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Kapitel 6

Ich hatte mich gestern Abend noch beruhigt und Jungkook hatte mir geholfen in die Wohnung zu gehen. Hoseok war ganz außer sich und sprach andauernd von einen Nervenzusammenbruch, aber ich schob das auf die Hormone.

Jungkook blieb über die Nacht und hatte mir gesagt, dass ich mich ausruhen sollte und wir auch am nächsten Tag reden könnten. Mir war nicht entfallen, dass er, obwohl er wahrscheinlich noch immer noch ein bisschen sauer war, noch immer mein bester Freund war, der sich stets um mich kümmert. Ich liebte ihn dafür. Allerdings war diese Art von Liebe anders als meine noch vorhandene Liebe für meinen Ex-Freund Namjoon.

Hoseok hatte uns etwas zum Essen gemacht und ich hatte ein paar Schluchzer gehört. Er durfte auch weinen und leiden, immerhin hat seine große Liebe mit ihm Schluss gemacht. Es war trotzdem mehr als nett von ihm, dass er uns trotzdem Essen kochte und versuchte der Starke zu sein während ich schwächelte. Er hatte ein großes, starkes Herz.

Als Jungkook as, ging ich in die Küche und umarmte Hoseok von hinten.

"Es war ein schwerer Tag für uns alle", flüsterte ich ihm zu und drückte ihn näher an mich. "Du brauchst nicht der Starke sein. Lass los und weine."

Und genau das tat er. Er stoppte das Umrühren mit dem Kochlöffel und seine Knie gaben nach. Sein Gesicht versteckte er in seinen Händen. Es war kaum auszuhalten ihn weinen zu sehen. Aber das würde noch einige Tage dauern, bis er über Taehyung komplett weg war.

Wir verbrachten den restlichen Abend zu dritt auf dem Sofa und sahen uns einen Film an. Doch ich war der festen überzeugung, dass keiner wirklich aufpasste.

Trübe, wie die Stimmung schlenderten wir zu Bett. Ich in mein eigenes und Hoseok in seines, trotzdessen er darauf bestanden hatte sein Bett an Jungkook weiterzugeben. Ich hatte für ihn abgelehnt, ich musste meinen besten Freund jetzt bei mir haben.

Es schien ihm am Anfang auch nicht sonderlich zu gefallen ein Bett mit mir zu teilen, aber er willigte ein und so gingen wir schlafen. Ein paar Minuten lang hörten wir den armen Jungen noch von drüben leise weinen und etwas krampfte sich in mir zusammen. Ich wollte für ihn da sein, aber das konnte ich nicht und das bereitete mir Kopfschmerzen.

Ich hatte meinen Wecker um 6 Uhr gestellt und wachte sogar zwei Minuten, die ich länger schlafen hätte können, auf. Vorsichtig entfernte ich mich von Jungkook und ärgerte mich, dass ich den Zweien gestern nichts gesagt hatte. Der gesteigert Tag war nicht komplett verdaut gewesen, denn ich hatte endlich einen Job gefunden.

Zuhause hatte ich einen kleinen Job, nachdem ich die Schule beendet hatte, aber mit meinem Umzug musste ich kündigen und suchte einen neuen. Zu meinem Glück wurde ich gestern nach einem Interview sofort aufgenommen und durfte auch schon heute anfangen.

Nachdem ich mich angezogen hatte suchte ich mir einen Zettel und einen Stift und kritzelte etwas darauf.

An: Hoseok und Jungkook
Macht euch keine Sorgen um mich. Bin unterwegs. Ich weiß nicht, wann ich erreichbar bin, aber im Notfall auf Mobilbox quatschen. Bin am Abend zurück und erkläre euch alles!
Hab euch lieb! ❤

Ich malte ein Herz dazu und hoffte inständig, dass sie sich wirklich keine Sorgen machten und Jungkook nicht dachte, dass ich nur vor unserem Gespräch floh, aber das würde sich dann spätestens am Abend klären.

So machte ich mich auf zu meinem ersten Arbeitstag.

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