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Yoongi Pov
Sobald ich das Auto parke und mit dem Schlüssel den Motor ausmache, werfe ich einen Blick auf den betrunkenen Haufen Elend neben mir. Eine kurze Weile starre ich ihn einfach nur an, sein Kopf lehnt er gegen die Scheibe, wobei seine Augen geschlossen sind. Ich weiß, dass er nicht schläft, er döst höchstens, denn vor einigen Sekunden noch hat er mit mir gesprochen. Gesprochen. Er hat irgendeinen wirren Mist von sich gegeben, was für betrunkene nicht unüblich ist, und ich habe einfach immer nur zugestimmt.
„Jimin." Ich lehne mich leicht zurück und nehme dabei die Hände vom Lenkrad, lausche der Stille um mich herum und betrachte ihn, sage seinen Namen ein weiteres Mal, doch reagieren tut er nicht. „Hey", sage ich etwas lauter und lege eine Hand auf seine Schulter, um ihn leicht zu schütteln. Tatsächlich denke ich, dass er mal wieder nicht reagieren wird, doch stattdessen zuckt er schlagartig auf und beschwert sich schließlich in einem weinerlichen Ton, als hätte er seine Augen keine Sekunde geschlossen. „Mir ist so übel."
Er versucht die Tür zu öffnen und ich realisiere, was er vorhat, weshalb ich schnell handle, die Schlüssel hinaus ziehe und aus dem Auto steige. Innerhalb von Sekunden befinde ich mich auf der Beifahrer Seite und öffne die Tür, da streckt er auch bereits seinen Kopf hinaus und übergibt sich direkt auf den Boden. Oh verdammt.
Natürlich halte ich ihn fest und versuche dabei kein Erbrochenes abzukriegen, aber in erster Linie ist mir wichtig, dass er sich nicht wehtut. Es ist klar, dass er sich nun übergeben muss, bei dem, was er alles getrunken hat und nachdem sein Körper zur Ruhe gekommen ist.
„Hyung", jammert er, nachdem soweit alles raus ist, und stützt sich etwas ab, sodass er wieder richtig im Auto sitzt. Ich seufze und gebe ihm ein Schluck Wasser, sodass er seinen Mund ausspülen kann, was länger dauert, als gedacht. Aber nachdem ich mit einem Taschentuch seinen Mundbereich säubere, schaffe ich es endlich ihn aus dem Wagen zu kriegen.
Er hängt sich um meinen Hals, was es nur noch schwieriger macht einen Schritt zu machen und jammert weiterhin. „Mir geht's nicht gut, Hyung", beschwert er sich immer wieder, auch, als wir endlich vor der Haustür stehen und ich versuche diese mit dem Schlüssel aufzuschließen. „Halt bloß die Klappe, du Idiot. Das hast du jetzt davon", sage ich tatsächlich auch ein wenig sauer, ehe ich die Tür öffne und uns beide hinein bringe. Doch das Elend nimmt kein Ende.
Es stellt sich als anstrengend raus, ihn durchs ganze Loft zu schleppen und ihn letztendlich aufs Bett zu legen, um ihm die Schuhe und Jacke ausziehen können. Sobald er liegt und ich ihm auch noch die Jeans ausziehe, streckt er die Arme aus und gibt irgendwelchen wirren Geräusche von sich.
„Ist dir noch schlecht?", frage ich ihn und genehmige mir eine kurze Pause, setze mich also ebenso aufs Bett. Er nickt mit geschlossenen Augen, verzieht dabei jedoch das Gesicht, was mich seufzen lässt. Also lege ich eine Hand unter seinem Oberkörper und helfe ihm dabei, sich aufzusetzen. Er legt jedoch die Arme um meinen Hals und platziert seinen Kopf auf meiner Schulter, womit es unmöglich ist, aufzustehen. Also lege ich eine Hand unter seine Kniekehlen und entscheide mich dazu, ihn den Weg zu Bad einfach zu tragen. Das müsste ich hinkriegen.
„Ich trinke nie wieder etwas", murmelt er. „Das will ich auch stark hoffen, Jimin. Du glaubst gar nicht, wie wütend ich im Moment auf dich bin, aber das besprechen wir morgen, wenn du wieder klar denken kannst."
Auf meine Worte hin krallt er sich in den Stoff meines Oberteils.
Und so landen wir schließlich im Bad, wo wir einige Minuten verbringen, da er sich tatsächlich mehrere Male übergibt. Sobald er schließlich nicht mehr den Anschein macht, als würde er in den nächsten Minuten brechen, bringe ich ihn wieder ins Bett. Einen Eimer nehme ich sicherheitshalber dennoch mit, den ich neben ihm abstelle und nachdem er schließlich liegt und sich in die Decke kuschelt, setze ich mich ebenso aufs Bett, allerdings so, dass mein Rücken gegen die Wand lehnt.
„Dreh dich auf die Seite", sage ich und tippe ihm auf die Schulter. Es dauert keine Sekunde, bis er sein Gesicht in meine Richtung dreht und sich schließlich mehr oder weniger an mich kuschelt. Obwohl ich nach wie vor sauer auf ihn bin, lasse ich es zu und seufze innerlich.
So verbringe ich schließlich auch die Nacht. Ich nicke hin und wieder mal weg, aber wirklich schlafen kann ich nicht. Einfach, weil ich Angst habe, dass er sich auf den Rücken legt und sich schließlich wieder übergeben muss. Es gibt mehrere Gründe, wieso betrunkene Menschen mich nerven, aber im Grunde genommen ist es mir egal. Bei Jimin ist es jedoch anders. Bei ihm ist es mir definitiv nicht egal. Ich möchte nicht, dass er seine Gedanken benebelt und nicht weiß, was er eigentlich tut.
Jeder kann mal etwas trinken, aber das sollte man nicht allzu oft tun und vor allem sollte man seine verfluchten Grenzen kennen. Hätte ich gewusst, dass Jimin sich an seinem Geburtstag einfach nur betrinken möchte und wie wir diese Nacht verbringen werden, dann wäre ich sicher nicht mit ihm auf diese Party gegangen.
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Partnerstory written by @riawinchesterx & @elijeon
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