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"Jungkook!", ruft Taes Stimme aus der Küche. Ich stehe seufzend auf und gehe zu ihm. "Was ist los?", will ich wissen.

Der Ältere wäscht sich gerade die Hände und sieht zu mir. "Wir haben was vergessen", grinst er schief und ich runzle die Stirn. "Was?", frage ich ihn verwirrt. "Die Frühlingszwiebeln", seufzt er und ich weite die Augen. Tatsächlich, die haben wir komplett vergessen.

"Lass mich raten", meine ich und verschränke die Arme, "Ich soll den Laufburschen spielen?" Er schenkt mir ein breites Grinsen. "Aber nur vielleicht", räumt er ein und ich lache auf.

"Du kannst dir ein bisschen Geld aus meinem Portemonnaie nehmen", meint er und ich nicke. "Ich beeil mich", meine ich, husche zu seinem Portemonnaie, nehme ein paar Yen-Scheine heraus und stecke sie in meine Hosentasche, bevor ich mir mein Handy schnappe und mit einem "Bis gleich!", die Wohnung verlasse.

Es dämmert bereits, und ich jogge die Strasse entlang, zum nächsten Supermarkt. Es sind nicht viele Menschen auf der Strasse, aber Taehyung zufolge ist seine Wohnung etwas abgelegen vom Stadtzentrum, weswegen das üblich ist.  Ich komme aber nicht weit vom Haus weg, als jemand meinen Namen nennt: "Jeon Jungkook?"

Etwas verwirrt drehe ich mich um und bleibe stehen. Vor mir steht ein grosser, breitschultriger Mann. Ratlos lege ich den Kopf schief. "Kann ich Ihnen helfen?", frage ich unsicher. Der Mann nickt, tritt auf mich zu und packt mein Handgelenk, bevor ich reagieren kann. "H-hey, was soll das?! Lassen Sie mich los!", rufe ich und versuche mich aus dem Griff zu reissen, doch der Kerl ist viel stärker als ich und als ich seine Faust in meinem Magen spüre, habe ich einen Moment das Gefühl, ich kriege keine Luft mehr und lasse mich keuchend mitziehen. Ich stolpere immer wieder über meine eigenen Füsse, stemme mich gegen den Typen, doch es nützt nichts. Die Strassen werden immer verlassener, bis ich keine Menschenseele mehr sehe und auch die Strassenlaternen immer weniger werden.

Der Fremde schubst mich in eine Gasse und ich werde von einem weiteren Kerl begrüsst, der mir von hinten die Hände festhält. Als nächstes höre ich lediglich das Klackern von Absätzen auf dem Asphalt, dann erscheint eine weibliche Silhouette am Eingang der Gasse.

"Ich habe Taehyung gesagt, was passieren wird", seufzt die Stimme, die ich problemlos wiedererkenne. Mir wird schlecht. Verdammt, es lief so gut, bis sie mich heute sehen musste! 

"Was haben Sie für ein Problem mit mir?", frage ich leise, um Ruhe bemüht. Ich weiss nicht, was sie mit mir anstellen wird, aber ich glaube, die Frau schreckt vor nichts zurück, wenn es darum geht, ihren Willen zu kriegen. "Ich habe kein Problem mit dir, Jungkook", sagt sie und spricht meinen Namen aus, als sei es eine schreckliche Krankheit, "Aber mein Sohn wird Asuka heiraten und du störst dabei!"

Ihre nächsten Worte richtet sie an die beiden Typen: "Erledigt das für mich."

Jetzt erst merke ich, wie nah die Hölle dem Himmel eigentlich ist~

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