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Jimin Pov
„Wollen wir heute wirklich hier bleiben?", frage ich Yoongi unsicher und lehne den Kopf zurück, sodass ich an die Decke starren kann. Eigentlich wollte ich meinen Geburtstag nicht feiern, umso passender kam es, als Taehyung und Jungkook meinten, wir müssten heute nicht feiern gehen. Stattdessen haben wir uns vorhin getroffen und haben alle etwas gemeinsam gegessen. Mein bester Freund musste gar nicht lange mit sich reden lassen, meine Geburtstagsparty wäre eher eine Art Abschied gewesen - so seine Worte. Doch die haben wir ja jetzt nicht mehr nötig, da sie mit uns mitkommen.
Eigentlich sollte mir das gelegen kommen, aber der Drang, meinen Geburtstag mal so richtig zu feiern, ist irgendwie doch präsent.
„Möchtest du etwa doch nicht?", erwidert mein Freund auf meine Worte und setzt sich mit einer Schüssel Popcorn zu mir auf die Couch. Mir entkommt ein Seufzer und ich zucke mit den Schultern. „Irgendwie hätte ich schon Lust meinen Geburtstag zu feiern. Aber in einen Club möchte ich auch nicht wirklich gehen, ist wahrscheinlich einfach keine gute Idee", bringe ich hervor und werfe einen Blick auf mein Handy, um die Uhrzeit zu checken. „Außerdem ist es vermutlich sowieso zu spät, wir sind ja nicht einmal angezogen."
Yoongi stellt die Schüssel auf den Tisch und fährt mit seiner flachen Hand über seine Jeans. „Erinnerst du dich noch an die Party, auf welcher wir uns kennengelernt haben?", möchte er von mir wissen, was ich natürlich mit einem Nicken und tatsächlich auch einem Schmunzeln bestätige. „Einer aus meinem Semester hat mir vorhin eine Einladung für so eine Studentenparty geschickt. Ich habe es ignoriert, weil ich dache, du würdest lieber hier bleiben wollen. Wenn du aber deinen Geburtstag doch noch irgendwie feiern möchtest, können wir dorthin gehen und schauen, wie es ist."
Kurz überlege ich und starre ihn an, kaue ganz leicht auf der Innenseite meiner Wange herum und runzle die Stirn unsicher. „Wollen wir?", frage ich ihn und lehne mich etwas nach vorne. Yoongi beugt sich zu mir und drückt einen Kuss auf meine Lippen, dann steht er auf und zieht mich an den Armen hoch, wobei er schmunzelt, somit auch wortlos zustimmt.
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„Yoongi? Du hier?", ruft ein Typ, keine zwei Sekunden, nachdem wir das Haus betreten. Seine Haare sind braun, er ist etwas größer, als Yoongi und gesehen habe ich ihn nie zuvor. „Das letzte Mal ist ultra lange her!", gibt er lachend von sich, wobei er sogar ein wenig lallt, ehe er einen Arm um Yoongis Schulter legt, welcher daraufhin ungewollt meine Hand loslässt. Das Ganze scheint ihm nicht besonders unangenehm zu sein, also sage und tue ich nichts, sondern betrachte die Situation eine kurze Weile.
„Ich hatte viel zu tun", gibt Yoongi mit einer ruhigen Stimme von sich, so, wie man ihn einfach kennt, und deutet mit dem Kopf schließlich auf mich. „Das ist mein fester Freund Jimin", stellt er mich vor, weshalb ich meine Lippen zu einem Strich forme und so versuche ein halbwegs normales Lächeln auf die Beine zu kriegen. Die laute Musik und die tanzenden Menge, das Gedränge hin und wieder und die Leute, die verdammt aufgedreht sind, überrumpeln mich im ersten Moment ein wenig. Kurz überlege ich, ob das hier wirklich eine gute Idee gewesen ist, aber ich versuche mir einzureden, dass ich mich einfach wieder etwas daran gewöhnen muss. Deshalb lasse ich mir auch nichts anmerken.
„Hey, Yoongis fester Freund Jimin, mein Name ist Minhyuk", lallt der Typ fröhlich, winkt mir zu und kichert schließlich, ehe er die Augenbrauen hochzieht und überrascht zu Yoongi blickt, um wessen Schulter nach wie vor sein Arm ruht. Auch Yoongi hat einen Arm leicht um den mir Fremden gelegt, vermutlich, weil dieser auf wackeligen Beinen steht und er vermeiden möchte zu fallen. Stören tut es mich jedenfalls nicht. „Wir müssen mal einen trinken, Yoongs!"
Und schon wird er gezogen. Ich muss ein wenig lachen, weil die ganze Situation so absurd erscheint, dann nicke ich Yoongi zu und gebe ihm zu verstehen, dass das in Ordnung ist. Er formt mit den Lippen ein „Sorry" und wird schließlich an einen Tisch gezogen. Die Zeit nutze ich, um mich kurz etwas umzuschauen, ehe ich den Beiden auch schon folge.
Im Laufe des Abends lerne ich so einige Leute von Yoongis Uni kennen und ich muss feststellen, dass die größtenteils alle ganz schön witzig sind. Ob das an ihnen selbst oder an meiner Wahrnehmung liegt, die durch die ganzen Becher, die mir in die Hand gedrückt werden, getrübt wird, kann ich an der Stelle jedoch nicht sagen. Irgendwann lache ich mir über alles und jeden einen ab und fange sogar an leicht zu der Musik zu tanzen. Yoongis Seite verlasse ich dabei jedoch keine Sekunde, stattdessen klebe ich schon fast an ihm.
„Tanz mit mir, Hyung", schmolle ich und lege meine Arme um seinen Hals, ehe ich ihn mit großen Augen anschaue und ich damit versuche zu überreden. „Ich tanze nicht, Jimin, das weißt du", entgegnet er mir, woraufhin ich nur noch mehr schmolle, doch wirklich bringen tut es nicht wirklich etwas. Er bleibt nämlich hartnäckig.
Was für mich nicht gilt, denn ich belasse es einfach dabei, vor allem, als Minhyuk mir auf die Schulter tippt und ich mich zu ihm drehe. „Du hast ja nichts mehr zu trinken. Hier, nimm meins", gibt er entsetzt von sich und hält mir wieder einen Becher hin. Keine Ahnung, was dort drin ist, aber es schmeckt wirklich gut, deshalb nehme ich auch jetzt ohne Bedenken den Becher dankend an. Dafür löse ich mich von Yoongi und kurz danach verschwindet Minhyuk, da er von jemandem gerufen wird.
Bevor ich dazu komme einen Schluck vom Getränk zu nehmen - ich lege gerade einmal die Lippen an den Rand des Bechers -, wird mir dieser auch wieder aus der Hand genommen.
„Hey", rufe ich entsetzt aus, verstumme jedoch, als ich bemerke, dass es nur Yoongi ist. Dieser schaut kurz in den Becher und stellt ihn auf den Tisch neben ihm ab, ehe er mich anschaut. Und das mit einem ganz schön ernsten Blick. „Du hattest genug für heute, findest du nicht?"
Ich runzle die Stirn kurz und atme durch, ehe ich auf den Becher schiele. Mein Kopf arbeitet bereits, als würde ich den schwierigsten, kompliziertesten und besten Plan aushecken, wobei ich mit meinem Blick immer wieder vom Becher zu Yoongi wechsle. Ich möchte gerade - ganz unauffällig, versteht sich - meinen Arm nach dem Becher ausstrecken, als er sagt: „Denk nicht mal dran, Jimin."
„Oh man, Hyung, wieso denn nicht? Heute ist doch mein Geburtstag", beschwere ich mich mit einem weinerlichen Unterton.
„Na und? Genau deshalb solltest du das Zeug erst recht nicht anrühren. Du bist volljährig und solltest wissen, was gut ist und was nicht. Außerdem habe ich schon die ganze Zeit nichts gesagt und schau, wie betrunken du bist. Ich möchte dich später nicht ins Krankenhaus fahren müssen", predigt er, weshalb ich eine überraschte Miene aufsetze. „Ich bin gar nicht betrunken." Nun verschränke ich die Arme, ehe ich kurz darauf zusammenzucke, da mich ein Schluckauf überkommt. „Huch", bringe ich leise hervor.
„Es ist eine Sache Alkohol zu trinken, aber nicht einmal seine Grenzen zu kennen? So hätte ich dich niemals eingeschätzt."
Die Tatsache, dass er so mit mir redet und ganz offensichtlich enttäuscht von mir ist, gefällt mir ganz und gar nicht, doch irgendwie handle ich anders, als ich es eigentlich tun würde. „Ich bin nicht betrunken....", wiederhole ich deshalb meine Worte von eben murmelnd und schaue auf den Boden, merke jedoch, wie wackelig ich eigentlich auf den Beinen stehe, woraufhin ich auch seine Hand auf meinem Oberarm spüre. „Überhaupt nicht", erwidert er in einem sarkastischen Unterton.
„Keine Ahnung, was du jetzt tust, aber ich gehe jetzt, Jimin. Du kannst hier bleiben und dich weiter betrinken oder mit mir mitkommen und ausnüchtern. Deine Entscheidung."
Er lässt mich los und geht an mir vorbei, woraufhin ich die Augenbrauen hochziehe und ihm hinterher blicke. Wie bereits erwähnt, handle ich anders, als gewollt, statt ihm sofort zu folgen, schaue ich ein weiteres Mal auf den Becher und überlege. Ich überlege tatsächlich, ob ich hier bleibe oder mir zumindest noch einen Schluck genehmige. Doch noch während ich auf den Becher starre, bemerke ich Yoongi wieder.
„Nicht zu fassen, dass du überhaupt darüber nachdenkst? Den nehme ich wohl besser mit", sagt er vorwurfsvoll und nimmt den Becher, woraufhin ich schließlich auch zu halbwegs klarem Verstand komme.
„Nein, warte, Yoongi! Ich komme mit!", rufe ich ihm hinterher, was man nicht so gut hören kann, da es hier nach wie vor ziemlich laut ist. Etwas langsam folge ich ihm schließlich, doch bis wir draußen ankommen, dauert es gefühlt eine ganze Ewigkeit und die Tatsache, dass ich ihn nicht erreichen kann und er auch nicht stehen bleibt, bereitet mir schon fast Bauchschmerzen.
„Warte auf mich, Hyung", rufe ich draußen, bleibe dann aber stehen, als ich merke, dass er es nicht tut und mich ignoriert und die Umgebung zusätzlich anfängt sich zu drehen. Die kühle Luft sollte mir eigentlich gut tun, aber im Moment scheint das absolute Gegenteil der Fall zu sein. „Oh ganz übel", flüstere ich mir zu und lege eine Hand auf meine Stirn, ehe ich in die Hocke gehe und mich schließlich einfach auf den Boden setze. Vielleicht habe ich ja doch etwas mehr getrunken, als mir bewusst ist.
„Verdammt, ich wusste es", höre ich eine Stimme leise fluchen - vermutlich Yoongis -, ehe ich auch Schritte wahrnehme und schließlich eine warme Hand auf meinem Rücken spüre. „Was ist los?", möchte er wissen. Ich fahre mit meinen Händen über mein Gesicht und brumme: „Mir ist auf einmal ganz schwindelig."
Er nimmt meine Hände von meinem Gesicht und legt einen Finger unter meinem Kinn, woraufhin wir uns direkt anschauen. Er mustert mich genau, seufzt und hilft mir nach auf den Beinen, während ich mich an ihma festhalte, einfach, um nicht umzukippen.
„Im Auto habe ich eine Flasche Wasser, komm." Er möchte mit mir einen Schritt gehen, doch ich bin mir sicher, dass es nicht funktionieren wird, zumindest fühlt es sich so an, also kralle ich mich nur noch fester an seinem Oberteil. „Warte", ich schlucke wieder auf und lege eine kurze Pause ein. „Alles dreht sich", beende ich meinen Satz dann.
Im nächsten Moment stelle ich mich ganz nah zu Yoongi, schlinge meine Arme um seinen Körper und lege meinen Kopf auf seiner Schulter ab. Er erwidert die Umarmung nicht, weshalb ich nur noch fester die Arme um ihn schlinge und mein Gesicht in seiner Halsbeuge vergrabe. „Es tut mir leid, Yoongi", wispere ich schuldbewusst und wünsche mir ebenfalls seine Umarmung zu spüren.
***
Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon
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