegen?", hakt er nach. Seunghyun neigt daraufhin überlegend den Kopf. "Die Idee ist gar nicht mal so schlecht", wirft er ruhig ein, "Wir lösen ein riesiges Chaos aus, indem wir verschiedenste Alarme anwerfen und so dafür sorgen, dass die Laborleute die Station verlassen. Im besten Fall wird sich niemand um uns kümmern und wir können Taehyung da raus holen und wieder verschwinden."

Die Idee klingt nicht schlecht. "Dafür müssten wir uns in ihr System hacken", bemerkt Jin Hyung, was Seunghyun mit einem Nicken bestätigt. "Sie haben einen grossen, zentralen Server, mit dem sie alles regeln. Von da aus kann man auf alles andere zugreifen."

Ich lausche seiner Erklärung still, wie alle anderen auch, ausser Namjoon Hyung. Der scheint alles zu begreifen und sogar noch weiter zu denken. "Wenn sie von dort wirklich alles regeln, wird das einfacher als gedacht. Wir lösen die Alarme aus, holen Taehyung und währenddessen öffnen wir die Gasventile und lassen ein explosives Gas in die Luft. Sobald wir dann in sicherer Entfernung sind, können wir über den Server den Gasherd im Aufenthaltsraum anwerfen. Das Ding arbeitet mit einer Flamme, also wird es das Gas entzünden und die Station fliegt in die Luft, ohne, dass jemand dabei umkommt."

Ich blinzle überfahren. 

"Hört sich nach einem Plan an", meint Jiyong Hyung darauf bloss zufrieden in die sich bildende Stille hinein und nickt, bevor er Seunghyun auf die Schulter klopft und Namjoon ansieht. "Ich wusste, man kann sich auf die Superhirne verlassen."

"Also brauchen wir einen Laptop, damit Seunghyun, Jin Hyung und ich uns in den Server hacken können. Und sobald wir das geschafft haben, können wir euch den Weg von allein freimachen. Jiyong, Jimin und Jungkook holen Taehyung, Hoseok geht mit, um im Notfall zu helfen und weil Yoongi Hyung ihn niemals allein gehen lassen würde, kommt er eben auch mit. ", erklärt Namjoon Hyung noch und lehnt sich dann sichtlich zufrieden mit seiner Arbeit etwas zurück. 

"Dann haben wir einen Plan."







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