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31. Eintrag
"Hörst du wohl auf zu schummeln?!", empörte ich mich lachend und schubste Taehyung von der Seite, nur mir daraufhin nur lachend in die Seite stiess und weiter seinen Controller bediente.
Inzwischen war beinahe eine Woche seit seinem kleinen, aber besorgniserregenden Zusammenbruch vergangen und er schien wieder glücklich zu sein. Sein Wutausbruch kam daher, dass seine Eltern ihn zwangen, die Firma zu übernehmen, was Taehyung aber nicht wollte - nur zählte es für seine Eltern nie, was er wollte.
Taehyung weigerte sich seit dem Tag, mit ihnen zu reden und hauste vorübergehend bei mir oder im Waggon.
Mir machte das absolut nichts aus, ich hatte ihn gerne um mich herum und ehrlich gesagt, begann ich eine Antipathie gegen diese beiden Leute zu entwickeln, selbst wenn ich sie niemals persönlich getroffen hatte. Sie taten Tae weh und jeder der diesen Engel verletzte, war mein Feind.
Doch in diesem Moment gab es bloss uns. Zwei Jugendliche, die bei strahlendem Sonnenschein in einem Zugwaggon versauerten und dabei laut jubelnd Mario Kart spielten, während im Hintergrund wieder einmal die von meinem Freund praktisch vergötterte Halsey ihre Songs zum besten gab. Noch viel dümmer war die Tatsache, dass wir auf dem Boden vor dem Sofa hockten, anstatt auf diesem selbst.
"Wieso gibt es eigentlich keine Hasenfigur?", motzte Tae, als das zweite Rennen des Cups vorüber war und sah fragend zu mir, "Ich meine, ein Bunny würde viel besser zu dir passen, als dieser... dieser Fliegenpilz!"
"Hey, Toad ist süss!", verteidigte ich den Pilzmann voller Inbrunst und sah zum Bildschirm. "Yoshi ist bescheuert!"
"Sag das nochmals!", rief Tae sofort und stiess mir abermals in die Seite. Er hatte mir in den letzten Stunden sehr deutlich gemacht, dass sein Lieblingscharakter des Spiels der kleine, grüne Dinosaurier war.
Lachend starteten wir die letzte Runde des Cups, die Regenbogenstrecke, ebenfalls ein grosser Favorit meines Freundes, der Spass daran zu haben schien, mich von der Strasse zu schubsen.
"Tae!", beschwerte ich mich lachend und griff in die kleine Schlüssel voller M&M's, die vor uns stand. Der Ältere grinste bloss und steuerte seinen kleinen Wagen weiter, während ich mich daran machte, ihn aufzuholen. Tatsächlich schaffte ich das auch und konnte in der letzten Runde kurz vor ihm über das Ziel fahren.
"Du wagst es, auf der Strecke gegen mich zu gewinnen?!", rief der Dunkelhaarige sofort und pfefferte den Controller zurück ins kleine Regal, auf dem der Fernseher stand, der uns von meinem Vater zu meinem Geburtstag spendiert worden war. "Ich denke schon?", lachte ich lauthals und schrie überrascht auf, als er sich auf mich stürzte und begann mich auszukitzeln.
Als ich es geschafft hatte, ihn damit aufhören zu lassen, lag ich noch immer atemlos unter Tae und blickte lächelnd zu ihm hoch. "Ich liebe dich", flüsterte ich glücklich, woraufhin er mich anstrahlte und die Worte ebenso leise zurückgab.
Dann beugte er sich hinab und küsste mich leidenschaftlich. Meine Hände vergrub ich in seinem Haar, während er mit der Zunge über meine Unterlippe fuhr und ich ohne zu zögern den Mund öffnete. Mir entfuhr ein leises Keuchen, als seine Hände über meinen Oberkörper strichen und eine dann unter meinen Rücken schob, bevor er mich so aufsetzte und mich auf seinem Schoss platzierte.
Taehyung zog mir den Pullover aus und begann meine Schlüsselbeine mit Küssen zu versehen, bevor er sich an einer Stelle festsaugte und damit erreichte, dass ich seinen Namen stöhnend den Kopf in den Nacken legte und die Augen schloss.
"Ich wusste niemals, wie schön mein Name klingen kann, bis du ihn in den Mund genommen hast...", grinste der Dunkelhaarige gegen meine Haut und bugsierte mich auf die Couch. Kaum lag ich auf dem Leder, zog ich ihn wieder zu mir hinunter, um ein weiteres Mal von seinen Lippen zu kosten.
Ich würde niemals genug von diesem Typen bekommen...
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