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【Chapter 24】

"Sobald die Tränen der Götter wieder verstummen, werden wir uns zu den Ruinen begeben." Waren die letzten Worte, die Taehyung seinem Freund Bogum erzählte und ihn damit in ihr Vorhaben einwies. Die ganze Zeit lang war Bogum still geblieben und hatte nur mit geweiteten Augen gelauscht, was Taehyung ihm zu sagen hatte, während Kook nur stumm daneben saß und einige Male seine Mimik verzog, an Stellen, die ihm nicht ganz geheuer waren.

"Die Tränen der Götter? Meinst du damit den Regen?", erkundigte sich der Angesprochene bei dem Schwarzhaarigen und begann zu schmunzeln. Die Legenden und Sagen der Götter hatten einen Ursprung, der wahrscheinlich schon lange vor dem Anbeginn der Menschheit seinen Lauf nahm, trotzdem waren den Bewohnern der Dörfer die Geschichten bekannt. Das Festland war eine eher abgesiedelte Region, nicht viele wussten, wie es hinter den Meeren aussah und welche Art von Menschen dort lebten.

Ob den Menschen dort die Sagen ebenso bekannt waren oder ob sie ein komplett anderes Leben als sie hier führten, konnten nur diejenigen sagen, die auch schon mal dort waren, aber wer würde denn auf den Gedanken kommen das heilige Festland zu verlassen? Taehyung tat das nie, auch wenn die Neugier ihn oftmals fesselte und er gerne wüsste, was die Welt ihm noch alles zu bieten hatte.

"Genau." Taehyung's Augen glitzerten überzeugt und sein Blick war fest, als würde er ich seiner Sache mehr als nur sicher sein.
"Denkst du, der Regen könnte im Zusammenhang mit deiner Geschichte stehen? Ich möchte nicht abergläubisch klingen, aber vom Timing her würde das so gut passen", überlegte Bogum dann und blickte fragend zwischen seinen beiden Besuchern her, um von ihnen eine Antwort zu erhalten. Eine Antwort, von denen keiner wissen konnte, ob sie auch tatsächlich wahr war, alles Gesagte konnte nur auf Spekulationen und Überlegungen aufbauen, denn handfeste Beweise lagen noch immer keine vor.

"Entweder handelt es sich hierbei um einen Zufall oder man versucht uns vor etwas zu warnen. Aber ich verstehe nicht, wovor genau...", murmelte der Schwarzhaarige und blickte dann zu Kook, der wie gebannt aus dem Fenster starrte und dem Regen bei seinem Fall zuschaute, während er dem prasselnden, beruhigenden Geräusch, das dieser Schauer über ihnen auslöste, lauschte und dabei ein kleines Lächeln aufsetzte.

Ein Seufzen entwich den Lippen von Taehyung, letzten Endes konnten sie nichts anderes tun als zu warten, dass sie den nächsten Schritt unternehmen konnten und auf weitere Antworten hoffen. Das mochte frustrierend für alle Beteiligten sein, doch sich Hals über Kopf in etwas zu stürzen, brachte einen sicherlich auch nicht weiter.

Es regnete Minuten, vielleicht sogar Stunden, das Spektakel glich einem Trauerspiel und die verstrichene Zeit überkam die drei nur quälend langsam, während sie in ihren eigenen Gedanken versunken waren und kaum ein Ton in diesem Raum herrschte.
Doch irgendwann wurde das Geräusch von dem prasselnden Regenschauer minder, Bogum war der erste, der bemerkte dass der Regen immer schwächer wurde und war auch der, der diese Information dann lauthals verkündete.
Kook und Taehyung musterten sich grinsend und beobachteten dann, wie vereinzelte Sonnenstrahlen auf das Dorf trafen, die dunklen Wolken am Himmel verschwanden nach und nach, der Regen wurde immer schwächer und schon gleich konnten sie nach draußen an die frische Luft gehen.

Zunächst rümpfte Kook seine Nase, weil ihm der Geruch des Regens in die Nase stieg und er diesen als überhaupt nicht angenehm bezeichnen würde, dann aber warf er einen Blick in das über ihnen herrschende Firmament, das sich in all seiner Königlichkeit wieder über sie erstrahlte und kurz darauf entdeckte er etwas, das ihn für einen Moment vergessen ließ, in welcher Situation er sich befand. Es war das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit, das diesen Schimmer an Farben erschuf und Kook wurde bewusst, das keines der beiden Dinge ohne das andere existieren konnte. Wenn die Dunkelheit und das Licht aufeinandertrafen, folgte entweder der Tod oder neues Leben, entweder folgte Zerstörung oder Erschaffung.

"Meinst du, wir sollten uns jetzt auf den Weg machen? Schaffst du das noch von deiner Verfassung her oder sollen wir doch lieber bis morgen warten?", erkundigte der Schwarzhaarige sich bei seinem Begleiter, der den Regenbogen nach wie vor bestaunte und offenbar alles andere um sich herum ausgeblendet hatte.
"Taehyung, ich will endlich Antworten. Ich will wissen, wer ich bin und wenn das ein Schritt zu diesem Ziel ist, möchte ich diesen noch schnell wie möglich begehen."

Ohne den Blick von dem Himmel abzuwenden, ertönte Kook's feste Antwort und drang in die Ohren von Taehyung und Bogum, ersterer setzte ein zufriedenes Lächeln auf und nickte mit dem Kopf.
"Müssen wir etwas beachten, wenn wir die Ruinen besuchen oder können wir problemlos eintreten?", fragte er an Bogum gerichtet, doch dieser sagte ihm, dass es kein Problem darstellen sollte. Die Ruinen waren ein Ort, der für die Dorfbewohner frei zugänglich war, sie waren ein wichtiges Artefakt aus der Vergangenheit und sollte man keine bösen Absichten haben, werden einem die Götter auch den Weg nicht versperren.

So kam es, dass die beiden sich dann langsam auf den Weg machten, die Aufregung stand dem Braunhaarigen fast schon ins Gesicht geschrieben, genauso aber die Neugier. Wer konnte wissen, was sie dort erwarten würde? Vielleicht würde der Kopf von Kook wieder anfangen zu dröhnen, vielleicht würden sie etwas bezüglich der Ketten finden oder es würde einfach nichts geschehen. Was es auch sein sollte, die Antwort darauf würden die beiden erst dann erhalten, wenn sie dort waren und es probiert hatten.

Den Eingang erkannten sie schon aus der Ferne, er war geschmückt mit empor ragenden Säulen und teilweise abgebrochenem Gestein, dennoch war der Weg klar erkenn- und passierbar.

Kook ballte seine Hand zur Faust, als sie langsam daa Innere der Ruine betraten, seine Augen begannen sich langsam an die veränderten Sichtverhältnisse zu gewöhnen, doch er hielt sich gleichzeitig an Taehyung fest, um nicht über Hindernisse zu stolpern und sich damit zu verletzen. Wie sonst auch verspürte er ein warmes Gefühl der Geborgenheit, welches für ihn nicht definierbar war, er kannte es nicht und wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Doch eines war ihn klar; Taehyung war sein Freund und die Person, bei der er sich sicher und wohl fühlte.

Aber während die beiden langsam immer tiefer in die Ruine gelangen und sich der antiken Malerei näherten, bemerkten sie nicht die Gefahr, die von draußen auf sie wartete.

"W-Was willst du?!" Bogum hielt sich seinen verletzten Arm und blickte schwankend hinter seinem Angreifer hinterher, dieser blickte ihm in die Augen und für Bogum sah es aus, als würde er einem Dämon in die Augen schauen. Sein Mantel verdeckte seine gesamte Gestalt, seine Maske verdeckte den Großteil seines Gesichtes, doch in dieser einen Sekunde, in der er den Blick seines Angreifers erkannte, bemerkte er, dass Kook und Taehyung in ernsthafter Gefahr waren.

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Endlich geht es hier auch mal wieder weiter ❤

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