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【Chapter 30】

"Sieh einer an, wer wieder hier ist", ertönte die erfreute und aufgeregte Stimme Hoseoks, als der Jungkook und Taehyung nebeneinander laufend erblickte und er kam nicht um ein erleichtertes Lächeln auf den Lippen herum. Natürlich war er ebenso besorgt, immerhin wussten sie alle, dass ein Maskierter dort draußen sein Unwesen trieb und man konnte nie wissen, was ein solcher Mensch denkt.

Die beiden kamen vor dem fröhlichen Rotschopf an und begrüßten diesen, allerdings sah man ihnen auch dirent an, wie erschöpft und fertig sie nach dieser Reise waren. Der Rückmarsch verlief zwar problemlos, dennoch hatten sie sich beeilt, denn sie konnten nicht einfach sinnfrei durch die Gegend spazieren, die Zeit rannte ihnen davon und keiner wusste, wie schnell sie es tat.

"Konntet ihr irgendwas in Erfahrung bringen?", fragte er dann an die beiden gerichtet und bot ihnen an, mit in die Basis von ihnen zu gehen. Taehyung nickte und die beiden folgten Hoseok in das Innere des Gebäudes, allerdings wurden dem Rothaarigen nur die Randdetails erzählt, da Taehyung zunächst das Gespräch mit Yoongi suchen wollte.

Da dieser sich wie üblich in seinem Büro aufhielt, war es den beiden auch ein leichtes, seine Position ausfindig zu machen. Sie nickten sich gegenseitig zu, klopften dann an der Tür und betraten dann den besagten Raum. "Wer ist da?", ertönte die tiefe Stimme von Yoongi, der offenbar nicht einmal die Anstalten machte, sich umzudrehen und nach seinem Besuch zu erkundigen. "Ich bin's", antwortete Taehyung, mit der Gewissheit, dass der Klang seiner Stimme schon ausreichend für den Laborexperten wäre.

Dieser drehte sich auf seinem Stuhl, sodass er den beiden nun ins Gesicht schauen konnte und seine rechte Augenbraue zog er dann in die Höhe. "Ihr wart nicht sehr lange weg, was ist passiert?", fragte er an die beiden gerichtet, die sich daraufhin anschauten. Und kurz daraufhin begann Taehyung von diesem maskierten Mann, ihrem Erlebnis in der Ruine zu erzählen, er deutete sogar diese enigmatische Stimme an.

"Er versucht also die Fragmente der einzelnen Ruinen zu sammeln? Aus welchem Zweck tut er das? Hat er etwas wichtiges dazu gesagt?", hakte Yoongi weiter nach und Taehyung fiel dann wieder ein, dass der Maskierte ziemlich merkwürdig auf Jungkook reagiert hatte. "Inwiefern seltsam?", fragte er weiter, denn offenbar fing sein Kopf schon wieder an zu arbeiten und die Bedeutung dahinter herauszufinden. "Na ja, auf mich wirkte es fast so, als würde er Jungkook kennen und Jungkook hatte im Nachhinein gesagt, dass er bei dem Maskierten eine Kette gesehen hat, die identisch mit der meines Bruders ist", antwortete Taehyung daraufhin.

"Moment mal, das bedeutet also, wir haben neben Jungkooks Kette auch noch die von deinem Bruder, die aber aus irgendeinem Grund zwei Mal existent ist?" Yoongi klang fast so, als konnte er es nicht glauben, aber auf der anderen Seite sah es so aus, als hätte er einen kleinen Lichtblick erhalten. "Diese Ketten sind speziell, dass sie zwei Mal vorkommen, kann ich mir nicht vorstellen, also etwas an dieser Geschichte ist definitiv faul. Und wenn du sagst, dass es wirkte, als würde er Jungkook kennen, dann wäre es umso wichtiger für uns, die Erinnerungen dieses Jungen wieder herzustellen."

Jungkook blickte zwischen den beiden umher und ballte seine Hand zur Faust, für ihn war es schrecklich zu wissen, in all das involviert zu sein, aber nicht helfen zu können. Auch er wollte seine Erinnerungen wieder für sich haben und auch er wäre heilfroh, wenn das alles endlich ein Ende nehmen würde. Doch wie es schien, war das alles bloß der Anfang vom Ende; die Ruhe vor dem Sturm und wenn sie nichts unternahmen, würde der Sturm noch viel eher und viel brutaler auf sie einstürzen als gedacht.

"Ich kann mich an nichts genaues erinnern, aber wenn ich an seinen Blick denke, bekomme ich ein seltsames Gefühl und Bilder schießen in meinen Kopf. Ich erinnere mich an diesen Ausdruck in seinen Augen und... ich spüre keine Gefahr von ihm ausgehend", meldete er sich erstmals zu Wort, weshalb Yoongi ihn eindringlich musterte und dann auf ihn zuging.

Seine Hand legte er auf der Schulter von Jungkook ab und blickte diesem dann fest in die Augen. "Wenn du dich an irgendwas erinnern kannst, dann sag uns das bitte. Ganz egal, was es ist, es kann von Nutzen sein!", forderte er den Braunhaarigen auf, der daraufhin zu überlegen beginnt. "Immer wenn ich etwas sehe, ist es Zerstörung. Wenn ich in den klaren Himmel schaue, spüre ich ein wohliges Gefühl in meiner Brust, als hätte ich so etwas noch nie erlebt. Aber in dem Augenpaar von diesem Mann habe ich noch etwas gesehen, neben dieser Wut und dem Hass", erklärte er seine verrückten Gedankengänge.

"Ich weiß, das ist nicht viel; immer wenn wir uns in den Ruinen befinden, schießen mir Bilder in den Kopf, die ich aber alle nicht in einen Kontext bringen kann. Am Ende erinnere ich mich an fast nichts davon, aber ich weiß, dass da auch etwas Höheres mit im Spiel sein muss", beendete er seine Aussage und blickte einmal durch die Runde. Das würde auch diese mysteriöse Stimme erklären, dachte Taehyung sich im Stummen, doch wagte es nicht, dieses auszusprechen.

"Was denkst du, Yoongi? Was sollen wir als nächstes tun?", fragte Taehyung dann an seinen alten Freund gerichtet und erhoffte sich dadurch eine Antwort, die ihnen weiterhelfen konnte. "Wenn der Maskierte es auf die Fragmente abgesehen hat, werde ich die anderen Dörfer auf schnellstem Wege kontaktieren und sie warnen. Euch würde ich empfehlen, euch hier umzuhören und die Erinnerungen von diesem Jungen aufzufrischen. Sprecht mit den Ältesten, sie werden euch vieles zu den Legenden erzählen können", wies Yoongi die beiden dann an und seufzte, ehe er seine Hand auf seinem Schreibtisch ablegte und sich auf seinem Stuhl fallen ließ.

"Wenn Jungkook Recht behält und das Ganze höhere Mächte betrifft, dann kommen wir hier mit einfacher Menschenlogik nicht mehr weiter. Ein Mensch kann sich nichts erklären, was ein Gott geschaffen hat, also müssen wir uns jetzt auf wirklich alles gefasst machen, egal wie paradox das auch sein mag."

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Ich habe das Gefühl, diese Story wird meine bisher längste werden, weil ich versuche sie wie ein Buch aufzubauen und nichts zu überstürzen

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