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Letzter Eintrag
Am nächsten Tag erschien Taehyung nicht in der Schule. Und auch am darauffolgenden nicht. Ich schrieb ihm SMS', fragte wo er sei, ob etwas passiert war und was los war, doch er antwortete auf keine. Meine Anrufe wurden nicht angenommen sondern endeten jedes Mal bei seiner Mailbox.
Ich begann mir schreckliche Sorgen zu machen, schlief nicht mehr gut und wartete jeden Tag am Schultor auf meinen Freund, der aber nicht auftauchte. Anschliessend schwänzte ich die Schule, ging zum Waggon und hoffte, er würde dort auftauchen - doch auch hier war er nicht.
Auch bei ihm zuhause, machte niemand die Tür auf. Ich konnte probieren, was auch immer ich wollte, ich schaffte es nicht, Kontakt mit Taehyung aufzunehmen. Diese Tatsache machte mich fertig. Ich wollte ihn sehen, mit ihm reden, in seine Augen blicken, ihm sagen, dass ich ihn liebte. Ich wollte wissen, was los war, warum er mich ignorierte, was geschehen war.
Die anderen versuchten, mich auf andere Gedanken zu bringen, doch scheiterten. Ich liess mich nicht ablenken, meine einzige Sorge war Taehyung. Ich verstand nicht, was das sollte. Weshalb brach er plötzlich den Kontakt ab? Wieso tauchte er nirgendswo mehr auf?
Was hatte ich falsch gemacht?
Die Gedanken quälten mich, hielten mich nachts wach. Vor Angst um ihn weinte ich bitterlich in mein Kissen. Ich gab nicht auf, Tage-, Wochenlang probierte ich irgendwie mit ihm zu reden oder ihn bloss zu sehen - keine Chance.
Schliesslich kam Jimin zu mir und sagte, ich sollte es aufgeben, dass er sich nicht melden würde und auch nicht wiederkäme. Ich schrie ihn an, ich weinte, doch ich wusste, dass er Recht hatte.
Taehyung hatte den Kontakt abgebrochen, von einen auf den anderen Tag, ohne mir zu sagen weshalb. Ich fühlte mich schrecklich, verweigerte das Essen und sperrte mich beinahe ständig in meinem Zimmer ein. Tae hatte mir gezeigt, wie wunderschön Liebe sein konnte und nun zeigte er mir, wie grausam sie werden konnte, wie böse, wie schmerzhaft.
Es tat unglaublich weh. Und nichts half mir, gegen den Schmerz anzukommen, keine Tablette, keine Musik, kein Buch, nichts half mir, ihn zu betäuben. Ich fühlte mich benutzt und wertlos.
Er war einfach gegangen, ohne weitere Worte, als ob ich ihm nie etwas bedeutet hätte.
Ich sprach immer weniger und irgendwann gar nicht mehr und musste mir schliesslich eingestehen: Taehyung hatte mich verlassen.
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