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【Chapter 4】

Unsicher beaugte der Junge die ihm völlig exotische Szene, versuchte sich dabei jedes noch so kleine Detail zu perzipieren. Hoseok war der Mann, der sie am Eingang empfangen hatte, bei dem er sich aber noch immer ein wenig unwohl fühlte und es deshalb bevorzugte, mit niemandem zu sprechen, falls nicht unbedingt nötig.

Derzeit berieten Taehyung und Hoseok sich über die paradoxen Ereignisse, doch der Junge schenkte ihnen keinerlei Aufmerksamkeit, da er in seinen eigenen Gedanken, seiner eigenen kleinen Welt verschollen war.
"War es wirklich eine gute Idee, diesen Jungen mit hierher zunehmen?", fragte Hoseok an Taehyung gerichtet und begann kurz darauf zu schmunzeln, er biss sich auf die Unterlippe und warf dem Braunhaarigen einen skeptischen Seitenblick zu.

Das hier war zwar die Station für öffentliche Sicherheit, dennoch war der unbefugte Beitritt von Fremden und vor allem nicht-Angehörigen des Dorfes strengstens verboten.
"Was hätte ich denn tun sollen? Ich konnte ihn ja wohl kaum dort unten liegen lassen, in solch einer Verfassung", zischte Taehyung zurück und deutete auf den Jungen, der sich erschöpft und völlig ausgelaugt auf dem Sofa niedergelassen hatte.

"Schau ihn dir doch mal an - der ist körperlich nicht in der besten Verfassung und wer weiß, was alles hätte passieren können?", fragte Taehyung dann noch, um sein eigenes Argument zu bekräften, doch erwartete darauf keine Antwort.
"Du weißt, wie gefährlich es zurzeit ist", fügte er noch murmelnd hinzu und begegnete Hoseok's Blick erneut, aber felsenfest, er aber kurz darauf auf den beinahe in den Schlaf dämmernden Jungen spähte.

"Ich weiß... ich weiß", gab er sich dann doch geschlagen und seufzte lautstark aus, ehe er sich am Hinterkopf kratzte und offenbar begann zu überlegen.
"Und was hast du nun vor? Möchtest du ihm helfen und deine eigenen Aufträge zeitgleich erledigen?", wollte Hoseok dann von ihm wissen und verschränkte seine Arme vor seinem Oberkörper, warf Taehyung einen abwartenden und zugleich geduldslosen Blick zu.

Taehyung zuckte lediglich mit den Schultern - ein wenig unbedeutend, "Ich weiß, das wird nicht einfach, aber das bekomme ich schon irgendwie hin. Außerdem...", Taehyung machte eine kleine Pause, in der er erneut Luft schnappte, und musterte sein Gegenüber mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
"Könntest du mir doch sicherlich ein wenig aushelfen", beendete er seinen Satz und hob provokant eine Augenbraue nach oben.

"Als hätte ich selbst nichts zutun", gab der Angesprochene schnippisch zurück und schnaufte einmal abfällig, ehe er seinen Blick wieder zu dem einnickenden Jungen gleiten ließ.
"Komm schon, du bist mir ohnehin noch was schuldig, weil ich dich damals vor Yoongi bewahrt habe", kam es fast schon bettelnd von Taehyung, jedoch ließ sich auch heraushören, dass Taehyung genau wusste, in welcher Situation sich beide befanden und er sich schon fest auf die Unterstützung Hoseoks verlassen konnte.

Hoseok seufzte einmal nachlässig, "Du musst mich da echt jedes Mal dran erinnern, oder? War ja klar, dass ich die Quittung dafür früher oder später abzahlen müsste", blaffte er als Antwort, doch es klang so, als würde er sich letzten Endes geschlagen geben und Taehyung's Bitte dann doch akzeptieren, wenn auch widerwillig.

"Also gut, ich helfe dir, aber wehe das wird wieder im Disaster enden", gab er dann kleinbei und rollte unauffällig mit den Augen. Taehyung lächelte ihn dankbar an, "Ich danke dir", erwiderte er und schaute wieder zu ihrem Gast. Der Kerl schien müde zu sein, denn immer wieder schloss er seine Augen, weil er nicht mehr länger die Kraft hatte, um diese offen zu halten, und nickte davon.

"Meinst du nicht, wir sollten ihn weiter rein bringen?", fragte Taehyung dann an Hoseok gewandt und runzelte überlegend mit der Stirn. Hoseok biss sich auf die Unterlippe und überlegte für einen Moment, ehe er seufzend einen Entschluss fasste.
"Also gut, machen wir", gab er zurück und ging zu ihrem Gast, um diesen anzurütteln und somit aus seinem Halbschlaf zu befreien.

Die beiden unterhielten sich für einen Moment, Hoseok klärte den Braunhaarigen auf, dass sie nun noch weiter in das Innere des Versteckes marschieren würden. Irritiert erhob sich der Junge, streckte sich giebig, gesellte sich dann zu Taehyung und zu dritt folgten sie dem einzigen Gang, der weiter in das Innere führen würde.

Zumindest war dieser keineswegs eng, sondern bot eine Menge Platz und Vielfalt, sogar breiter wurde er, je weiter man ihn passierte. Er war gut belichtet, sodass keiner der drei irgendwelche Probleme hatte, diesen zu passieren und alles rundum zu erkennen.

"Wir sollten Yoongi einen Besuch abstatten, der weiß sicher, was zutun ist", schlug Hoseok dann vor und begann zu grübeln, Taehyung nickte anerkennend mit dem Kopf und stimmte somit dem Vorschlag seines Kollegen zu.
"Yoongi ist hier für die Technik zuständig, aber er besitzt auch einen außerordentlich augeprägten Menschenverstand", erklärte Taehyung anschließend.

"Der Kerl ist brillant, wenn du mal nicht weiter weißt, hat er meist eine Lösung parat", fügte Hoseok dann noch hinzu und grinste begeistert, denn scheinbar achtete er Yoongi sehr. Taehyung stimmte ihm lachend zu, aber blickte dann wieder ernst zu dem Kleinsten in der Runde.
"Aber sei gewarnt, er kann schnell verdrießlich und sauer werden, also halte deine Zunge in Schacht"

Der Unbekannte wusste mit dieser Warnung zwar kaum etwas anzufangen, doch in seinem Kopf machten sich schon die seltsamsten Vorstellungen über Yoongi breit. Was er denn für eine Art Mensch sei, wie er aussehen würde und wie er reagieren könnte, wenn er jemand Neues zu Gesicht bekam.

Hoseok begann zu lachen und begegnete dem verunsicherten Blick des Braunhaarigen, schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln, welches dem Kleinsten ein beihauchendes Gefühl der Sicherheit gab, jedoch war da immer noch die Angst vor dem Ungewissen, die sich immer wieder bei ihm meldete. Die drei kamen vor einer grauen, modernen Tür zum Stehen, klopften an dieser und warteten nicht lange, und öffneten sie diese dann, bevor überhaupt die Bestätigung zum Hereinkommen zu hören war.
"Taehyung, Hoseok, was macht ihr beide hier?", fragte der einzige Kerl in diesem, der offenbar Yoongi sein musste.

Der Raum warf ein riesiges Fragezeichen in dem Kopf des Braunhaarigen auf, manche Stellen wirkten so ordinär und langweilig, doch andere widerrum so sytlisch und fantastisch.

Der Fremde riskierte einen Blick und wirkte sichtlich überrascht, als er zum ersten Mal dem Blick Yoongis begegnete. Er hatte ihn sich definitiv anders vorgestellt, aber der Kerl war kleiner und auch wenn seine Haare blau-schwarz waren, so hatte er nicht annähernd den zerstörerischen Ausdruck in den Augen, wie er sich vorgestellt hatte.

"Wer ist das?", fragte Yoongi dann und nickte mit dem Kopf auf den Neukömmling, doch Hoseok zuckte bloß mit den Schultern und überließ Taehyung das Wort. Dieser funkelte ihn einmal böse an, atmete dann aber tief durch und setzte zu einer Antwort an.
"Ich hab ihn unten an der Strandkuhle gefunden, er war bewusstlos", begann er zu erzählen.

Yoongi schien mittlerweile ganz Ohr zu sein, seine Aufmerksamkeit hatten sie auf jeden Fall für sich gewonnen.
"Er war nicht in seiner besten Verfassung, dazu kommt, dass er sein Gedächtnis verloren hat und nicht mal über seine Identität Auskunft geben kann", erklärte Taehyung dem Schwarzhaarigen dann und überlegte dann wieder.

Dieser nickte bloß verstehend mit dem Kopf und runzelte dann mit der Stirn.
"Lass mich raten? Dein gutmütiges Herz hat es sich bestimmt zur Aufgabe gemacht, diesem Jungen in seiner Misere zu helfen, hab ich nicht recht?", witzelte Yoongi dann schnaufend und klang dabei voller Belustigung, Taehyung nickte nur peinlich berührt mit dem Kopf und fühlte sich ertappt.

"Was sollte ich schon tun?", fragte Taehyung ironisch und blickte daraufhin zu Boden. Yoongi begann zu überlegen und seufzte anschließend, ehe er sich erhob und zu dem Braunhaarigen lief, sich direkt vor ihn stellte und seinem unsicheren Blick begegnete. Offenbar versuchte er etwas aus seinem Blick heraus zulesen.

Sein Blick senkte sich, er musterte, ja inspizierte sein Gegenüber schon beinahe und spitzelte seine Lippen zu einem leichten O, als er an dem Hals des Jungen eine Kette erkannte. "Darf ich mal?", fragte er an sein Gegenüber und wartete dann auf dessen Einverständnis.
Als er diese durch ein Kopfnicken erhalten hatte, holte er diese Kette vorsichtig hervor und warf einen Blick darauf.

Stirnrunzelnd musterte er dieses kleine Symbol. Es war eine Art Mini-Platte, mit einem Symbol drauf, welches Yoongi aber noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatte.
"Sag mal, woher hast du diese Kette?", fragte er an den Jungen, erwartete darauf zwar keine Antwort, doch einen Versuch war es auf jeden Fall wert.

Völlig konfus erwiderte er Yoongi's Blick, schien sich zu konzentrieren und in seinen Erinnerungen zu graben. Schmerzerfüllt verzog er sein Gesicht und schüttelte im nächsten Moment verzweifelt und tieftraurig den Kopf.
"Es tut mir leid, alles ist dunkel und verschwommen. Ich erkenne einfach nichts", entschuldigte er sich bei Yoongi, da er dessen Frage nicht beantworten konnte.

Yoongi beaugte das Teil kritisch, schaute sich auch die Rückseite an und schien dann überrascht zu sein. Dort stand etwas geschrieben, doch man konnte kaum etwas erkennen.
"...Kook", las Yoongi murmelnd vor und begann dann zu überlegen, was diese vier erkennbare Buchstaben bedeuten könnten.

"Kook...", wiederholte er nachdenklich und brummend, sodass auch die anderen auf ihn aufmerksam wurden.
"Hast du etwas entdeckt?", fragte Hoseok an Yoongi gerichtet, doch dieser schüttelte seinen Kopf und starrte bloß gerade aus. Ein Seufzen verließ seine Kehle, denn er konnte mit noch keiner plausiblen Erklärung aufkreuzen, doch er würde sich mit Sicherheit noch etwas einfallen lassen diesbezüglich.

"Ich wette, dieser Typ hat dann keinen Namen, mit dem wir ihn ansprechen können, oder?", wollte Yoongi von den beiden wissen, die daraufhin den Kopf schüttelten und seine Frage somit verneinten. Yoongi schnaubte, wie konnte diese Kette eigentlich keinem von den beiden ins Auge stechen?

"Also gut, dann nennen wir dich - bis wir deine Identität herausgefunden haben - einfach Kook, in Ordnung?", fragte Yoongi an den Braunhaarigen, der irritiert und ein wenig überfordert seinen Blick umherschweifen ließ. Im nächsten Moment wirkte er aber fasziniert von der Idee, endlich mit einem Namen angesprochen werden zu können, wieder eine eigene Identität zu haben, und nickte deshalb aufgeregt mit seinem Kopf.

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hab das chap ein wenig länger gemacht, das variiert - i hope it's okay-

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