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"Jungkook? Jungkook, es tut mir leid. Ich liebe dich."

Erneut endet die Nachricht und ich nehme das Smartphone vom Ohr, tippe die Mailbox wieder an und lausche seiner Stimme.

"Jungkook? Jungkook, es tut mir leid. Ich liebe dich."

Ein weiteres Mal lasse ich sie abspielen. Mittlerweile ist mein Kopf vollgestopft mit seiner Stimme und diesen Worten.

Egal, wie verletzt er klingt, wie verzweifelt und traurig, seine Stimme bleibt wunderschön.

Vermutlich ist es ziemlich krank, auf dem Bett zu sitzen und sich seit dem Aufstehen nur diese eine Nachricht im Minutentakt abzuhören. Inzwischen kann ich sie nachsprechen, weiss wie lange die Pausen zwischen den Worten sind, wo er aufschluchzt.

Ich höre sie mir erneut an, doch mitten in der kleinen Nachricht bricht sie ab. Entsetzt sehe ich auf mein IPhone.

Akku leer.

Ungläubig lasse ich es in meinen Schoss sinken, bevor ich es mit einem wütenden Aufschrei an die gegenüberliegende Wand pfeffere. Das Handy zerspringt in einige Teile und sofort bereue ich mein Handeln, weshalb ich hektisch aufstehe und neben mein kleines Sofa renne, wo sich die letzten Überreste meines IPhones befinden.

Aufkeuchend fahre ich mir durch die Haare. Jetzt kann ich nicht einmal mehr seine Stimme hören. Ich bin wirklich ein Idiot.

Kraftlos lasse ich meinen Kopf gegen die Wand fallen und spüre, wie bereits wieder Tränen in mir aufsteigen.

Ich hoffe, es geht dir gut, wo auch immer du jetzt bist.
Ich hoffe, du lachst, ich hoffe du hast Spass, ich hoffe du bist zufrieden.
Ich will einfach nur, dass du glücklich bist.

Selbst wenn das bedeutet, mich selbst aufzugeben, meine Gefühle, meine Bedürfnisse für dich zu ignorieren. Denn das habe ich getan.

Ich hoffe, du hast es besser, als damals.
Denn ehrlich gesagt, geht es mir beschissen.
Ich will das dieser Schmerz endlich vergeht. Keine Tablette hilft mir, keine Salbe, nichts.
Dieser Hass auf das, was dich verschwinden liess, soll verschwinden.
Ich will nicht länger weinen.

Aber ich schaffe es nicht.

Du sagtest mir einmal, dass der Mensch erst schätzt, war er hat, wenn es geht.
Das ist eine Lüge.
Der Mensch schätzt sehr wohl, was er hat. Doch er bemerkt nicht, dass es so besonders ist und nimmt es für selbstverständlich.
Und wenn es geht, lernt er erst, dass es so wertvoll war, dass er es gut hätte festhalten und am Gehen hindern sollen.

Ich habe dich nach einem Stern gefragt und du hast mir den ganzen Himmel beschafft.

Aber du warst auch derjenige, der mich zerstört hat. Der mein Herz in Stücke gerissen und mich gefoltert hat.

Ich habe mich für dich aufgegeben und du hast mich gebrochen.

Ich hoffe nur, dass es das Wert war.

Zitternd stehe ich auf und merke, wie mir kurz schwarz vor Augen wird, bevor ich zum Schreibtisch taumle und mich schwer atmend setze.
Etwas umständlich krame ich das schwarze Buch aus der Schublade und schlage die nächste, leere Seite auf.

Nun habe ich bereits mehr als die Hälfte aller Seiten vollgeschrieben.

Ich schnappe mir einen roten Stift, mit welchem ich die vorherigen Briefe bereits geschrieben habe und setze oben am Rand an.

Lieber Taehyung

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