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【Chapter 41】

Der innige Moment, in dem die Lippen von Taehyung auf die von Jungkook trafen, schien für sie beide so unendlich lange. So endlos laut und doch so stumm, denn während sie um sich herum alles ausblendeten, herrschte in ihrem Inneren ein gewaltiges Chaos, das sich genauso wenig wie ihre plötzliche Zuneigung für den anderen mit Logik erklären ließ.

Aber Gefühle konnte man nicht erklären, sie waren nichts, das der Verstand regeln konnte.

Sie genossen die Wärme, die von dem jeweils anderen ausging und versuchten sich so nah wie möglich zu sein, während die Zeit um sie herum wie gefroren schien, nicht einmal das Rauschen der Wellen drang mehr in ihr Ohr. Es war vorhanden, doch ihr Fokus lag auf ihrem Gegenüber, das einzige, das für sie in diesem Moment zählte.

Und so schön es auch für sie beide war, wirkte Jungkook etwas überfordert mit der Situation. Ihm war das, was sie taten, ein Begriff und er wusste, dass dieser Akt normalerweise von zwei sich Liebenden ausgeführt wurde, aber er verstand nicht, wieso er das mit Taehyung tat, wenn Liebe nie ein wirkliches Thema der beiden war.

Oder vielleicht war es das, nur traute sich keiner es in einer Situation wie dieser anzusprechen.

"Taehyung", murmelte Jungkook dann leise, als ihre Lippen sich langsam voneinander lösten und schnell merkte er, dass er an den Händen zitterte und sein Herz schneller als gewöhnlich schlug. Jungkook fühlte sich unsicher, gar verängstigt, denn er fürchtete, etwas falsches zutun und wusste nicht damit umzugehen. Es war wie als würde ein schwimmunfähiges Kind in ein riesige Meer fallen und dann von einer Welle erfasst werden.

In anderen Worten: Es war die Verzweiflung.

"Ich weiß", antwortete Taehyung dann, ohne dass Jungkook auch nur einen einzigen Gedanken aussprechen musste. Aber das war vermutlich auch nicht nötig, die beiden konnten auch ohne Worte kommunizieren, denn Jungkook mangelte es häufiger an der richtigen Wortwahl und deshalb eignete sich Taehyung diese Fähigkeit an. Schuld daran war aber auch das tiefe Verhältnis, das sie zueinander hatten.

"Ich war vorschnell, tut mir leid", entschuldigte sich Taehyung dann, wobei es keinen Grund dazu gab. Keiner der beiden hatte zu etwas gedrängt und es fühlte sich in diesem Moment einfach richtig an, dennoch gab der Schwarzhaarige sich die Schuld, weil er es besser hätte wissen sollen.

"Nein, ist schon in Ordnung", widersprach Jungkook leise und wirkte, als wäre er selbst noch in Gedanken gefangen. Seine Arme umschlossen seinen Körper und er schien ziemlich in sich gekehrt, aber auf einmal verflogen all diese Selbstzweifel aus seinem Blick und er wirkte zuversichtlich.
"Ich habe mich gut dabei gefühlt."

"Jungkook", sprach Taehyung leise seinen Namen aus, als wolle er sich noch mal entschuldigen, doch der Angesprochene schüttelte stumm seinen Kopf und ließ nichts anderes zu.
"Sag nichts", entwich es den Lippen des Braunhaarigen und er begann leicht zu lächeln. Und trotz der Tatsache, dass sein Lächeln nicht über beide Ohren reichte und eher sanft wirkte, war es aufrichtig und ehrlich.

"Wenn das alles vorbei ist, werden wir die Zeit finden, sich mit uns zu befassen", fuhr Jungkook fort und wollte damit gleichzeitig verhindern, dass etwas anderes seine Gedanken kreuzte und ihn anschließend aus der Bahn wirft. Er wusste, dass er momentan das Schicksal vieler Menschenleben auf seiner Schulter tragen musste und dass das vor der Beziehung der beiden stand. Emotionen können schön sein, aber einen auch zu dummen Aktionen verleiten und um genau das zu verhindern, schob er es hinten an, um sich auf die Mission konzentrieren zu können.

Aber ihm fiel es auch nicht einfach, diesen Strich zu ziehen.

"Du hast recht." Taehyung nickte, denn er verstand, was sein Gegenüber ihm mitteilen wollte und akzeptierte es.
Für einen Moment blickten sie sich nur stumm in die Augen, ehe Taehyung dann mit dem Kopf nickte und sie wieder alles andere um sie herum wahrnahmen. Die rauschenden Wellen, das Pfeifen des Windes, das Rascheln der Bäume, alles um sie herum wirkte so lebendig und Jungkook erinnerte sich daran.

Es erweckte in ihm das Verlangen, eine Welt zu erschaffen, in der er dieses Gefühl jeden Tag spüren konnte - eine Welt, die weder zerstört war noch von der Finsternis verschlungen. Einen Ort, den die Leute beleben konnten, ohne in panischer Angst zu ersticken. Und sie waren so greifbar nah, dieses Ziel zu erreichen. Seine Hand ballte er zur Faust, denn seine Gedanken drehten sich wieder um den Ernst dieser Situation.

"Gehen wir", bestimmte Jungkook und Taehyung wirkte über den plötzlichen Sinneswandel seines Partners überrascht. Aber er nickte mit dem Kopf und zusammen verließen sie den Ort, an dem sich ihre Wege das erste Mal auf mysteriöse Art und Weise kreuzten. Für Taehyung fühlte es sich schon wie eine halbe Ewigkeit an, Jungkook in seinem Leben zu haben schien ihm wie selbstverständlich zu sein und er wollte ihn niemals verlieren.

Es war zwar noch immer ein Geheimnis, wie die gesamte Situation entstanden war, aber so langsam bekam Taehyung das Gefühl, dass die einzelnen Teile durch ein paar letzte Fehlenden zu einem großen Bild werden können. Alles, was sie nun tun konnten, war abwarten und aufmerksam zu sein.

"Wir brauchen einen Plan", sagte Jungkook dann auf einmal, als sie gerade dem Weg in die Stadt folgten.
"Dann sollten wir noch einen Abstecher zu der Basis machen und uns einen ausdenken, schließlich wissen wir nicht, wann der Feind zuschlagen wird", überlegte Taehyung und ihm fiel direkt ein, dass der Angriff auch noch heute geschehen konnte.

Aber davon war nicht auszugehen, sicherlich brauchte der Feind ebenso Zeit zum Vorbereiten und aufgrund dieses Gedankenganges gingen sie von einer Zeitspanne von mindestens einem Tag aus, in dem sie sich vorbereiten und dem Terror damit ein Ende setzen konnten.

"Dann lass uns dorthin gehen."

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Ich war die letzten paar Tage bei meinem Freund und wollte ungern auf Wattpad Zeit verbringen, aber jetzt habe ich wieder Zeit für Updates

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